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Liebes Yoga Therapie team

Ich habe eine Kursteilnehmerin in meinem Yogakurs, die unter Polineuropathie in ihren Füßen und Beinen leidet. Sie fragt, ob sie mit Yoga etwas für einen Muskelaufbau in den Beinen tun kann. Sie kann nicht lange stehen und ihr "Trainingszustand" ist schwach.
Welche Asanas kann ich mit ihr machen?

Tags: Polineuropathie

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Jyoti,

Deine Kursteilnehmerin kann alles das machen, was sie überhaupt noch möglich ist. Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystem und ist meist mit großen Gefühlsstörungen und Schmerzen verbunden, oft auch mit Muskelschwäche. Je nachdem wie ausgeprägt die Symptome sind, wird sie nicht alles mitmachen können (z. B. Einbeinstand), sie muss lernen auf ihren Körper zu achten und zu spüren, was ihr gut tut. Du solltest allerdings beachten, dass die Polyneuropathie meist aufgrund einer anderen Erkrankung auftritt, z.B. nach Chemotherapie, bei Diabetes mellitus, Gefäßerkrankungen, rheumatischen Erkrankungen usw., sodass man sich auch unbedingt daran orientieren und die Übungen entsprechend auswählen solltest...

Ich habe die Erfahrung mit Betroffenen gemacht, dass Yoga bei der Schmerzbewältigung helfen kann. Allein die Entspannung wird Deiner Teilnehmerin gut tun. Die Asanas stehen hier ganz im Hintergrund. Ich verbinde viele Asanas mit der Atmung, sodass der Atemfluss die Bewegung unterstützt (Flow-Yoga). Die Konzentration auf die Atmung lenkt von den Schmerzen ab und kann dann später auch im Alltag helfen zu entspannen. Es ist eine tolle Leistung, dass die Frau überhaupt in Deinen Kurs kommt.

Ich habe auch eine gute Freundin, die eine Polyneuropathie hat, sie kann ihren Fuß zum Beispiel nicht auf den Zehenspitzen im Vierfüßlerstand aufsetzen, stattdessen legt sie den Fuß dann auf dem Fußrücken ab oder wir unterlagern den Unterschenkel, sodass der Fuß nicht mehr mit dem Boden in Berührung kommt und so kann sie dann fast alles mitmachen. Sie kommt zwei Mal die Woche zum Yoga und liebt es...

Ermutige Deine Kursteilnehmerin einfach das zu tun, was ihr gut tut...
Ganz liebe Grüße von der sonnigen Mosel!
Namasté,

Petra
Liebe Petra,
vielen Dank für deine Antwort.
Auch ich finde es bewundernswert, dass meine KT sich für Yoga entschieden hat.
Sie macht so ihre ersten Erfahrungen mit Entspannung, Körperwahrnehmung, die nicht automatisch mit Schmerzen einhergeht.
Ihre Yogamatte ist ihr Universum in der Yogastunde und bei den Asanas entscheidet sie selbst, was und wie sie es machen möchte. Die Krokodilsvarianten tun ihr gut und auch die Parvanmuktasanas Reihe, bei den Entspannungtechniken am Ende der Stunde genießt sie nach der körperlichen Entspannung auch gerneFantasiereisen.
Ich glaube, dass wir so auf einem guten Weg sind.

Alles Liebe und schöne Ostertage Jyoti Uta Zohren
Liebe Petra,

... vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen! Ich hab z.Z. keine betroffenen TeilnehmerInnen, aber man weiß ja nie ...! OM LG Durga
LIEBE JYOTI
, meine, man müsste unterscheiden zwischen Nervenschädigung und Muskelschwäche
Falls eine Chemo stattgefunden hat, kommt es darauf an, wie lange ist diese her? Ist sie nicht so lange her, können sich manche Nerven wieder regenerieren, manche nicht.
Muskelaufbau in den Beinen fördern: Bei jeder Gelegenheit radfahren, Fußübungen in jede Yogastunde einbauen,
besser länger stehen: der Powerstand - leicht in die Knie gehen, Brust raus
Zehennerven stimulieren mit indischen Zehenringen- ausprobieren, die Hockeübung ist sehr gut,nicht aufgeben

Yashoda
Hari Om, Liebe Jyoti,

Wie geht es deiner Teilnehmerin inzwischen?
Vielleicht wäre der Mondgruß für sie auch ganz passend - er wirkt entspannend und heilungsfördernd und stärkt die Kraft in den Beinen.
Hier ein Link:
http://www.yoga-vidya.de/fileadmin/yv/Yogatherapie/Reihen_PDFs/Chan...

Lieben Griß
Viola

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