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starke Beklemmungen im Brustbereich beim halben Schulterstand und anschl. Pflug

Bitte gebt mir einen Rat.
Zwei meiner Yogaschülerinnen klagen über starke Beklemmungen im Brustbereich im halben Schulterstand und dem Pflug.

Tiefer atmen hilft nicht...wie kann ich den beiden helfen?
Namasté
Edda

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Edda,

ich finde den Schulterstand und Pflug selbst noch nach vielen Jahren der Praxis nicht immer angenehm. Es sind fortgeschrittene Asanas, auch wenn sie im Sivananda yoga von Anfang an geübt werden. Ich nehme meine Schüler für den Schulterstand an die Wand, so wie man es auch im Iyengar übt, denn es dauert sehr lange bis sich die Schulter-und Rückenmuskeln stark genug entwickelt haben. Für den Pflug kann man einen Stuhl für die Füße hinstellen, so dass auch hier nicht sofort die endgültige Pose erreicht werden muß. Ich hoffe, Dir damit eine Anregung zum langsamen Einführen einer Stellung gegeben zu haben.
Namaste xxx

Hallo und namasté Edda,
bei mir selbst und meinen nicht ganz so beweglichen Yoginis sind Schulter und Nacken durch Büro-/PC-Tätigkeit verspannt und verkürzt. Daher habe ich bei mir selbst erst einmal angefangen und Nacken und Rücken "bearbeitet" , damit die Muskeln entspannter und dehnbarer werden. Und später die Übungen meinen Yoginis angeboten, die die gleichen Fortschritte feststellten.
Ich habe mit den Nackenübungen begonnen: Nasenspitze mit Ausatmen langsam nach rechts drehen + Augen in den rechten Augenwinkel - 3-7 tiefe, entspannte Atemzüge halten (10 Sekunden wegen passiver Dehnung) - Einatmend Blick zur Augenmitte zurück - dann die Nasenspitze zur Mitte zurück ---- und das ganze nach links , ebenfalls l a n g s a m!!!
Genauso achtsam im Atemrythmus rechte Ohr auf die rechte Schulter bzw. linke Schulter und dann den Kopf einfach hängen lassen.
Anschließend wird der passive Schulterstand achtsam!!! aufgebaut: vor ein Meditationskissen setzen (je höher desto mehr Dehnung im Nacken), Füße aufstellen und achtsam den Rücken auf dem Kissen ablegen. Die Füße fest in den Boden drücken und den Körper nach hinten schieben, dass der hintere Scheitel langsam in Bodenkontakt kommt. Dann den Kopf behutsam in die Hände nehmen, Kinn zum Brustbein bewegen und mit den Händen den Nacken lang ziehen bis der Hinterkopf auf dem Boden bequem aufliegt. Jetzt erst einmal ein paar Atemzüge die Schwerkraft wirken lassen, damit die Yoginis sich an die ungewöhnliche Position gewöhnen. Einigen war das schon genug Dehnung.
So haben wir in den folgenden Stunden erst einmal nur die Arme in Schulterhöhe ausgebreitet, ein Knie nach dem anderen zum Leib herangezogen, so dass die Bauch- und Rückenmuskeln üben konnten den Schwerpunkt zu verlagern, dann wurden die Arme neben den Körper gelegt, Schulterblätter bewusst zusammen genommen, damit das Brustbein sich heben konnte - einige hatten Probleme mit Schultern und Oberarmen- die Knie zur Stirn gezogen, dass der ganze Rücken gedehnt und die Bauchdecke ganz zusammengezogen ist und dann konnten die Hände den Rücken stützen und die Beine nach oben aufgerichtet werden.
Meine jetzt 80-jährige Yogini, die vor einem Jahr erst mit Yoga begonnen hat hat sich riesig gefreut, das geschafft zu haben!!!
Mit zunehmenden Alter dauert es eben länger, bis alte Muster egal ob Verhaltens oder Bewegungs, verändert sind!! Das habe ich nicht nur an mir selbst eben auch an meinen Yoginis festgestellt. Daher habe ich mir angewöhnt, die Bewegungsabläufe in die Asanas in einzelne kleine Schritte zu teilen und diese kleinen Schritte zuerst zu üben.
Viel Erfolg!!!
Om namah Shivaya
Christine Durga

hallo edda,

ergänzend zu den bisherigen antworten bleibt noch hinzuzufügen, dass es bei den umkehrhaltungen
wichtig ist, sich entgegen der schwerkraft mit den körperteilen , die bodenkontakt haben, also im schulterstand die schultern, herauszuheben, sich aufzurichten im jeweiligen asana.

da dieses ein hohes maß an kraft + flexibilität erfordert, ist es ratsam, zuerst vorstufen, bzw.mit hilfsmitteln zu üben.

gruß
christa

vielen lieben Dank an euch alle
Edda

Bei diesen geschilderten Beschwerden auch an eine Schilddrüsen-Problematik denken. Ansonsten wird bei Umkehrhaltungen automatisch die Zwerchfell-Atmung aktiviert, was für Menschen, die eine flache Brustatmung haben, als unangenehm empfunden werden kann. Hier hilft nur eins, sehr langsam an die Übungen ran führen, die vorherigen Tipps (an der Wand...) sind sehr gut! Liebe Grüße

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