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Om Namah Shivaya

Mich beschaeftigt das Leben in einem Ashram schon laenger und jetzt noch intensiver. Vor ein paar Jahren waere die Vorstellung in einem Ashram zu leben, nicht von vollem Herzen gekommen. Da war ich noch in einer Depressiv/Burnoutstimmung. Da bin ich jetzt raus, dank Yoga und einem Psychologen. Die Arbeit habe ich schon innerlich gekuendigt, bin auch dadurch klarer und freier im Kopf. Das ich weiss das mich nur ein Kuendigungsschreiben erloest. Das Geld macht mich nicht gluecklicher, frueher waren auch Einnahmen gleich Ausgaben. Heute befreie ich mich immer mehr vom Materialismus und es bleibt was uebrig am Ende des Monats.
Was mich bisher hindert ein Aufnahmegesuch in einem Ashram zu stellen, ist meine Mutter. Das ist wie ein Klotz am Bein und das schon viele Jahre. Es gibt keine weiteren Verwandten, sie ist seit Jahren krank,pflegebeduerftig und wird immer unselbststaendiger. Die Aerzte geben noch 4Jahre, aber oft stimmt das ja nicht und es dauert noch ein paar Jahre mehr.Jetzt nach BM oder in den Westerwald zu gehen, ist entfernungsmaessig ueber 400km, da koennte man nicht so schnell pendeln. Dieser Gedanke beschaeftigt mich immer mehr, wie man es anstellt. Fuer mich ist klar, sollte sie in eine andere Ebene aufsteigen, das ein Mammutprogramm vor mir liegen wird, 2 Wohnungen aufloesen und sich auf ein paar ein Kartons zu minimalisieren.
Auf der einen Seite soll ich mein Leben leben auf der anderen Seite ist dieser Klotz am Bein. Ich hatte auch schon mal geschaut, in der Naehe von Ashrams nach Wohnungen etc. das ich mich schon mal einrichten koennte, so als Ferienwohnung. Aber bisher habe ich vergebens gesucht, ich finde nur grosse unangemessene Wohnungen.
Hat jemand Erfahrung oder einen Tip? Sollte ich die Buerde aushalten oder wie, was sollte ich tun?

Om namah shivaya

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Du möchtest dein Leben leben - bist du dir denn dabei so sicher, wie das auszusehen hat? Im Moment konfrontiert dich dein Leben mit der Pflege deiner Mutter, ob das eine Bürde, Herausforderung, Aufgabe, Pflicht oder Lebenserfüllung ist, das ist dann deine Interpretation. Das Leben trägt Situationen an uns heran, die uns manchmal erwünscht oder unerwünscht, leichter oder schwerer durchzustehen sind, entsprechend bewerten wir sie dann. Wenn deine Mutter nur noch 4 Jahre zu leben hat, dann nutze doch diese Zeit, um dich von ihr sanft zu verabschieden, und ihr etwas von der Liebe zurück zu geben, die sie dir gab, als du hilfebedürftig und unselbständig warst. Du kannst dich auch in deiner jetzigen Umgebung entwickeln.

Mir kommt es so vor, als wäre der Plan von einem zukünftigen Ashramleben eine Art Erlösungsvorstellung für dich. Die Realität sieht aber oft anders aus als die Vorstellung, die wir davon haben. Hast du denn, um eine gewisse Vorerfahrung zu bekommen, schon einige Monate in einem Ashram verbracht? Es lohnt sich auch, verschiedene kennenzulernen. Das Leben in einem Ashram, wie ich es von Indien kenne, ist neben vielem anderen mit sehr viel Arbeit verbunden, die man sich nicht aussuchen kann, und mit dem Zurückstellen der eigenen Wünsche.

Hallo lieber shambhudas sven,

ich wünsche dir Kraft und und Weisheit um deine Lebensphase zu durchstehen.

Ich kann dir nichts raten. Ich kann dir nur danken für deine Ehrlichkeit und den Mut dich hier so frei zu äußern.

Du kannst darum bitten das im Satsang Om Triyambakam für dich gesprochen wird.

Ein schwacher Trost doch es wird bestimmt nicht schaden. ;-)

Om shanti - Diamir

Danke und Om namah Shivaya, Ich bin schon durch einige Ashrams gereist und hatte eine Yogalehrerausbildung absolviert. Ich weiss wie das Leben in einem Ashram ist und genau das fehlt mir heute. Ob das der geregelte Tagesablauf ist, momentan arbeite ich in Schichten rund um die Uhr, oder die Gemeinschaft. Dieser Wunsch, Ziel ist stetig gewachsen ueber die Jahre und will zur Umsetzung gebracht werden.

Wenn du es als Bürde ansiehst (was dir niemand verdenken kann), dann wäre es sicher besser, du würdest dich nach einem guten Pflegeheim für deine Mutter umsehen.
Wenn man keine Ausbildung in der Pflege gemacht hat und also absolut unfreiwillig in diese Aufgabe hineingerutscht ist, dann ist das sowohl für den Pflegenden als auch für den Pflegebedürftigen eine Zumutung.
Ich möchte auf gar keinen Fall von einem Menschen gepflegt werden, der das als Bürde und mich als Klotz am Bein empfindet. Wenn ich mich vollgekotzt oder -geschissen habe, dann soll mich jemand sauber machen, der schlicht und einfach nur seinen Job macht, für den er bezahlt wird.

Meine Großtante lebt seit zwei Jahren in einer Demenz-WG. Sie ist sehr glücklich dort, weil alles sehr überschaubar ist und die Betreuer sehr verständnisvoll und geduldig sind. Es könnte also durchaus sein, dass du, wenn du eine gute Einrichtung für sie findest, auch ihr einen Gefallen tust.
Was das Leben in einem Ashram angeht, da denke ich auch, dass es am besten ist, sich erst einmal ein paar Wochen als Mithelfer zu engagieren und sich in jedem Fall Zeit zu nehmen für ein gründliches gegenseitiges Kennenlernen.


Du bist doch ausgebildeter Yogalehrer./>
Vielleicht kannst du ja Yogakurse geben in Sportvereinen oder Fitness-Studios? Vielleicht wärest du damit glücklicher als mit deinem aktuellen Job.


In jedem Fall wünsche ich dir und deiner Mutter alles Gute - und dass du für alles Lösungen findest, mit denen ihr beide gut leben könnt.

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