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Seit einiger Zeit wenden sich zunehmend Menschen an die Yogatherapie, die mit einer Krebserkrankung kämpfen. Sie suchen im ganzheitlichen Ansatz des Yoga nach Unterstützung auf ihrem Weg, und hoffen auf Energiezuwachs, der ihnen hilft die Krankheit zu besiegen.

Bitte schreibt hier mal eure Ansichten und Erfahrungen (eigene oder beobachtete) dazu auf. Schön wären auch konkrete Hinweise zu speziellen Aspekten und Methoden des Yoga, die in so einem Fall schon mal hilfreich waren. Und solche, von denen ihr denkt das sie es sein könnten.

Es wäre schön, wenn sich insgesamt eine umfassende Beitrags- und Linksammlung ergeben würde, die betroffenen Menschen Unterstützung auf ihrem Weg geben kann.

Ich danke für eure reichhaltigen Beiträge,


Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti

Tags: Therapie, cancer, yoga, yogatherapie

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Hier schon mal ein interressanter Link zur Schmerzbekämpfung mittels Meditation:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/?sid=532041

Om Shanti, Mahashakti
oooommmm

Bei Krebserkrankungen hab ich den Eindruck, das die Kranken oft nicht wirklich gesund werden wollen. Eher denke ich sie nehmen die Erkrankung so hin, weil sie eigentlich sowieso schon länger gehen wollten. Das erspart den Stress mit dem Selbstmord.

Ich kenn jetzt schon so viele, die sich nicht aufraffen etwas mit sich anzufangen. Lieber hängen sie leidend rum und warten auf irgendwas das keiner kennt.

Sogar wenn sie schon persönlich erfahren haben, dass ihnen eine Yogapraktik besonders gut tut, selbst dann raffen sie sich nicht auf und wenden sie an. Dann heisst es: "ja ich weis, aber ..." Sie haben 1000 Gründe warum das jetzt grad nicht geht. Und das jederzeit und immer wieder.

Was kann es denn in so einer Situation Wichtigeres geben, als gesund werden zu wollen und das auch zu tun?
Ich versteh das nicht. Hat jemand von euch eine Erklärung dazu? Vielleicht bin ich ja auch nur zu frustiriert?


Grüsse
Anne
Om liebe Anne,

ich habe schon eine Reihe von ehemaligen Krebserkrankten kennengelernt, die ihre Krankheit z.T. auch aus eigener Kraft überwunden haben.
Als ich vor cirka 3,5 Jahren die Entspannungskursleiterausbildung bei Yoga Vidya gemacht habe, waren gleich 2 Personen dabei, die glaubhaft dargestellt haben, dass sie mit Hilfe von Autogenem Training (neben anderen Behandlungen) ihre Krebserkrankung überwunden haben. Sie haben dann diese Ausbildung gemacht, um ihre Erfahrungen später an andere Menschen weiterzugeben zu können.

Menschen, die aktiv gegen eine solcher Erkrankung vorgehen können, haben sicher eine besser Ausgansposition, als die, die nur abwarten (können).

Om Shanti und viele Grüße

Heinz
Om om om liebe Anne,
Deinen obiger Beitrag kann ich leider nicht so stehen lassen, um ehrlich zu sein, hat er mich ziemlich geärgert. Ich weiß nicht, ob Du selbst von Krebs betroffen bist oder warst. Ich selbst war vor einem Jahr an Brustkrebs erkrankt und habe alle Therapien (OP, Chemo, Bestrahlung, Antikörperther.) auf mich genommen, um heute wieder gesund zu sein. Mir persönlich haben bei der Bewältigung dieses Weges viele Ansätze, die ich in meiner Yogalehrererausbildung kennengelernt habe, sehr geholfen. Ich bin mir sicher, dass ich die Therapien ohne Entspannung, sanfte Yoga-Übungen und Meditation nicht so gut bewältigt hätte. Und doch hatte auch ich Zeiten, in denen einfach nichts ging und mich mich auch nicht aufraffen konnte. Und ich denke nicht, dass ich selbstmordgefährdet war oder bin.
Ich bin in der Zwischenzeit für mich zu der Erkenntnis gekommen, dass jeder Betroffene seinen eigenen Weg hat, mit der Krankheit umzugehen. Und natürlich gibt es bestimmt auch Betroffene, auf die das oben geschriebene zutrifft (und auch das muss man akzeptieren). Aber ich denke nicht, dass diesen mit Deinem Beitrag geholfen ist.
Es fängt doch schon damit an, dass man nach der Diagnose völlig unter Schock steht, dass eine ziemliche Medizinlawine einen förmlich überrollt, man auch gelegentlich Hinweise bekommt, dass man sich entspannen soll. Aber wieviele Betroffene kennen z. B. Autogenes Training oder andere Entspannungstechniken? Damit werden die Betroffenen nämlich ziemlich allein gelassen. Ich denke, dort muss man ansetzen - nicht nur vermitteln, dass man einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann und zur Reha fahren soll und dass es Selbsthilfe-Gesprächs!-gruppen gibt. Es fehlen für die Betroffenen vielerorts konkrete Angebote, was man selbst zur Krankheitbewältigung tun kann und kostengünstige Angebote, z.B. Entspannungstechniken zu erlernen.
Meine Vision ist, in naher Zukunft hier in Leipzig als Yogalehrerin und Entspannungskurstleiterin Krebskranken genau damit weiterzuhelfen. Suche momentan dafür -vor allem finanzielle- Unterstützung.
Ich wünsche Dir vor allem Gesundheit, Licht und Liebe.
Om shanti Madhavi
Om liebe Madhavi,

vielen Dank für deinen schwungvollen Beitrag.
Sicher habt ihr beide recht: Einerseits ist die Krebsidagnose definitiv eine Schocksituation ohne wirklich gute Unterstützung (Super das du hier zur Verbesserung beitragen möchtest!!!!) zum anderen ist es aber auch so, das es Menschen gibt, die in dieser Situation einfach aufgeben. Die jegliche eigene Aktivität einstellen und sich willenlos dem was dann über sie hereinrollt überlassen. Selbst wenn sie wissen dass sie sich zu dem einen oder anderen aufraffen müssten, sie tun es nicht. Bestenfalls diskutieren sie darüber und lesen Bücher, umsetzen tun sie es nicht.

Und das ist keineswegs nur bei Krebs so. Eine befreundete Rettungsassistentin mit >12 Jahren Einsatzerfahrung hat mir neulich erzählt, das sie einen Dauerkanditaten haben, starker Raucher mit Raucherbein, Arteriosklerose, extreme Kurzatmigkeit wg. Lungenschaden usw., der trotz allem beherzt weiterraucht. Und das nicht zu knapp. Die stark-gelben Finger sind dabei noch das kleinste Problem.

Ich bin sicher, das auch viele Ärzte hier Geschichten beisteuern können. Auch das ist mit ein Grund, warum manche Ärzte nur noch willenlos Pillen verschreiben, weil sie glauben, das ihre Patienten sonst eh nix wollen. Sie haben auch aufgegeben. Die engagierten Ärzte (die es zum Glück ja auch gibt) dürften über so Angebote wie deines sehr glücklich sein.

Falls noch nicht geschehen - vielleicht solltest du mal den direkten Arztkontakt zu deinem Anliegen suchen? Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und Freude auf deinem Weg, betroffenen Menschen dabei zu helfen den Weg der Gesundheit aus eigener Kraft zu gehen.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
hallo ihr lieben.
ich bin der meinung- egal woher der krebs kommt oder warum ein mensch ihn hat-
es ist eine disposition mit der jeder anders umgeht. ich betreue gerade eine frau mit brustkrebs und unterleibskrebs. sie kann und will nichts annehmen.
eine andere dame schwört seit dem auf yoga... lebt... ist gesund.
ich persönlich glaub, wenn man die hand/hände auf die betroffenen stelle legt, und den körper durch gesang in schwingung bringt schon viel bewegt werden kann.
zudem die gedankenwelt: denkt der mensch ich will nicht krank sein. oder denkt er: ich will gesund sein. danke dass ich gesund bin.
danke dass ich mein irdisches fahrzeug gut benutzen kann.
in vielen quellen findet man angaben zu krebs: lieblosigkeit, verbitterung sich selbst gegenüber werden auf psychischer ebene genannt.
somit denke ich ist es unterstützend, liebe zu sich zu erfahren- dafür muss man sich auseinander setzen... verzeihen...vergeben.

das sind so meine spontanen gedanken- vielleicht regen sie dich in deiner arbeit an.
alles liebe

All ihr Lieben, seid herzlich gegrüßt,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es schön finde, dass ein solches Thema beginnt, eine Resonanz hervorzurufen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass man von Schulmedizinern leider ein wenig im Regen stehen gelassen wird, wenn es um irgendetwas geht, das nicht unmittelbar mit dem Überleben verbunden ist. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Schulmedizin das Grobmotorische erledigte, während Umfeld (Familie&Freunde), alternative Medizin und eigene Initiative den Rest taten, das Feinmotorische sozusagen. Dies soll jedoch überhaupt kein negatives Urteil über die Schulmedizin sein oder über die Dinge, die mit ihr verbunden sind. Ohne sie wäre ich aller Wahrscheinlichkeit nach jetzt nicht hier, daher bin ich einfach nur dankbar.

Während meiner Krankheit war eigentlich kein Tag genau wie der andere. Es gab nicht nur anstrengende und leichtere Tage, man musste ja gewissermaßen auch psychische Hygiene betreiben und wollte sich nicht von negativen Gedanken vereinnahmen lassen. An dieser Stelle will ich allerdings sagen, dass jemand, der selbst nie diese Krankheit gehabt hat, sich nur sehr schwer oder möglicherweise überhaupt nicht vorstellen kann, wieviel Kraft es kostet, auch nur einen gemäßigten Optimismus an den Tag zu legen. Es ist einfach, meine Yogapraxis und ihre Intensivierung zu planen, wenn zumindest gegenwärtig alle Zeichen dafür sprechen, dass es mir in der nahen Zukunft gut gehen wird. Wenn jedoch diese solide Basis nicht besteht, wird auch alles andere sehr viel schwieriger wenn nicht sogar unmöglich. Es ist eben doch am einfachsten, Optimist zu sein, wenn man nichts hat, um das man sich sorgen muss.

Aus diesem Grund finde ich auch, dass es toll wäre (liebe Anne :)), wenn du versuchen könntest, ein wenig mehr Toleranz für den - aus deiner Sicht - Mangel an Motivation aufzubringen. Wie bereits gesagt wurde, verhält sich jeder in dieser Situation anders. Der eine verfällt vielleicht in Aktionismus, der andere ist wie das Reh im Scheinwerferlicht und hat vielleicht das Gefühl, er könne sich nicht bewegen, geschweige denn etwas tun. Zur Regelmäßigkeit ist darüber hinaus noch zu sagen, dass viele Patienten es aus meiner Sicht irgendwie in denselben Topf werfen wie die Chemo/Bestrahlung, wenn es immer zu einer bestimmten Zeit passiert. Eine Sache, die mich sehr gestört hat, war die mangelnde Selbstbestimmung während dieser Zeit, weil man von Arzt zu Arzt, ins Krankenhaus, zur Bluttransfusion und wieder zurückrennt. Auch das kann - denke ich - eine wichtige Rolle spielen.
Darüber hinaus ist Yoga nicht die richtige Lösung für alle Krebspatienten. Das wäre ja genauso, wären all diese Menschen gesund. Eine positive mentale Einstellung ist der Genesung ohne Zweifel zuträglich, allerdings ist es hiermit noch lange nicht getan. Ich habe auf meinem Weg Menschen kennen gelernt, die so sehr überleben wollten und alles über sich ergehen lassen haben und sie hatten nicht so viel Glück wie ich, sie durften nicht weiter bei ihrer Familie sein, sie durften nicht wieder gesund werden. Wieviel hiervon also Glück/Schicksal/Gottes Wille (oder wie auch immer du es nennen magst) ist, sei dahingestellt. Fest steht, dass wir diesen Teil nicht beeinflussen können. Eine schwere Krankheit wie diese ist keineswegs eine durchweg physische und materielle Angelegenheit.

Ich denke, dass das beste, was wir grundsätzlich tun können, ist, jedem, der es benötigt, Liebe zu geben, uns Zeit zu nehmen und mehr auf die Menschen um uns herum zu achten. Be the change you want to see in the world!

Tut mir leid, kürzer ging es irgendwie nicht :).
Namasté, Lena

Hallo, liebe Diskusssionsteilnehmerinnen und-teilnehmer,
ich möchte mit euch eine Erfahrung teilen, die ich wie ein Wunder erlebt habe. Eine Freundin rief mich Anfang Juli an, als sie gerade eine Brustkrebsdiagnose erhalten hatte. Sie kam zu mir, da sie ihre inneren Kräfte mobilisieren wollte. Wir übten eine sanfte Übungsreihe, wie Mahashakti sie empfiehlt, und sie begann zusätzlich, Yoga Nidra zu praktizieren. Während ihrer beiden ersten Chemotherapie Sitzungen hörte sie meine Yoga Nidra CD und verband sich mit einer intensiven Visualisierung.
Gleichzeitig stellte sie ihre Ernährung um nach den Anweisungen im Buch von Professor Jane Plant, Your Life is in your Hands. Dieses Buch habe ich einmal "zufällig" vor 10 Jahren in Australien in einem Buchladen gesehen und gekauft und fand es sehr überzeugend. Auch für Gesunde sind die Erkenntnisse dieser Wissenschaftlerin, die selbst an Krebs erkrankt war und deren Krankheit immer wieder aufflammte, sehr hilfreich. Jane Plant ist geheilt und hat ein weiteres Buch geschrieben: "The Plant Programme" mit wunderbaren Rezepten für die Zeit während der Erkrankung und danach. Ihre Hauptthese: man sollte alle Milchprodukte weglassen (auch nach der Krankheit) und Fleisch und nur noch biologisch angebaute Lebensmittel zu sich nehmen. Man sollte jeden Tag frisch gepresste Säfte trinken (so lange noch aktive Krebszellen vorhanden sind jeden Tag ein Glas aus grünem Apfel, Fenchel, Stangensellerie).
Meine Freundin stellte ihre Ernährung nach diesen Anweisungen um. Kurz vor der dritten Chemo Sitzung untersuchte die Chirurgin den Tumor und konnte ihn nicht mehr ertasten. Er war auf dem Sonographie Bildschirm auch nicht mehr auszumachen.
Meiner Freundin wurde gesagt, dass die Nebenwirkungen schlimmer werden würden mit jeder neuen Gabe. Das ist auch nicht eingetroffen. Sie kommt gut mit den Nebenwirkungen zurecht.
Jane Plant schreibt übrigens auch einiges über diese ganze Schuldfrage, es lohnt sich, sie zu lesen.
Om Shanti
Herzliche Grüße
Angelika

Hallo ihr Lieben, liebe Angelika,

die Erfahrung stelle ich mir auch toll vor, es muss wunderbar sein, so etwas zu erleben und jemandem auf diese Weise helfen zu können!
Ich bin der Meinung, dass alle Krebspatienten (falls sie selbst das überhaupt wollen) eine sanfte Übungsreihe und eine Entspannungsmethode an die Hand bekommen sollten, an die sie sich halten können und die ihnen so auch Halt und Regelmäßigkeit geben kann in dieser turbulenten Zeit.
Die Umstellungen in der Ernährung, die du beschreibst, Angelika, können allerdings nicht alle Chemopatienten uneingeschränkt vollziehen. Bei mir persönlich war es so, dass der Tumor und somit auch die gewählte Chemo sehr aggressiv waren, was dazu führte, dass mein Immunsystem realistisch gesehen nicht mehr existierte. Daher durfte ich kein Obst und Gemüse essen, dass nicht geschält werden konnte. Waschen reichte da nicht aus, es sollte geschält, mitgebacken oder -gekocht sein, um sicherzugehen, dass alle potentiellen Keime und Krankheitserreger abgetötet waren. Auch Körner und Samen (z.B. Müsli und Nüsse aller Art ebenso wie Sprossen) waren 'verboten', sowie Salat, Paprika, Tomaten und alles, was nicht erst vor 5 Min. angebrochen worden war (d.h. große Joghurtbecher, Käse am Stück, ohnehin lange gelagerter Käse etc.).
Aber es klingt so, als würdest du dich mit dem Ernährungssystem, das Jane Plant entworfen hat, sehr gut auskennen. Vielleicht wäre es dir ja möglich, es so anzupassen, dass auch Krebspatienten mit schweren Chemotherapien es anwenden können. Das wäre wirklich toll!
Ich persönlich habe mich in diesem dreiviertel Jahr so sehr nach einem Salat gesehnt und danach, ohne Zögern in einen knackigen Apfel beißen zu können. Wenn sich da ein Kompromiss finden ließe, wäre das den Menschen, die es betrifft, sicherlich eine große Hilfe!

Herzliche Grüße und alles Gute,
Lena

lesenswert ist  Tagebuch eines Schicksals  über Olivia Pilhar der das Leben der Familie Pilhar und den Gerichtsfall beschreibt

und ein interessanter Beitrag hierzu der unvereingenommen - ohne Vorurteil-  betrachtet werden sollte

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