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Hi alle,
wie schon mal vorgestellt, mache ich 1x wöchentlich auf Hatha basierendes Chi-Yoga über einen VHS-Kurs. Daneben mache ich unregelmäßig einige der Übungen zuhause.
Ich werde für meine Verhältnisse immer besser, der Muskelaufbau und die Flexibilität nehmen kontinuierlich zu, mein seelisches und psychisches Befinden entwickelt sich sehr positiv. Die Seminarleiterin (nebenher ist sie noch Fitnesstrainerin) nimmt uns ordentlich her, ich mag das sehr.
Soweit alles bestens.

Nur bin ich nach dem Yoga und auch am Tag danach sowas von hundemüde. Direkt nach dem Yoga habe ich das Bedürfnis, bei chilliger Musik noch einmal nachzuspüren. Ich penne dabei jedesmal total und sowas von tief weg. Auch am nächsten Tag fühle ich mich gut, aber eben sehr müde.

Mir fällt auf, dass diese Pasen der Mattigkeit mit fortlaufender Yoga-Praxis sogar noch intensiver werden.

Kennt ihr das auch?

Karl

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Tja, das mit dem Trinken ist glaub ich meine Achillesferse. Da mach ich immer wieder die gleichen Fehler. Ich hab auch kein Durstgefühl mehr und muss mich zum Trinken zwingen. Klar, ich kenn die ganzen Tricks dazu, aber im Stress funktioniert das nicht ganz so gut. Über den Arbeitstag verteilt schaffe ich gerade mal eine Flasche Mineralwasser, abends vor dem Fernseher (sofern mich meine Jungs hinlassen...) schütte ich dann mindestens nochmal eine Flasche Mineralwasser rein, das geht dann einfacher runter. Nachts hab ich ausserdem eine Flasche am Bett.
Eisenmangel nein, weil ich vor kurzem ein großes Blutbild hab machen lassen. Ob man da auch Vitaminmangel feststellen kann, weis ich nicht, der Arzt hat hierzu nichts erwähnt.
Der Yoga-Kurs endet bereits gegen 20.00 Uhr, ich komme zur rechten Zeit ins Bett. Allerdings bin ich oft etwa eine Stunde nach dem Kurs so müde, dass ich wegpennen könnte (und oft auch tue).
Mein Immunsystem hat sich seit Beginn meiner Yoga-Praxis merklich verbessert. Ich war seither nicht mehr krank. Also wirklich nicht mehr krank. Anssatzweises Halsweh oder Schnupfensymptome waren nach einer Nacht wie weg geblasen.
Dieses Krankwerden im Urlaub kenne ich auch noch aus der Zeit, als es wirklich rund ging im Job. Damit ist es aber vorbei.
Ich denke auch, dass dieser Hangover eine gute, wenn auch unerklärliche Sache ist.
Seit ich Yoga mache, hat sich einiges in mir sehr positiv verändert. Leider sind zur Zeit Ferien, der Kurs hat 14 Tage pausiert und selber bin ich noch nicht so weit, dass ich regelmäßig alleine Yoga mache. Es fehlt mir sehr und ich merke, dass diese unangenehmen, alte "Dinge" wieder versuchen, sich bei mir einzuschleichen.
Autogenes Training kenne und kann ich und ich mache es auch gelegentlich. Aber das reicht mir persönlich nicht mehr. Ich meine, AT so wie ich es kenne ist gut für die Entspannung, aber ich will weiter und tiefer gehen und an mir arbeiten. Deshalb versuche ich das Meditieren zu erlernen. Flutscht nur noch nicht so gut.

Kleine Ergänzung:
Gestern war wieder ein wundervoller Abend, wir lernten neue Asanas (ich kann mir die Namen nicht merken, irgendwas mit wilde thing und noch einige andere). Grandios!
Heute wieder diese angenehme Schwere. Ich bitte, dies nicht als Jammern zu verstehen, mir gefällt dieser Zustand mittlerweile sehr.
Dazu noch ein Nachtrag zu meiner Fittness. Ich fahre gerne Mountainbike, wohne im Voralpenland (-> Nick) und knalle schon des öfteren mal einen ganzen Tag lang durch unsere tolle Gegend. Viel bergauf bergab. Danach bin ich zwar sehr ausgepowert, aber ich erlebe nicht diesen positiven Hangover, wie nach Yoga.
Ist schon was tolles...

Interessante Erfahrungen die du mit uns teilst. Mir scheint, du werdest körperlich "durchgearbeitet" in diesen Yogastunden, also kraftvoll gedehnt und muskulär gefordert, kann dies sein?

Vor vielen Jahrzehnten wurden die Wirkungen in Sachen Selbst-Immunisierung noch in Yogabüchern erwähnt. Soweit ich das aktuelle Angebot überblicke, ist dies sehr selten geworden. Das ist eine tolle und lebenspraktische Auswirkung :-).

Meine neue Vitalität, oder Selbst-Immunisierung?, kommt vermutl. durch mehrere Dinge, die ich relativ gleichzeitig verändert habe:
Meine Yogapraxis, strikte Abstinenz, der Versuch, berufl. Stress nicht mehr so sehr zuzulassen, die aktivere Gestaltung des Privat- und Familienlebens.

Ja, wir werden in unserem Yoga-Abend in der Tat "durchgearbeitet". "Kraftvoll gedehnt und muskulär gefordert" ist genau die richtige Beschreibung. Jede(r) geht an seine/ihre persönlichen Grenzen.

Ich bin sehr glücklich, genau diese Yoga-Lehrerin getroffen zu haben. Sie führt uns wirklich behutsam und durch vielerlei "Tricks" in die Asanas hinein.
Beispiel: Die Krähe übten wir zuerst auf dem Rücken liegend, um die Stellung/Haltung an sich kennen zu lernen. Danach schaffte ich die Krähe mehr oder weniger sofort.

Mir schien du arbeitest vor allem körperlich und das bestätigt sich in deiner Aussage der (körperlichen) Müdigkeit. Bis jede Asana ein "Jungbrunnen" wäre, müssten der Körper (genauer: die erste körperliche Hülle) komplett von Prana durchdrungen sein, was für sich genommen ein Vollzeitjob wäre.

Mir selber ist der Vergleich mit einer Blume recht. So langsam, wie sich eine Blume entfaltet, so langsam kann man auch seine Ernährung etc. umstellen und es geschieht dann fast von alleine.

Wenn du grundsätzlich ein positives Fazit ziehen kannst, bleibe bei deiner Lehrerin und der körperlichen Ausrichtung. Und halte uns auf dem laufenden, ob die Mattigkeit bleibt oder nicht, ist spannend!

Spannender Lernweg für die Krähe :-).

Ich liebe Yoga, mir konnte nichts besseres passieren. (Nebenbei bemerkt bin ich auf meinen mittlerweile ganz passablen Körperbau als Nebenwirkung der Asanas recht stolz...)
Aber in einer Sache muss ich Dich korrigieren:
Ich schrieb, ich wäre mental müde, weniger körperlich (muskulär).
Ich bin in einem Büro beschäftigt, ich arbeite in erster Linie mit meinem Hirn und mit dem Computer. Körperlich passiert zumindest hier wenig.

Meine Theorie ist folgende:
Mit reinem Sport und gesunder Lebensführung kann ich meinem Körper einiges an Gutem antun (Dein Stichwort Jungbrunnen)
Yoga, auch wenn die spirituelle Seite vernachlässigt wird, wie in meinem Fall, ist zumindest für mich ein mentaler, geistiger und auch seelischer Jungbrunnen.

Hallo Ulrichhögl,

indem ich mich auf meinen Atem konzentriere - z.B. weil ich versuche doppelt so lange auszuatmen im Vergleich zum einatmen (geht auch gut auf dem MTB, schwimmen ... laufen - geht dabei weniger um eine bestimmte Zeit in Sekunden sondern in erster Linie um das Verhältnis 2:1 ), auch bei Hatha-Yoga-Praxis gekoppelt mit Achtsamkeit auf den Bauch oder die Lungen oder Entspannung (diese Achtsamkeit muss im Alltag nicht verloren gehen) ist ein spiritueller Prozess der häufig beruhigend auf Geist, Seele und Körper wirkt. Es muss nicht zwangsläufig ein z.B. Mantra bewusst rezitiert werden. Das Gewahrenden des Geräusch beim Ein- und Ausatmen von jedem eigenen Atemzug löst tiefgreifende Prozesse aus. Diese Geräusch und Schwingen des eigenen Atem wird mitunter auch gleichgesetzt mit einem Mantra (so-ham). Worauf ich hinaus will: Es muss nicht "willentlich" Spirituell sein um spirituell zu wirken.

Wie läuft deine Meditation in den letzten Tagen?

Meine (aktive) Meditation funktioniert noch nicht sonderlich gut. Die Zeitspanne, die Stille zwischen zwei Gedanken ist ausserordentlich kurz. Länger als durchschnittlich 3 - 5 Minuten kann ich nicht sitzenbleiben. Einmal schaffte ich etwa 10 Minuten. Ich hab da eine 10-Minuten Singing-Bowls-Aufnahme von Deuter, während die lief, war ich relativ versunken.
Dazu muss ich sagen, ich leben in einem Haushalt mit 5 Mitgliedern und einem Hund. Ruhig ist es da selten. Auch die "Gefahr", dass einer ins Schlafzimmer platzt, ist groß. Das schwingt auch immer im Hinterkopf mit.
Was aber sehr gut geht, ist eine Art passive Meditation, mancher würde das vermutl. als dösen bezeichnen ;-) Ich kann stundenlang daliegen und Meditationsmusik hören. Das passiert, wenn die anderen vor der Kiste sitzen. Dabei bin ich in einem Zustand irgendwo zwischen wach und nicht wach. Es fliessen kaum oder gar keine Gedanken. Vielleicht ist das auch eher autogenes Training.

Spiritualität, da gebe ich Dir recht, kann auch passiv stattfinden. Das habe ich mittlerweile gelernt.
Vielleicht war meine Vorstellung von Spiritualität vorher auch ein wenig negativ belastet.
Das für mich berüchtigte "OM", nur damit brachte ich "Spritualität" in Verbindung, zelebrierte eine Yogalehrerin (nicht meine Lieblingslehrerin) nach jedem Asana. Ich fand das überzogen, unpassend und blöd. Vor allem, weil keiner der Schüler (alles Anfänger wie ich damals)damit was anfangen konnten. Aber da stand ich auch erst am Anfang meiner Praxis.

Ich schrieb ja, dass in mir etwas sehr schönes sich entwickelt. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen, aber möglicherweise ist das Spritualität.

Für eine tiefere innere "Arbeit" müsstest du das Zimmer für dich haben können, da dich plötzliche Störungen massiv (!) aus dem Prozess reissen könnten. Sonst scheint mir, du habest die spirituelle/yogische Seite gut in dein Leben integriert und wenn es sich gut anfühlt, ist es auch das richtige zu diesem Zeitpunkt und für diesen Ort.
Gestern machte ich eine längere Übungseinheit (1.5h) und war anschliessend sehr müde, jedoch nur eine Viertelstunde lang. Da musste ich schon auch an deine hier geteilten Erfahrungen denken ;-).

Wenn ich so nachdenke, dann könnte aber meine Yoga-Praxis auch etwas ganz anderes auslösen. Ist so eine Theorie von mir.
Und ich bitte, das Folgende nicht als Jammern zu verstehen, es ist so, wie es ist.
Ich hatte die letzten Jahre, fast möchte ich sagen Jahrzehnte, gehörig Stressbelastung einzustecken.
Da war mein Hausbau mit etlichen personellen Schwierigkeiten, es folgte berufliche Überlastung, einiges an familiären Sorgen und Beziehnungsdauerstress. Eigentlich kam ich nie zur Ruhe.
Vermutlich hab ich da wohl was nachzuholen. Meine Yoga-Praxis scheint mir das zu geben.

Was die Störungen angeht, da hab ich ein paar Pläne (Raum im Keller....). Deshalb nehm ich die Situation hin wie sie ist.

Ist es für dich möglich früher aufzustehen? Vielleicht hast du so morgens ein Fenster von 30 Minuten wo der Rest der Familie noch schläft. Oft ist es so dass diese morgendliche Meditation (ich kombiniere das gerne mit Haha Kriyas) viel Energie gibt. Die ersten Tage ist es erst einmal ungewohnt.

Wenn Abends zu viel Trubel ist, vielleicht kannst Du die Mediation nach draußen verlegen und eine Gehmeditation praktizieren.

Sagen dir Atemübungen wie Wechselatmung (Nadi-Shodana) etwas? Meine Erfahrung ist dass sie gut zum einleiten einer Meditation geeignet sind. Beruhigt den Geist

Vielleicht ist auch eine Einleitung zum Meditieren eine weitere Hilfe. Es gibt von Yoga Vidya viele schöne kostenlose Anleitungen. Vermutlich ist dir das schon aufgefallen :)

Von Herzen empfehlen kann ich die Lektionen von Freund Adriaan van Wagensveld Buddha Yoga. Er interpretiert, nahe am Original Text, eine Anleitung von Buddha für Meditation. Dies ist eine sehr umfangreiche Lektion.
http://www.buddhayoga.de/cd-angebot/

Unter der Woche stehe ich etwa eine halbe Stunde vor meiner Familie auf und genieße die morgendliche Ruhe. Am WE können es auch 1,5 Std und mehr werden. Das halte ich schon sehr lange so. Allerdings hab ich noch nie daran gedacht, diese Zeit zum Meditieren zu nutzen, trinke nur gerne meine erste Tasse Kaffee alleine im Wintergarten. Ich werde es aber ausprobieren.
Danek für die Tipps.

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