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Namastè

In manchen Traditionen wird Mantra mit Malas im Säckchen rezitiert. Es ist ein Säckchen mit einem "Ausgang" für Zeigefinger damit es die Mala nicht berührt. Welchen Sinn hat dieses Säckchen? Gibt es ein Name dafür? Ich möchte mehr davon erfahren.

Om Shanti

Tags: Japa, Mala

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Habe längere Zeit in Indien gelebt und man hat mir erklärt, das Mala-Säckchen soll den Mala vor den Augen anderer schützen, wenn z.B. jemand sein Mantra während eines Satsangs rezitieren möchte, oder - was ich auch schon gesehen habe - in der U-Bahn rezitiert.
Om Nama Shivaya
Shiva Devotee
Namaste, ich habe gelernt, die mala mit daumen und mittelfinger zu halten, da der zeigefinger meist für belehrungen dient *g*. wie auch immer - ich habe es mir so angewöhnt und auch ich habe wie Shivadevotee gelernt/gehört, daß die mala nicht gezeigt wird sozusagen. oft wirst du wohl auch sehen, daß beim singen jemand seine mala unter einem schal oder unter dem hemd verbirgt, um sie nicht außen zu halten. diese mala-säckchen erfüllen wohl diesen zweck.

sonnigen tag + heiterkeit
marion
Das wusste ich auch nicht. Ich find das sehr spannend.
Das zeigt einfach die Bescheidenheit.

Im Gegensatz zu manchen Männern, die ich oft sehe, die ihre Gebetsketten laut rasselnd vor sich hertragen...damit auch ja jeder sehen kann wie "heilig" sie sind.

Einen schönen Frühlingsanfang
Sabine

Marion ღ schrieb:
Namaste, ich habe gelernt, die mala mit daumen und mittelfinger zu halten, da der zeigefinger meist für belehrungen dient *g*. wie auch immer - ich habe es mir so angewöhnt und auch ich habe wie Shivadevotee gelernt/gehört, daß die mala nicht gezeigt wird sozusagen. oft wirst du wohl auch sehen, daß beim singen jemand seine mala unter einem schal oder unter dem hemd verbirgt, um sie nicht außen zu halten. diese mala-säckchen erfüllen wohl diesen zweck.

sonnigen tag + heiterkeit
marion
;o)





sabine schrieb:
Das wusste ich auch nicht. Ich find das sehr spannend.
Das zeigt einfach die Bescheidenheit.

Im Gegensatz zu manchen Männern, die ich oft sehe, die ihre Gebetsketten laut rasselnd vor sich hertragen...damit auch ja jeder sehen kann wie "heilig" sie sind.

Einen schönen Frühlingsanfang
Sabine

Marion ღ schrieb:
Namaste, ich habe gelernt, die mala mit daumen und mittelfinger zu halten, da der zeigefinger meist für belehrungen dient *g*. wie auch immer - ich habe es mir so angewöhnt und auch ich habe wie Shivadevotee gelernt/gehört, daß die mala nicht gezeigt wird sozusagen. oft wirst du wohl auch sehen, daß beim singen jemand seine mala unter einem schal oder unter dem hemd verbirgt, um sie nicht außen zu halten. diese mala-säckchen erfüllen wohl diesen zweck.

sonnigen tag + heiterkeit
marion
Nichts als Tradition, der Rest ist "Kopfsalat"!

In den lamaistischen Traditionen hat Mensch damit kein "Problem", im Islam mit der Subha, Tasbi/Tasbi auch nicht, die noch den Rosenkranz der katholischen Kirche beten auch nicht...
Hingegen finde ich die an "lamaistischen Mala's" vorhandenen "Zaehlschnuere" sehr praktisch!

und 108 - 1+8=9x108=972 / 9+7+2=1 8 / 1+8 = 9 was fuer eine Zahl und 108 kein "Zu-fall"

In der buddhistischen Zahlenlehre wird verschiedenen Zahlen, insbesondere 3 und 6 und Vielfachen aus diesen beiden Zahlen, eine besondere Bedeutung zugeordnet. Die Zahl 108 hat im Buddhismus eine besondere Bedeutung. Demnach wird der Mensch von 108 Angewohnheiten, Leidenschaften oder Begierden beherrscht.

972 Hz, die Durchschnittsklangfrequenz des menschlichen Schädels. 972\9=108

Der 108 fache Sonnendurchmesser entspricht dem Abstand Sonne ↔ Erde ( 1 AE (149,6 Mio. km) :1,39 Mio km ≈ 108 )

Shiva tanzt als Nataraja seinen kosmischen Tanz mit 108 verschiedenen Tanzschritten.

Alle indischen Gotheiten sind 108 Namen zugeordenet!

In der hinduistischen Astrologie gibt es 12 Rashis (Tierkreiszeichen) und 9 Planeten (Navagraha) – 12 X 9 = 108. Es gibt außerdem 27 Sterngruppen (Nakshatra), die jeweils in 4 Pada (Viertel) unterteilt sind – 27 X 4 = 108.

In Angkor Wat gibt es zahlreiche Hinweise auf 108. Diese Zahl spielt eine signifikante Rolle in der Symbolkraft der gesamten Anlage.

In der Thailändischen Sprache bedeutet die Anzahl 108 (Thai: ๑๐๘) eine unbeschreiblich große Anzahl von Dingen.

6 x 3 x 2 x 3 = 108
6 Sinne (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, denken)
3 Formen der Zeit (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)
2 Zustände des Herzens (ehrlich oder unehrlich)
3 Möglichkeiten für Gefühle (mögen, nicht mögen, Gleichgültigkeit)

und noch so Einiges mehr...
Namastè

Es wäre vielleicht besser, wenn wir nicht darüber spekulieren, was manche mit Mala machen, sondern diese Leute direkt fragen. Wenn das hilft sich spirituell weiter zu entwickeln, warum auch nicht. Vergisst nicht, jeder in uns hat rajassige Eigenschaften. Einer mehr, einer weniger.

Ich habe meine Yoga-Ausbildung in Tradition Sivananda bekommen, auch ohne Mala. Allerdings seit über einem halben Jahr rezitiere ich morgens die persönliche Mantra mit Mala. Es ist sehr hilfreich sich auf das Gebet zu konzentrieren. Ein Kreis dauert eine bestimme Zeit und so weiß ich, wie viel Zeit vergangen ist ohne auf die Uhr zu schauen und ohne Wecker zu stellen. Wenn jemand mir sagt, egal nach welcher Zeit, dass Meditieren einfach ist, denn ist er ein Prahler.

In Indien wird Mala traditionell aus heiliger Pflanze Tulsi hergestellt. Die Berührung mit Tulsi-Pflanze reinigt den Körper und befreit die Seele von Sünden. Lese weiter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Indisches_Basilikum
http://www.heilpflanzenkatalog.net/heilpflanzen/heilpflanzen-der-ay...

Im Padma Purana heißt es: Vor langer, langer Zeit brachte Sri Krishna um uns bedingten Seelen zu helfen Vrinda-devi (Tulasi-devi) in ihrer Pflanzenform und ließ sie in der materiellen Welt wachsen. Tulasi Devi ist die Essenz aller hingebungsvollen Tätigkeiten. Lese weiter:
http://tulasidevi.blogspot.com/2006/03/tulasi-devi-im-padma-purana....

Om-Om-Om
Da fliesst schon etwas verzaubernde Mythologie mit ein... was die Basilikum Art "Tulsi" anbetrifft, gibt es weltweit etwa 60 Arten, Malas werden aus unzaehligen anderen Materialien hergestellt, die einen "schwoeren" auf Sandal, andere auf Kristall, Rosenquarz, "Rudrakscha" (ein seltener Same) auf tropische Hoelzer in der Bhaktibewegung und Anhaegerschaft Krschna's halt die Tulsi Mala!

Es darf mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden das Aufgrund seiner heilkraeftigen Inhaltsstoffe dieses Kraut in Indien Vishnu, Krshna oder Lakschmi gewidmet wurde.

So hat das verwandte europaeische Basilikum ebenso eine Anzahl von recht aehnlichen Heilwirkungen nach zu weisen, daher auch Basil-ikum (Basil/Basilius von Koenig = Koenigskraut)

vergleiche die botanische Verwandschaft: Ocimum basilicumvers. Ocimum tenuiflorum Familie der Lamiaceae (Lippenbluetler)

antibakteriell, beruhigend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Fieber,
Magenschwäche,
Blähungen,
darmreinigend,
Darminfektionen,
Magenkrämpfe,
Verstopfung,
Gicht,
Blasenentzündung,
Nervenschwäche,
Schwindelanfälle,
Migräne,
Wechseljahrsbeschwerden,
Menstruations fördernd,
Muttermilch fördernd,
Libido steigernd,
Hautabschürfungen,
Hautrisse,
Schlecht heilende Wunden,
Insektenstiche,

mehr dazu hier:



Gegen jedes Leiden hat der "Herr" ein Kraut wachsen lassen nur nicht gegen die Dummheit!

;-)
Hallo mk,

ganz Deiner Meinung - es ist mit Sicherheit KEIN Zufall, dass diese Kette ausgerechnet 108 Perlen zählt!

Auch in den westlichen Traditionen ist diese Art von "Gebetskette" - meist Rosenkranz genannt - im Gebrauch. Ebenfalls mit 108 Perlen. Für die Kabbalisten 108 die Hälfte von 216 und steht somit für die Konzentration der Kräfte von Geburah ,,, man könnte auch sagen "Willenskonzentration". Daher symbolisieren die 108 Perlen das Transzendieren der Gegensatzpaare - 108 ist auch der Zahlenwert des Wortes ChTsI, das "mittel" bedeutet ... der berühmte "mittlere Pfad" also. Darüber hinaus ist 9 die Quersumme sowohl von 216 als auch von 108, weshalb die Kabbalisten dies mit der Kraft in Verbindung bringen, die durch den Buchstaben Tet symbolisiert wird.

Oder, ganz kurz und knapp formuliert: Es geht um Konzentration.


Herzliche Grüße
mic
Sehr interressant!

9 nicht die Neunte Sefira "Jesod (Gruendung, Grund, Grundstein, Grundlage), Joseph"?

Die Josef Geschichte haelt auch so Einiges, Josef hatte die Gabe der "Weitsicht":klick hier:

Die Neun entspricht der hoechsten Schwingung, die es geben kann und steht fuer die Vollkommenheit und goettliches Bewusstsein.

Sie enthaelt die 3 x 3. Zahlen, die die 3 und die 9 enthalten, diese Zahlenwerte haben immer einen goettlichen Bezug.

Ein mathematisches Phaenomen der Neun ist, das sich durch Addition der Neun die Quersumme nicht aendert. Sie ist sozusagen unsichtbar und verhaelt sich neutral.

Und durch Addition von 1 + 9 die Zahl Zehn also (1) und 0 entsteht, die durch einen Kreis dargestellt wird

Die Eins entspricht der Einheit mit Gott.

Wir kommen aus der Einheit und gehen wieder in die Einheit. Aus anderer Sicht steht sie auch fuer die Individualitaet, fuer die Unteilbarkeit. Solange alles eins ist, ist es nicht manifest, es existiert nicht, weil exis-tieren (heraus treten) ausserhalb sein heisst. Es ist noch in sich, enthaelt sich selbst. Wenn wir dorthin zurueck wollen, brauchen wir nur fraktal dazu werden und alles in uns enthalten.

Die aus der Verbindung 1 = 9 entstehende 0 (10)

Wird als das grosse Nichts oder als das Universum angesehen. Die Null ist ein Kreis und damit hat sie kein Anfang und kein Ende. Es ist gleichzeitig alles ausserhalb wie auch innerhalb. Es ist die Vollendung.

Die Drei steht fuer die Dreieinigkeit (Trimurti, auch die Gunas). Die Drei sagt uns, daß alles im Universum in einer Dreiheit auftaucht. Für uns Menschen heisst das, Koerper, Seele und Geist. Wir koennten es auch aus Sicht der Psychologie in Ueberbewusstsein, Bewusstsein und Unterbewusstsein einteilen.

Hinweis zum "hoeheren Selbst", dem mitteleren Selbst oder Wachbewusstsein und dem niederen Selbst. In Bezug auf Gott kennen wir die Dreifaltigkeit Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist (Vshnu,Shva, Brhma = Wasser, Feuer, Erde). Im Quervergleich kann die Drei auch als Osiris (maennl. Gott), der die Unsterblichkeit verkoerpert, seine Frau Isis, die die pure weibliche Liebe verkoerpert, und deren Kind Horus betrachten. Die Drei steht auch fuer die Familie, also Vater, Mutter und Kind.

Die Drei steht auch fuer das vermittelnde Prinzip zwischen den dualen Gegensaetzen.

Es bedeutet auch, wenn sich eine maennliche mit einer weiblichen Energie vereint, entsteht etwas Drittes, das vorher nicht da war. Das ist der Schoepfungsprozess.

Aus Sicht der Schoepfung ist es so, dass als die Zwei entstand, automatisch die Drei entstand, die Kombination aus den beiden Bestandteilen der Zwei, z.B. aus Gut und Boese.



Denn innerhalb aller Kreise, Da ist sie, Genau Im Zentrum
Der leuchtenden Leere.

Genau, @mk, Jesod ist die 9. Sephira - und damit die "Grundlage" der Kraft von Tet. Gleichzeitig ist 9 die höchste Manifestation in der Reihe der einfachen Zahlen und zeigt dadurch sowohl die "Vollendung" an (wie auch das Fundament der nächsten Zahlenreihe -> 10).

Die drei "Spähren" (zu je drei Sephira) könnte man auch als die drei "Selbste" bezeichnen ...

Es gibt aber noch eine interessante Zahlenspielerei zur 9: Wusstest Du bspw, dass die Multiplikation jeder positiven ungeraden Zahl (ausser 1) mit sich selbst, immer ein Vielfaches von 8, plus 1 ergibt?

Also: 3x3 = 9 = 1x8 +1 ... 5x5 = 25 = 3x8 +1 ... usw. usw.


Herzliche Grüße
mic
Yo, sehr interessant!

Es faellt dabei sofort 8+1 die Umkehrung 1+8 mit der Leere, Unendlichkeit auf 0 = 108!

Als Zahl des Gleichgewichts, dazu die acht Trigramme des IGing, die acht Arme Vishnu's, Kali's...die Acht Weltgesetze (Loka Dhamma) oder auch der achtfache Pfad,, buddhistischen Rad der Erloesung mit seinen acht Speichen, die Acht "Arme" des Ashtanga Yoga, Das Oktagon mit acht Flaechen, das von zwei Pyramiden (Tetraeder) gebildet wird und einen der "platonischen" Koerper bildet. In der Mathematik liegend dargestellt als Zeichen fuer Unendlichkeit. Sieben Wochentage, der achte ist der Neubeginn einer Woche, die Oktave im Verhaeltniss von 1:2, in unzaehligen Bauwerken, im Besonderen in Taufkapellen, Basiliken und Kathedralen findet sich als Grundelement immer wieder die Zahl Acht als Oktagon; auch dem Uranus zugeordnet, die erste natuerliche Kubikzahl.

Wobei ich dazu neige das Phaenomenale in der Mathematik, der Geometrie, der Natur, den Kuensten und in der Architektur zu sehen, als in der Mystik um diese Werte.

Zu deiner kuerzlich gestellten Frage bezueglich Chakren und Lebensbaum: schaust du hier:

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