mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Hallo, ich brauche Hilfe. Ich habe eine Schülerin mit Bluthochdruck, den sie seit einigen Monaten medikamentös behandelt. Sie ist fast 70 Jahre alt und sehr zierlich. Dazu ziemlich verspannt, hat Schwierigkeiten zu entspannen und neigt beim Pranayama zum Hyperventilieren. Ich habe einiges an Asanas etc. gefunden, was günstig ist bei Hypertonie, bin aber noch unsicher, was ich denn unbedingt lassen sollte. Hat jemand einen Tipp für mich?

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 6164 X ANGESCHAUT

Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Om liebe Meera,

deine Teilnehmerin sollte viele Standhaltungen üben, zB die Heldenstellungen oder den Mondgruss. Während des Haltens sollte sie tief und ruhig atmen und dabei völlig ruhig bleiben. Das gibt ihr innere Festigkeit und hilft ihr die Spannungen zu lösen. Ausserdem sind Tiefenentspannungen sehr wichtig und sanftes zentrierendes Pranayama.
Sei vorsichtig mit Umkehrstellungen und mit allem, das hektisch machen könnte. Also auch keine schnellen Sonnengrüsse, sondern eher langsames meditatives Üben. Hier findest du einiges an Übungshinweisen. Lass dich davon inspirieren:

Übungsreihe: Yoga bei Herzbeschwerden und hohem Blutdruck
Mondgruss und zentrierendes Pranayama


Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
Om liebe Mahashakti,

vielen Dank für die Tipps und Links, die mir sehr weiter geholfen haben. Ich denke, damit kann ich schon eine gute Übungsreihe zusammen stellen.

Om Shanti und liebe Grüsse, Meera
Hallo Meera-Christina,
Ich habe mir gedanken über Deinen Fall gemacht:
-Ich habe gelernt, dass bei Hypertonie keine Umkehrhatungen geübt werden sollten.
-Alle Positionen wie, Schulterbrücke (Sethubandha) oder der Hund (Meuasana od. Adhomukhasvanasana), wo durch das Blut Druck im Kopf entsteht, sollten nur kurz gehalten werden und nicht allzustatisch, also besser als Kria.
Anstelle von Schulterstand (Sarvangasana), z.B. halber Schulterstand (Vipariti Karani)
-Bei Pranayama, keine Kumbhakas oder nur kurz. Dynamische Bhastrika und Kapalabathi sind nicht geeignet
-Die individuelle Belastungsgrenze der Kursteilnehmerin genau beobachten und bei Anstrengungsreaktionen , wie Zittern, Atemlosigkeit, roter Kopf oder Schwindel die Übung abbrechen.
-Mit yogischer Ernährung und sattvischen Lebensgewohnheiten, kann ebenfalls positiv auf Bluthochdruck eingewirkt werden. Also kein Stress, keine Hektik.
An der Schule wo ich belehrt werde, werden in diesem Fall diverse Rotationen (Pavan Muktasanas) ausgeführt, das sie den Körpeer locker und flexibel machen.
-Siddhasana und alle Entspannungshaltungen
-Yoga Nidra
-Meditation
Nadi Shodhana ohne Kumbhakas
-Dreiphasenarmung, liegend mit Ujjaj
Und vorallem langsames Üben.
-Beruhigend für eine angespannte Person ist übrigens auch Om-singen:Langsam einatmen und langsam Om in der Ausatmung singen, mid.3 x wiederholen,sooft als möglich,miderstens täglich anwenden.Täglich 21 x wäre ideal....
-Krokodilstellung (Makrasana) dynamisch über die Ausatmung loslassend, vollständig ausatmen und loslassen, in der Einatmung Beine wieder zur Mitte,andere Seite, usw. .., wirkt auch sehr beruhigend.
Liebe Grüsse: Rebekka
Namaste Meera,

ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Sitali & Anuloma Viloma Pranyam, Ajapa Japa und leichten Asanas (überwiegend einfache Vorwärtsbeugen im Sitzen).

Schüler, die nicht nur die oben genannten Übungen praktiziert, sondern auch kontinuierlich über mehrere Wochen Chili Extrakt zu sich genommen haben, berichteten mir von besonders guten Ergebnissen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich bei Bluthochdruck, den Zucker-, Fett-, Fleisch- und Alkoholkonsum zu senken - am besten auf Null.

Die Ursachen für Bluthochdruck können vielfältig sein. Darum ist es nicht einfach, eine Standartantwort zu geben.

Mögliche Faktoren, die unter Umständen an der Entstehung von Bluthochdruck beteiligt sind:

Psychische Probleme
Störfelder
Zahnherde
Falsches Atmen
Schlafstörungen
Überarbeitung
Mobbing am Arbeitsplatz
Wassermangel
Schwermetallablagerung an den Gefäßwänden
Kummer und Sorgen
Mineralstoffdefizite (z.B. Magnesium)
Wirbelverschiebungen
Energetische Blockaden (Marmas, Akupunkte)
Familiäre Probleme
usw.

Hier müsste man individuell nach der oder den Auslösern schauen, und entsprechende Übungen zusammenstellen, eventuell auch zusätzliche therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen.

OM Shanti und viel Erfolg:

HOLGER LÜTTICH
Hallo,

nochmals vielen Dank für alle eure Antworten. Ich habe einiges davon in meinen Unterricht mit dieser Schülerin einfliessen lassen. Sie fühlt sich wohl damit und es gelingt ihr langsam, mehr und mehr zu entspannen.

Om Shanti,
Meera

RSS

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen