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Ich habe eine Teinehmerin in einem Yoga-Anfängerkurs die am Tag nach der Yogastunde regelmäßig unter Schmierblutungen leidet.

 

Ich unterrichte ganz normal nach dem YogaVidya Yogalehrerhandbuch.

 

Ich weiß zwar, dass bestimmte Asanas die weiblichen Geschlechtsorgane anregen, bin mir aber nicht sicher ob diese Blutungen eher ein anfängliches natürliches Ergebnis der Belebung und Reinigung sind oder evtl. doch besorgniserregend.

 

Wie ist eure Meinung hierzu?

 

Ich freue mich über Rückmeldungen.

 

Liebe Grüße

 

Kerstin

 

Tags: Geschlechtsorgane, Schmierblutungen, weibliche

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

OM OM Kerstin,
zunächst ist das ein gutes Zeichen für deinen Unterricht, denn die regelmäßig nach deinem Unterricht auftretende Zwischenblutung beweist, dass bei deiner Teilnehmerin die Energien in Fluss kommen. Das ist durchaus ein gewollter Effekt der Yoga-Praxis und du solltest dir zunächst keine Gedanken dazu machen.
Andererseits ist die auftretende Zwischenblutung natürlich auch ein Hinweis für eine energetische Disharmonie. Ich wende nun im Folgenden Erkenntnisse der chin. Medizin an und übertrage diese auf die Yogapraxis.
Zunächst ist für eine weitere detaillierte Aussage wichtig, welche Farbe die Zwischenblutung hat (hellrot über dunkelrot bis braun/schwarz), wie groß die Menge der Blutung ist (Anzahl Tampons, Binden o.ä.), ob im Blut Fetzen sind und wie groß diese sind und schließlich auch wie lange diese Zwischenblutung andauert. Wie alt ist deine Teilnehmerin ? Kinder bekommen? Längere anstrengende Krankheiten gehabt? OPs, Ausschabungen? Gibt es Begleiterscheinungen und wenn ja, welche (z.B. Schmerzen (wo?), welchen Charakter haben diese (z.B.: stechend oder dumpf), Kälte/Wärmegefühl (wo?), Schwindel, Schweiß (wann, wo), Schmerzen im Bewegungsapparat (wo). Jede Information kann hilfreich sein.
Es gibt grundsätzlich zwei Ideen zu der Thematik - deine Teilnehmerin hat eine:
1) energetische Fülle (wie z.B. innere Hitze - z.B. durch unterschwellige Wut, nach einer OP o.ä.)
2) energetische Leere (mit Zeichen wie Abgeschlagenheit, schlechte Ernährung, viel Stress usw.)
Zu 1) passt deine Vermutung der Reinigung. Das bedeutet, der weibliche Körper kann über das "Ventil" Zwischenblutung, aber auch in der monatlichen Regelblutung Hitze nach außen abführen. Die Zwischenblutung ist dann als Erleichterung des Körpers zu verstehen. Allerdings sollte das nur kurzzeitig passieren, sonst gerät die Reinigung in eine Schwächung.
Ist sie mehr ein zu 2) passender Typ, dann sollte sie dem Körper mehr Regeneration schenken, Wert legen auf für sie korrekte Ernährung, gute Atmung (kräftige Spaziergänge an frischer Luft), viel Schlaf und sanfte Körperbewegung - Yoga (aber nicht nur Asanas!) :-)
Vielleicht sprichst du einmal mit ihr, kannst auf unseren Austausch verweisen und so kann ich etwas präziser auf deine Frage antworten.

Grundsätzlich ist es nicht besorgniserregend, aber man sollte in beiden Fällen (1 und 2) etwas tun, denn es ist keine natürliche Reaktion des Körpers und sicher auch für deine Teilnehmerin langfristig ein Grund kein Yoga zu machen. Was schade wäre, denn es zeigt, dass ihr das schon hilft.

Liebe Grüße
Hamsa
Liebe Kerstin, Schmierblutungen müssen, besonders wenn sie häufiger auftreten, immer ärztlich abgeklärt werden. Meistens sind sie harmlos, manchmal aber auch Zeichen einer bösartigen Erkrankung.
Viele Grüße aus Münster
Steffi
Hallo liebe Kerstin,
ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung. Bei mir war das im vergangenen Jahr der Fall. Zu diesem Zeitpunkt praktizierte ich regelmäßig Yoga und andere Sportarten, brachte die auftretenden Schmierblutungen damit aber nicht in Verbindung.
Ich habe die Zyklusstörungen ärztlich abklären lassen. Bei mir war es recht harmlos. Frag mal deine Kursteilnehmerin, ob die Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Ich hatte nach dem Eisprung einen Mangel an Progesteron (zeigt sich auch durch geschwollene schmerzempfindliche Brüste, Unwohlsein...). Seither nehme ich täglich Möchspfeffer ein (Agnucaston oder Agnus Castus AL). Das ist rein pflanzlich und rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten. Ein bis zwei Monate nach der ersten Einnahme verschwanden die Blutungen vollständig und ich habe seither einen sehr regelmäßigen Zyklus.
Meiner Einschätzung nach könnten die Symptome aber auch durch Stress und körperliche Überanstrengung verstärkt werden. Ich habe mein Fitness - Program auch aus anderen Gründen "zurückgefahren" und praktiziere seither eher sanften Yoga (Rückenyoga...).
Ich denke mal, dass Yoga sich postiv auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirkt.
Auf jeden Fall sollte deine Kursteilnehmerin einen Frauenarzt aufsuchen.

Herzliche Grüße
Elke
Om Om Hamsa,

ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort die auf jeden Fall schon sehr weiterhilft. Ich habe mit der Teilnehmerin gesprochen; sie hat die folgenden Antworten gegeben:
Es hält zwei Tage an und ist dann weg. Es ist kein Tampon nötig, da es ein Kleks ist. Farbe rot/bräunlich. Leichte Schleimbildung (letzte Woche ging ein Schleim ab - 2 cm- danach war es auch weg). Keine Schmerzen. Keine Kinder, keine OP`s in dem Bereich, keine Ausschabung.
Prinzipiell friert die Teilnehmerin leicht. In ihrem Leben gab es in letzter Zeit viele Veränderungen. Erst Trennung nach vielen Jahren, dann kürzlich ein neuer Partner.
Sie fühlt keine energetische Leere.
Gibt es bestimmte Übungen, die man Deiner Meinung nach in diesem Zusammenhang meiden sollte oder Übungen die besonders hilfreich wären?

Liebe Grüße

Kerstin
Hallo liebe Elke,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort. Die Blutungen sind nicht nur in der zweiten Zyklushälfte sondern wöchentlich nach jeder Yogastunde.

Wir üben nicht besonders anstrengend, da es ja ein Anfängerkurs ist.

Ich werde ihr aber auf jeden Fall raten, es ärztlich abklären zu lassen und auch die Möglichkeit der Einnahme von Mönchspfeffer zu besprechen.

Liebe Grüße

Kerstin
Liebe Steffi,

ganz herzlichen Dank. Ich werde das auf jeden Fall empfehlen.

Liebe Grüße nach Münster

Kerstin
OM Namah Shivaya Kerstin,

vielen Dank für die Zusatzinformationen. Ohne das nun noch weiter zu verkomplizieren, denn natürlich würde ich noch viele weitere Fragen stellen, um zu einer präzisen Diagnose zu kommen, aber das ist für deinen Yogaunterricht natürlich nicht erforderlich. Sie sollte vorsichtshalber Ihre/n Frauenarzt/ärztin konsultieren, wegen des Schleims v.a. wenn das häufiger auftritt.
Zunächst würde ich Ernährungsberatung durchführen :-) v.a. "schleimiges" meiden - also Milchprodukte, Nudeln und Süßigkeiten usw. Dann wäre warmes Wasser trinken über den ganzen Tag positiv (meiden von Kaffee, Tee, Gewürztee) - gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist das für sie sicherlich wohltuend. Die Ernährung mehr warm, mehr suppig, mehr nährend (morgens Kaiser, mittags König, abends Bettelmann). Und Bewegung - also auch Asana-Praxis tut ihr gut.
Für Hatha Yoga würde ich mehr Pranayama empfehlen (v.a. Wechselatmung ohne forciertes Anhalten). Bei/während der Praxis sollte sie Visualisierungstechniken, bei denen Energien/Bewußtsein nach unten fließen sollen reduzieren und stattdessen direkt Muladhara und/oder Swadhistana Chakra visualisieren (also stärken der beiden Chakren und Yantra, Bija, Farbe, Ort vorstellen ja nach persönlichem Bezug). Verstärkend kann sie die Energien nach oben fließen lassen, das wird ja meistens ohnehin angesagt - nur sollte sie immer einfach von den beiden Chakren ausgehen und nach oben ziehen. Alternativ auch einfach auf Sahasrara konzentrieren und dabei visualisieren, dass die Energie von dort nach oben fließt. Gut sind auch passende Mudras.
Bei den Asanas, würde ich darauf achten, dass sie keine intensiven Bauchpressen macht, aber gut wäre "Beckenboden-aktivierendes" - das unterstützt die haltende Tätigkeit. Das alles kann sie für sich gut in die allgemeine Asana-Praxis deiner Stunden einbauen. Darüber hinaus wird es etwas komplexer, denn ein individuelles Programm passt ja nicht in deine Stunde hinein und das müßte man mit ihr zusammen ausarbeiten.
Ich hoffe das konnte dir ein bißchen helfen.
Herzliche Grüße
Hamsa

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