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Hallo,
ich habe seit einer Woche starke Schmerzen im Bein was wohl vom Rücken kommt es ist gespritzt worden und Medikamente.
Wollte heute eigentlich Yoga aber die Ärztin meinte das ich es nicht machen sollte.
Nun meine Frage, gibt es spezielle Übungen die mir helfen würden. Die Diagnose lautet Akute Lumbago bei mäßigen deg. Veränderungen, Schmerz.
Danke.
elly

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

hallo elly,

sämtliche varianten von supta padangusthasana , auf dem rücken liegend die beinrückseite dehnend, schaffen raum im lumbalbereich und sind , auch wenn man " versehrt " ist, gut zu üben.

wenn du zur hohlkreuzfraktion gehörst :

den bereich des unteren rückens sollte man immer längen, sprich, das steißbein richtung fersen arbeiten , um ebenfalls raum zu schaffen - ein hohlkreuz macht eng im unteren rücken.

oftmals ist es so, dass die ärzte, die dir raten, nicht yoga zu üben, eigentlich gar nicht wissen, was yoga genau ist.....

hast du dauerhaft schmerzen, u.u.. gar verbunden mit taubheitsgefühlen , würde ich eine zweitmeinung einholen, ggf. vom osteopathen oder heilpraktiker.


letztendlich :

sei achtsam mit dir, beobachte, schau, was dir guttut....

gute besserung !

christa
Sich manchmal an einer Leiter Aushängen lassen, hat auch seine Wirkung. om
Liebe Elly,

aus meiner langjährigen Erfahrung heraus möchte ich zunächst einmal bei allen "Rückengeschichten" zur Vorsicht raten. Es gibt durchaus Schweregrade bei denen man sogar von Yogapraxis absehen sollte. Damit ist grundsätzlich nicht zu spaßen, da sich daraus jede Menge Ärger entwickeln kann. Dennoch besteht grds. kein Grund daran zu verzweifeln. Dennoch sollte man sich immer zunächst durch eine medizinisch-orthopädische Untersuchung über das tatsächliche Ausmaß informieren. Insbesondere bei dauerhaften Schmerzen in Verbindung mit Taubheitsgefühlen, oder auch nur deutliche Taubheitsgefühle, die in die Beine ausstrahlen, sprechen für neurologische Ausfallerscheinungen, so dass die Meinung eines Neurologen eingeholt werden sollte. Hierbei könnte ein Bandscheibenvorfall vorliegen, dessen typische Symptomatik das ist, so dass die Hilfe eines Ostheopathen oder Heilpraktikers je nach Ausprägung desselben nur bedingt nützlich sein könnte.

Unabhängig von den Tipps meiner Vorgänger hier im Strang möchte ich dazu noch Folgendes ganz im Allgemeinen schreiben:
Unter das, was der Mediziner "Lumbago" oder "LWS-Syndrom" nennt fällt so ziemlich alles was der Volksmund so als "Hexenschuss", also ein plötzlich einschießender Schmerz im LWS- (Lendenwirbel-) Bereich, oder "Ischias" (Nervenschmerzen des gleichnamigen Nervs), oder auch "ich habe Rücken", bezeichnet. Um nun präzise Übungen nennen zu können, die hier hilfreich sein könnten, wäre es schon ganz gut genau zu wissen, worum es sich speziell handelt, da alle genannten Symptome feine Unterschiede voneinander haben, die auch eine unterschiedliche Verfahrensweise damit bedingen können.
Gibt es bereits erkennbare, aber zum Glück noch nicht stark ausgeprägte degenerative, also Abnutzungserscheinungen, vermutlich an den Wirbelkörpern und/oder den dazwischen befindlichen Bandscheiben, so bedeutet das, man sollte auch die eigene Ernährung entsprechend einrichten (keine Fertignahrung sondern Frischkost, möglichst wenig Fleisch oder wenigstens dunkles Fleisch, alles was Harnsäure enthält meiden) und die Belastungen der Wirbelsäule möglichst minimieren, ohne jedoch dabei die Bewegung oder die Beanspruchung völlig einzustellen. Der Mensch ist ein "Bewegungstier" und auch bei Unterbelastung gibt's unter Umständen Schwierigkeiten, da Muskeln dabei nachlassen und die Knochensubstanz u.U. schwindet, welche auf Belastung angewiesen ist um substanzielle Festigkeitzu erhalten. Also sollte man auch bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates die Bewegung nie ganz einstellen, sondern, sanfte, weniger belastende Bewegungsformen wählen.
Um, wie Christa es oben nannte, Raum im unteren Rücken zu schaffen, wirken insbesondere die sogenannten Krokodilsübungen im Liegen bei Ischias- und LWS-Problemen entlastend und werden von den Teilnehmern meiner Rücken-Yoga-Kurse als sehr angenehm empfunden:

Standardvariante: (Nur bei Schmerzfreiheit ausführen, oder solange sich dabei die eventuell vorhandenen Schmerzen noch gut ertragen lassen und sich diese im Anschluss vermindern. Verstärken sich die Schmerzen, von der weiteren Ausführung zunächst absehen und weiteren fachkundigen Rat einholen.)

1. In der Rückenlage die Augen schließen und die Beine anwinkeln und mit den Füßen so nah an den Körper rücken, dass diese entspannt mit der ganze Fußsohle vor diesem zum Stehen kommen. Die Knie (Ober- und Unterschenkel) bilden dabei etwa einen 90°-Grad-Winkel.
2. Die Arme dabei auf Schulterhöhe mit zum Boden gewandten Handinnenflächen entspannt flach auf dem Boden plazieren, so dass diese mit dem Körper ein T bilden.
3. Dann mit der Ausatmung die sich leicht berührenden Knie zusammen langsam nach rechts sinken lassen, während sich der Kopf mit dem Kinn gleichzeitig zur linken Schulter dreht (dabei den Hals nicht knicken sondern nur um die Längsachse der Wirbelsäule drehen). In der Endposition ist darauf zu achten, dass a) nicht mit Muskelkraft nachgedrückt wird, sollte das untere Knie den Boden noch nicht berühren und vor allem darauf geachtet wird, dass b) beide Schulterblätter, (d.h. der Rücken etwa bis zur Hälfte), in der sanften Dehnung der Endposition auf dem Boden bleiben. Letzteres ist wichtig dafür, dass sich die gewünschte Dehnung an der richtigen Stelle des Rückens befindet. Ein paar Atemzüge normal weiteratmen und in der Endsstellung verweilen. Zu Beginn drei, später dann vier und fünf vollständige Atemzüge (ein und aus) so liegenbleiben.
4. Als Nächstes einatmend die Knie und den Kopf zurück zur Ausgangsposition mit angewinkelten Knien bewegen und ausatmend zur gegenüber liegenden Seite sinken lassen und den Angaben unter 3. Folge leisten.
5. Im Ganzen drei bis fünf Durchgänge ausführen.
6. Zum Ausklang die Augen noch geschlossen halten und der Übung ein paar Momente innerlich nachspüren...

Immer nur das tun, was einem spürbar guttut...


Gute Besserung
OM shantih
Detlef
Danke, für die tollen Tipps werde sie auf jeden fall ausprobieren, und es wird nun auch langsam besser, ob es nun von den Medikamenten kommt oder von dem einmal Krankengymnastik...ich denke ich sollte öfter wie einmal die Woche Yoga ausüben...halt zu hause auch.
Gruß
Elly

Detlef schrieb:
Liebe Elly,

aus meiner langjährigen Erfahrung heraus möchte ich zunächst einmal bei allen "Rückengeschichten" zur Vorsicht raten. Es gibt durchaus Schweregrade bei denen man sogar von Yogapraxis absehen sollte. Damit ist grundsätzlich nicht zu spaßen, da sich daraus jede Menge Ärger entwickeln kann. Dennoch besteht grds. kein Grund daran zu verzweifeln. Dennoch sollte man sich immer zunächst durch eine medizinisch-orthopädische Untersuchung über das tatsächliche Ausmaß informieren. Insbesondere bei dauerhaften Schmerzen in Verbindung mit Taubheitsgefühlen, oder auch nur deutliche Taubheitsgefühle, die in die Beine ausstrahlen, sprechen für neurologische Ausfallerscheinungen, so dass die Meinung eines Neurologen eingeholt werden sollte. Hierbei könnte ein Bandscheibenvorfall vorliegen, dessen typische Symptomatik das ist, so dass die Hilfe eines Ostheopathen oder Heilpraktikers je nach Ausprägung desselben nur bedingt nützlich sein könnte.

Unabhängig von den Tipps meiner Vorgänger hier im Strang möchte ich dazu noch Folgendes ganz im Allgemeinen schreiben:
Unter das, was der Mediziner "Lumbago" oder "LWS-Syndrom" nennt fällt so ziemlich alles was der Volksmund so als "Hexenschuss", also ein plötzlich einschießender Schmerz im LWS- (Lendenwirbel-) Bereich, oder "Ischias" (Nervenschmerzen des gleichnamigen Nervs), oder auch "ich habe Rücken", bezeichnet. Um nun präzise Übungen nennen zu können, die hier hilfreich sein könnten, wäre es schon ganz gut genau zu wissen, worum es sich speziell handelt, da alle genannten Symptome feine Unterschiede voneinander haben, die auch eine unterschiedliche Verfahrensweise damit bedingen können.
Gibt es bereits erkennbare, aber zum Glück noch nicht stark ausgeprägte degenerative, also Abnutzungserscheinungen, vermutlich an den Wirbelkörpern und/oder den dazwischen befindlichen Bandscheiben, so bedeutet das, man sollte auch die eigene Ernährung entsprechend einrichten (keine Fertignahrung sondern Frischkost, möglichst wenig Fleisch oder wenigstens dunkles Fleisch, alles was Harnsäure enthält meiden) und die Belastungen der Wirbelsäule möglichst minimieren, ohne jedoch dabei die Bewegung oder die Beanspruchung völlig einzustellen. Der Mensch ist ein "Bewegungstier" und auch bei Unterbelastung gibt's unter Umständen Schwierigkeiten, da Muskeln dabei nachlassen und die Knochensubstanz u.U. schwindet, welche auf Belastung angewiesen ist um substanzielle Festigkeitzu erhalten. Also sollte man auch bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates die Bewegung nie ganz einstellen, sondern, sanfte, weniger belastende Bewegungsformen wählen.
Um, wie Christa es oben nannte, Raum im unteren Rücken zu schaffen, wirken insbesondere die sogenannten Krokodilsübungen im Liegen bei Ischias- und LWS-Problemen entlastend und werden von den Teilnehmern meiner Rücken-Yoga-Kurse als sehr angenehm empfunden:

Standardvariante: (Nur bei Schmerzfreiheit ausführen, oder solange sich dabei die eventuell vorhandenen Schmerzen noch gut ertragen lassen und sich diese im Anschluss vermindern. Verstärken sich die Schmerzen, von der weiteren Ausführung zunächst absehen und weiteren fachkundigen Rat einholen.)

1. In der Rückenlage die Augen schließen und die Beine anwinkeln und mit den Füßen so nah an den Körper rücken, dass diese entspannt mit der ganze Fußsohle vor diesem zum Stehen kommen. Die Knie (Ober- und Unterschenkel) bilden dabei etwa einen 90°-Grad-Winkel.
2. Die Arme dabei auf Schulterhöhe mit zum Boden gewandten Handinnenflächen entspannt flach auf dem Boden plazieren, so dass diese mit dem Körper ein T bilden.
3. Dann mit der Ausatmung die sich leicht berührenden Knie zusammen langsam nach rechts sinken lassen, während sich der Kopf mit dem Kinn gleichzeitig zur linken Schulter dreht (dabei den Hals nicht knicken sondern nur um die Längsachse der Wirbelsäule drehen). In der Endposition ist darauf zu achten, dass a) nicht mit Muskelkraft nachgedrückt wird, sollte das untere Knie den Boden noch nicht berühren und vor allem darauf geachtet wird, dass b) beide Schulterblätter, (d.h. der Rücken etwa bis zur Hälfte), in der sanften Dehnung der Endposition auf dem Boden bleiben. Letzteres ist wichtig dafür, dass sich die gewünschte Dehnung an der richtigen Stelle des Rückens befindet. Ein paar Atemzüge normal weiteratmen und in der Endsstellung verweilen. Zu Beginn drei, später dann vier und fünf vollständige Atemzüge (ein und aus) so liegenbleiben.
4. Als Nächstes einatmend die Knie und den Kopf zurück zur Ausgangsposition mit angewinkelten Knien bewegen und ausatmend zur gegenüber liegenden Seite sinken lassen und den Angaben unter 3. Folge leisten.
5. Im Ganzen drei bis fünf Durchgänge ausführen.
6. Zum Ausklang die Augen noch geschlossen halten und der Übung ein paar Momente innerlich nachspüren...

Immer nur das tun, was einem spürbar guttut...


Gute Besserung
OM shantih
Detlef


elly schrieb:
Danke, für die tollen Tipps werde sie auf jeden fall ausprobieren, und es wird nun auch langsam besser, ob es nun von den Medikamenten kommt oder von dem einmal Krankengymnastik...ich denke ich sollte öfter wie einmal die Woche Yoga ausüben...halt zu hause auch.
Gruß
Elly

Detlef schrieb:
Liebe Elly,

aus meiner langjährigen Erfahrung heraus möchte ich zunächst einmal bei allen "Rückengeschichten" zur Vorsicht raten. Es gibt durchaus Schweregrade bei denen man sogar von Yogapraxis absehen sollte. Damit ist grundsätzlich nicht zu spaßen, da sich daraus jede Menge Ärger entwickeln kann. Es besteht grds. kein Grund daran zu verzweifeln. Dennoch sollte man sich immer zunächst durch eine medizinisch-orthopädische Untersuchung über das tatsächliche Ausmaß informieren. Insbesondere bei dauerhaften Schmerzen in Verbindung mit Taubheitsgefühlen, oder auch nur deutliche Taubheitsgefühle, die in die Beine ausstrahlen, sprechen für neurologische Ausfallerscheinungen, so dass die Meinung eines Neurologen eingeholt werden sollte. Hierbei könnte ein Bandscheibenvorfall vorliegen, dessen typische Symptomatik das ist, so dass die Hilfe eines Ostheopathen oder Heilpraktikers je nach Ausprägung desselben nur bedingt nützlich sein könnte.

Unabhängig von den Tipps meiner Vorgänger hier im Strang möchte ich dazu noch Folgendes ganz im Allgemeinen schreiben:
Unter das, was der Mediziner "Lumbago" oder "LWS-Syndrom" nennt fällt so ziemlich alles was der Volksmund so als "Hexenschuss", also ein plötzlich einschießender Schmerz im LWS- (Lendenwirbelsäulen-) Bereich, oder "Ischias" (Nervenschmerzen des gleichnamigen Nervs), oder auch "ich habe Rücken", bezeichnet. Um nun präzise Übungen nennen zu können, die hier hilfreich sein könnten, wäre es schon ganz gut genau zu wissen, worum es sich speziell handelt, da alle genannten Symptome feine Unterschiede voneinander haben, die auch eine unterschiedliche Verfahrensweise damit bedingen können.
Gibt es bereits erkennbare, aber zum Glück noch nicht stark ausgeprägte degenerative, also Abnutzungserscheinungen, vermutlich an den Wirbelkörpern und/oder den dazwischen befindlichen Bandscheiben, so bedeutet das, man sollte auch die eigene Ernährung entsprechend einrichten (keine Fertignahrung sondern Frischkost, möglichst wenig Fleisch oder wenigstens dunkles Fleisch, alles was Harnsäure enthält meiden) und die Belastungen der Wirbelsäule möglichst minimieren, ohne jedoch dabei die Bewegung oder die Beanspruchung völlig einzustellen. Der Mensch ist ein "Bewegungstier" und auch bei Unterbelastung gibt's unter Umständen Schwierigkeiten, da Muskeln dabei nachlassen und die Knochensubstanz des Bewegungsapparates u.U. schwindet, welche, ähnlich wie die Muskulatur auf Belastung angewiesen ist um substanzielle Festigkeitzu erhalten. Also sollte man auch bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates die Bewegung nie ganz einstellen, sondern, sanfte, weniger belastende Bewegungsformen wählen.
Um, wie Christa es oben nannte, Raum im unteren Rücken zu schaffen, wirken insbesondere die sogenannten Krokodilsübungen im Liegen bei Ischias- und LWS-Problemen entlastend und werden von den Teilnehmern meiner Rücken-Yoga-Kurse als sehr angenehm empfunden:

Standardvariante: (Nur bei Schmerzfreiheit ausführen, oder solange sich dabei die eventuell vorhandenen Schmerzen noch gut ertragen lassen und sich diese im Anschluss vermindern. Verstärken sich die Schmerzen, von der weiteren Ausführung zunächst absehen und weiteren fachkundigen Rat einholen.)

1. In der Rückenlage die Augen schließen und die Beine anwinkeln und mit den Füßen so nah an den Körper rücken, dass diese entspannt mit der ganze Fußsohle vor diesem zum Stehen kommen. Die Knie (Ober- und Unterschenkel) bilden dabei etwa einen 90°-Grad-Winkel.
2. Die Arme dabei auf Schulterhöhe mit zum Boden gewandten Handinnenflächen entspannt flach auf dem Boden plazieren, so dass diese mit dem Körper ein T bilden.
3. Dann mit der Ausatmung die sich leicht berührenden Knie zusammen langsam nach rechts sinken lassen, während sich der Kopf mit dem Kinn gleichzeitig zur linken Schulter dreht (dabei den Hals nicht knicken sondern nur um die Längsachse der Wirbelsäule drehen). In der Endposition ist darauf zu achten, dass a) nicht mit Muskelkraft nachgedrückt wird, sollte das untere Knie den Boden noch nicht berühren und vor allem darauf geachtet wird, dass b) beide Schulterblätter, (d.h. der Rücken etwa bis zur Hälfte), in der sanften Dehnung der Endposition auf dem Boden bleiben. Letzteres ist wichtig dafür, dass sich die gewünschte Dehnung an der richtigen Stelle des Rückens befindet. Ein paar Atemzüge normal weiteratmen und in der Endsstellung verweilen. Zu Beginn drei, später dann vier und fünf vollständige Atemzüge (ein und aus) so liegenbleiben.
4. Als Nächstes einatmend die Knie und den Kopf zurück zur Ausgangsposition mit angewinkelten Knien bewegen und ausatmend zur gegenüber liegenden Seite sinken lassen und den Angaben unter 3. Folge leisten.
5. Im Ganzen drei bis fünf Durchgänge ausführen.
6. Zum Ausklang die Augen noch geschlossen halten und der Übung ein paar Momente innerlich nachspüren...

Immer nur das tun, was einem spürbar guttut...


Gute Besserung
OM shantih
Detlef

Freut mich, dass es Dir schon wieder etwas besser geht. Ich habe in diesem Zitat, weil der Ursprungsbeitrag sich nicht mehr ändern ließ, meinen Beitrag noch mal etwas präzisiert und an ein paar Stellen geändert.

Ergänzung: Mental induzierte, korporale Entspannung (Geistig hervorgerufene, körperliche Entspannung)
Es ist in diesen Fällen auch oft hilfreich in der Rückenentspannungslage zunächst eine möglichst entspannte Haltung einzunehmen und dann die Entspannung mental zu intensivieren, entweder im Anschluss an die Krokodilsübungen oder sogar unabhängig davon.
Man richtet die Aufmerksamkeit bei geschlossenen Augen auf die allein, oder durch den Schmerz verspannte Stelle der Muskulatur im Bereich des Ursprungsproblems, das durchaus auch einzig aus in einer extremen Kontraktion der Muskulatur im LWS-Bereich bestehen kann. Dabei wird sich durch die Fokussierung des Bewusstseins darauf zunächst der Schmerz möglicherweise intensivieren, woran man erkennt, dass die Aufmerksamkeit auf die richtige Zone gerichtet ist. Dann das Bewusstsein dort halten und mit jeder weiteren Ausatmungsphase nachgeben, loslassen und den Bereich entspannen lassen. Es kann eine Weile dauern, aber auch auf diese Art lässt sich eine merkliche Linderung derartiger Probleme erreichen, da allein das Richten der Aufmerksamkeit auf einen verspannten muskulären Bereich, mit der Intention diesen zu lockern, zu dessen Entspannung beitragen kann, jedenfalls dann, wenn die Kontrakton der daran beteiligten Muskulatur nicht so stark ist, dass sich diese nur noch medikamentös lösen lässt.

Allen ein gesundes Leben
Detlef
Akute Lumbago kann auch eine Bandscheibenvorwölbung oder ein Bandscheibenvorfall (der je nach Alter und Zustand der Bandscheibe unterschiedlich schmerzhaft verläuft) sein. Dies würde ich bei einem Orthopäden abklären lassen. Je nach dem, wo der Schmerz ins Bein ausstrahlt, kann er genau sagen, welcher Lendenwirbelbereich betroffen ist. In diesem Fall würde dir ein Osteopath sehr weiter helfen.
Solange dies nicht geklärt ist, würde ich mit Vorwärtsbeugen sehr vorsichtig sein, damit die Bandscheibe nicht noch mehr auf den Nerv gepresst wird. Besser sind Rückbeugen, v.a. die Kobra, die man auch bei einem akuten Bandscheibenvorfall machen kann, auch mehrmals am Tag und zwar dynamisch, aber sehr sanft. Durch die Rückbeuge wird die Bandscheibe wieder nach innen gezogen und durch die Bewegung der Wirbelsäule wird Wasser in die Bandscheiben gepumpt. Damit wird sie wieder elastisch, flexibel und belastbarer und gewinnt wieder an Volumen. Noch ein Tipp: viel Wasser (ohne Kohlendioxid) trinken, keinen Kaffee, keine zuckerhaltigen Getränke und viel Ruhe!!
Um jede Möglichkeit eines Missverständnisses auszuschließen hier zunächst noch eine Präzisierung meines Beitrags die Bemerkungen zur Ernährung betreffend: Gemeint ist natürlich "möglichst wenig Fleisch oder wenigstens wenig dunkles Fleisch (oder gar keins), alles was Harnsäure enthält meiden)." Das "wenig" soll sich auf beide vorhandenen Substantive Fleisch beziehen, was bei nur einmaliger Verwendung durchaus zu Missverständnissen führen könnte, die nun hoffentlich ausgeräumt sind.

In Ergänzung zu Etis Beitrag hier noch einige kurze Anmerkungen dazu, warum Entspannung in Rückenlage für die Bandscheiben wichtig ist:
Wie Eti schon geschrieben hat wird bei Druck auf die Bandscheiben Flüssigkeit, im wesentlichen Wasser, herausgepresst und diffundiert. Die Bandscheiben saugen bei Entlastung im Liegen, also auch beim Schlafen, die Flüssigkeit wieder auf. Längere Liegephasen können somit von entscheidender Bedeutung sein.
Dieses Wechselspiel zwischen Auspressen und Aufsaugen ist der einzige Vorgang über den die Bandscheiben mit Nährstoffen versorgt werden, da sie etwa ab dem 20. Lebensjahr, sozusagen mit Ausklang des Wachstums, keine Blutgefäße mehr besitzen. Dieser Druckwechsel zwischen Be- und Entlastung ist demzufolge eine Grundvoraussetzung für den Stoffwechsel der Bandscheiben, woraus ersichtlich ist, dass vernünftige Bewegung bis ins fortgeschrittene Alter von ausschlaggebender Bedeutung für die Gesunderhaltung ist, nicht nur für Muskeln und Gelenke, sondern auch für die Wirbelsäule.
Zu Vorsicht ist auch bei akuten Bandscheibenproblemen in Form einer Vorwölbung geraten, deren genaues Ausmaß zunächst festgestellt werden sollte, auch bevor man eine Übung wie die Kobra als Gegendruckbewegung zu dem "Vorfall" macht, was bei geringfügigen Vorwölbungen grds. durchaus möglich ist. Je nach Ausprägung und Schadensstelle der jeweiligen Bandscheibe, insbesondere bei vorhandener Fehlstellung der Wirbelsäule kann es durchaus passieren, dass man anstatt die Bandscheibe an ihren Ursprungsort zurückzubefördern den Schaden noch vergrößert. Ist die Bandscheibe bereits beschädigt und der gallertartige Kern ausgetreten, also ein echter Bandscheibenvorfall eingetreten der auf einen Nerv drückt, und nicht "nur" eine schadensgeneigte Vorwölbung, sollte man auch auf die Durchführung einer Kobra verzichten und den Vorfall zunächst, falls erforderlich, mikroinvasiv beseitigen lassen.

Allen ein gesundes Leben
Detlef
ich habe mit der Kobra, natürlich sehr vorsichtig ausgeführt, sehr gute Erfahrung gemacht bei meinem Bandscheibenvorfall, LWS5/K1, aber wie gesagt, vorher mit dem Orthopäden und dem Osteopathen abklären.
Zu einem Eingriff würde ich niemals raten. Bandscheibenvorfälle heilen auch ohne gut ab und Eingriffe sind nur wichtig, wenn kein Gefühl mehr in den Beinen ist. Ein Unfallmediziner hat mir gesagt, dass er heute genau so viele Operationen wegen Komplikationen von Bandscheibenoperationen macht, wie Bandscheibenoperationen. Es bildet sich häufig Narbengewebe, das noch mehr auf den Nerv drückt, als die Bandscheibe, die sich nach einiger Zeit und mit viel Übung von alleine wieder zurückzieht.
Wie ich schon schrieb, Eingriff nur wenn erforderlich, bei erheblichem Druck auf Nerven, also dem Bestehen signifikanter neurologischer Ausfälle. Um es noch deutlicher auszudrücken, da gehe ich mit Eti konform, sollte ein solcher Eingriff natürlich, nach Ausschöpfen aller anderen, die letzte aller in Betracht zu ziehenden Möglichkeiten sein, und wenn, dann, wie erwähnt, mikroinvasiv, also mit geringster Einwirkung auf den Körper, sprich endoskopisch.
Was die Selbstbehandlungsgsmöglichkeiten betrifft sollte man sauber zwischen einer lediglichen Vorwölbung und einem tatsächlichen Austreten des Kerns einer Bandscheibe trennen. Nur Letzteres ist ein Bandscheibenvorfall und der kann einer Selbstbehandlung durchaus unzugänglich sein. Also, in dem Punkt scheinen wir uns alle einig, immer zuerst entsprechenden Fachlichen Rat durch Orthopäden/Neurologen einholen und bei Zweifeln ruhig eine fachliche Zweitmeinung zu Rate ziehen.

Allen ein gesundes Leben
Detlef

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