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Erkenntnisse gibt es nur im jetztt! Lebe den Augenblick! Nur das jetzt zählt!

Ich mag solche Sätze nicht mehr lesen, ich mag sie nicht mehr hören!!!!

Denn:
Auch die Vergangenheit ist wichtig! Was wäre ich ohne Vergangenheit?
Da sind z.B. die Erinnerungen. Nein, nicht die oder warum auch nicht, die schön gefärbten und nicht die oder vielleicht doch, die ins unglückliche verbrämten. Die Erinnerungen an das was war, an das was ich aus meinem Leben erinnern kann.Vielleicht habe ich noch Bilder dazu im Kopf oder habe Bilder im Album, die ich anschauen kann.

Auch die Zukunft ist wichtig. Zugegeben sie ist noch nicht Wirklichkeit geworden. Aber was wäre ich z.B. ohne meine Träume. Meine Träume von der großen Liebe zu einer Frau, vom Millionen Lottogewinn, von Gesundheit und Glück.

Also bitte nicht immer dem jetzt hinter her jagen und dich selbst bestrafen, wenn du wieder mal nicht im jetzt warst!!

Lebe dein kompelettes Leben!

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Hallo Hans-Joachim

Erkenntnisse gibt es nur im jetzt! Lebe den Augenblick! Nur das jetzt zählt!

Du schreibst zwar, dass du solche Sätze nicht mehr hören, bzw. lesen magst, und ich sehe auch, dass das Gerede darüber sehr nerven kann, vor allem wenn man sich gerade mit ungelösten Problemen herumschlagen muss und es sehr schwer fällt gedanklich und mental in der Gegenwart zu bleiben. Mir hat allerdings ein Buch von Eckhart Tolle ein wirkliches Aha-Erlebnis beschert. Beim Lesen von "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" ist mir der immense Nutzen der Kraft der Gegenwart quasi wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich habe da erst begriffen, dass es nicht darum geht Probleme auszuklammern, nicht mehr darüber nachzudenken, die Vergangenheit zu verleugnen oder zu verklären. Es geht um so viel mehr. Eine einfache Weisheit im Zen sagt in etwa: Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich nachdenke, denke ich nach....
Man findet zu einem intensiveren, bewussteren Leben wenn man so oft es einem möglich ist, sich seiner Gedanken bewusst wird, wenn man erstmal bemerkt, wann man unaufmerksam, unkonzentriert arbeitet. Niemand ist perfekt, wir haben alle unsere Fehler, Schwächen, Stärken. Mir jedenfalls hilft es sehr, wenn ich feststelle, dass meine Wahrnehmung nicht ungeteilt bei einer Sache ist. Ich kann mich heute viel schneller aus Situationen in denen ich nervös, ungeduldig oder gereizt bin zurück holen, weil mir der Grund meiner Ungeduld durch Aufmerksamkeit klar wird. Ich erkenne zum Beispiel, dass ich gerade etwas mache, was ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt tun sollte... Viele Dinge tun wir völlig unbewusst. Zum Beispiel ertappe ich mich gerade dabei, dass ich während des Nachdenkens wie ich weiter formulieren möchte an meinen Nägeln herumkaue, völlig überflüssig, später ärgere ich mich darüber;) gut, dass ich es noch rechtzeitig bemerkt habe...
Liebe Grüße
Lupine

Lieber Hans-Joachim,

die Podcast sind eine Art Hobby von Sukadev.

Sind nicht leicht zu finden.

Schau mal auf: https://www.podcast.de/podcast/7439/

Dort gibt es noch mehr.

Gruß - Nanga Parbat

Für mich, glaube ich, genügt es erst mal eine Nummer kleiner. Einfach mal das Tablet und das Handy ausschalten, weglegen
und mal komplett "offline" sein.
Mich umschauen und meine Umgebung bewusst wahrnehmen, durchatmen, zur Ruhe kommen.
Wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin. mich voll und ganz auf mein Gegenüber konzentrieren, nicht nur "mit halbem Ohr", sondern richtig zuhören.

Vor vier bis fünf Jahren hätte ich das noch für selbstverständlich gehalten. Ist es aber leider nicht mehr.
In diesem Sinne gehe ich jetzt mal für den Rest des Tages offline und wünsche uns allen einen entspannten Feiertag.

hallo Lupine,
ohne Zweifel ist auch das Leben im hier und jetzt erstrebenswert und das buch von tolle ist mir ein begriff,
aber für mich ist das noch nicht alles und das wort "jetzt" ist mir zu sehr in mode gekommen - alle schreiben darüber.
aber wo bleiben zum beispiel meine träume für die zukunft, die mich manchmal trotz krankheit positiv gestimmt haben...

ich mag ja gerne Thich Nhat Hanh als autor. Er schreibt viel über achtsamkeit und auch beim abwaschen nur beim abwaschen zu bleiben...

na ja nun ist zeit für meine träume in der hängematte auf meinem Balkon!
hans-joachim

Wenn die Gegenwart schön ist, brauchst du dich doch gar nicht zu stressen, um im Jetzt zu bleiben. Das machst du dann von ganz allein.
Wenn sie aber eigentlich unerträglich ist, stehst du sie nur in Gedanken an eine bessere Zukunft durch.

Ich glaube, Nelson Mandela hat die lange Zeit seiner Gefangenschaft nur deshalb durchgestanden, weil er eben nicht ständig und dauernd "im Jetzt" war, sondern immer darauf vertraut hat, dass seine Zukunft besser werden und er wieder frei kommen würde.

Für mich persönlich waren es in der Zeit der Krankheit nicht nur Träume von einer besseren Zukunft, die mich aufgerichtet haben, sondern auch und vor allem die Möglichkeit, aktiv darauf hin zu arbeiten. Hätte es für mich nur das Jetzt gegeben, dann hätte ich das anstrengende Programm in der Reha nicht durchgezogen - das ging nur in Gedanken an eine zukünftige bessere Beweglichkeit.
Uns allen wünsche ich einen schönen sonnigen Sonntag, an dem wir die Gegenwart einfach nur genießen können.....

Hallo Hans-Joachim,

Träume können sehr wohltuend und inspirierend sein, aber wenn ich gedanklich zu oft in der Zukunft oder in der Vergangenheit bin, verpasse ich die Gegenwart.
>Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist...< heißt es in einer Liedzeile. Für mich heißt das: Hör auf zu grübeln, lass die Vergangenheit los, gib deine Ängste ab, vertraue auf Gottes weisen Ratschluss. Das ist nicht gleichbedeutend mit: werde gleichgültig, lass dich hängen, entwickle eine L... mich am A.... Mentalität. Ganz im Gegenteil. Ich darf mich annehmen wie ich bin und wenn ich zum Beispiel nicht einschlafen kann, weil meine Gedanken um die Vergangenheit oder um die Zukunft kreisen, erkenne ich es und kann ganz bewusst abschalten. Ich darf schlafen, ich kann im Moment nichts an meiner Situation ändern, schlafe..., Schlaf tut gut. Nur schlafen, sonst nichts. Probleme werden jetzt nicht gelöst. Ich bete vielleicht noch kurz und schlafe.
@ Maeggi
Ich weiß nicht wie Nelson Mandela die schweren Jahre im Gefängnis überstanden hat. Ich gehe davon aus, dass auch er jede Menge Gottvertrauen hatte, und vielleicht hat er gehofft eines Tages wieder in Freiheit zu sein. Dennoch gehe ich davon aus, dass er sein Leben angenommen hat, so wie es war. Er hat sich eingerichtet und nicht gegen Windmühlen gekämpft. Die Geisteshaltung trägt uns alle und hilft uns Haltung zu bewahren und uns nicht unterkriegen zu lassen, mögen die Umstände sein wie sie wollen.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Lupine

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