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Hallo,

ich bin neu hier und ebenso bin ich Anfänger im Meditieren.
Eine lange Krankheitsgeschichte (Depressionen und Angststörung) sowie seit langem andauernde Probleme haben mich zum Yoga und zum Meditieren gebracht. Das ist aber genau der Punkt: ich versuche, jeden Tag Meditation zu üben, und ich weiß, dass auch schon ein bis zwei Minuten ein Anfang sind. Allerdings verliere ich nur zu schnell die Deduld, weil bei mir nichts geschieht außer unerträgliche Müdigkeit. Sehr lange war (und ist es immer noch) der Schlaf ein probates Mittel, um wenigstens für eine gewisse Zeit nicht mehr grübeln oder diese negativen Emotionen aushalten zu müssen. Sobald ich also sitze und versuche, zu meditieren, bin ich schlagartig müde. Oder aber meine Probleme haben meine Gedanken derart im Griff, dass es mir schier unmöglich erscheint, mich nur aufs Atmen zu konzentrieren. Wenn man derart "gefanegn" ist, hat man dann überhaupt eine Chance, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und wirklich irgendwann so etwas wie Ruhe zu spüren, damit man Kraft tanken kann?

LG,
mare

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Hallo und Om Shanti,
ich habe auch gerade ernsthafter mit der Meditation begonnen, allerdings ohne einen depressiven Hintergrund. Und ich erlebe ähnliche Probleme: Der Verstand, das verrückte Hündchen, rennt hin und her ODER ich werde zutiefst müde und meine Schädeldecke scheint zwischen die Ohren zu sinken. Gestern fiel mir dabei ein, dass ich ein Kaiserschnittkind bin und dass diese bleierne Müdigkeit beim Meditieren etwas damit zu tun haben könnte, dass mein Start ins Leben unter einem Zustand der Betäubung geschah.
Mit der Meditation wenden wir uns ja dem Besten in uns zu und bereiten uns auf eine spirituelle Wiedergeburt vor. Kein Wunder, dass sich diese alte im Körper, in den Zellen verankerte Erfahrung meldet. Es ist ja immer alles und zu jeder Zeit vorhanden, was wir je erfahren haben und manifestiert sich in Körper und Geist. Vielleicht ist die Müdigkeit gerade ein Zeichen, dass Du auf dem richtigen Weg bist, weil sie sich wie eine Wand zwischen Dich und Deinen Willen zur Veränderung oder Dich und Dein Ziel schiebt.
Mein Tipp unter Neulingen: Schau Dir die Müdigkeit an, von allen Seiten, von oben, von unten, von hinten und vorne, puste in sie rein, schnipp sie mit den Fingerspitzen an, schau sie wie ein kleines Baby an, das Deine Hilfe braucht oder lache sie doch mal aus ... mal gucken, was sie dann macht.
Und noch ein Tipp: Schau Dir Deine Frustration an, sprich mit ihr, frag sie wie sie sich fühlt, was sie will, warum sie es so eilig hat und bitte sie, ein wenig geduldig zu sein.
Noch ein Tipp: Denke freundlich über Dich selbst! Statt zu denken "Ich schaffe das nicht!", denke "Ich probiere es halt immer wieder!". Du musst nicht mal Dein Bestes geben, wenn das Stress auslöst (wie bei mir). Es einfach immer wieder probieren, auch wenn es nur 2 Sekunden lang funktioniert.
Ich versuche mich zur Zeit innerlich wie ein kleines Kind zu behandeln, das etwas Neues lernen will und dabei viel Geduld und freundliche Unterstützung braucht. Damit fühle ich mich meistens gut aufgehoben bei meinen Meditations-Gehversuchen.
Liebe Grüße von Cornelia

Namasté

Als ich begonnen habe auf diesem Weg zu gehen hatte ich die gleichen Probleme...
hab dann lieber mit Taichi begonnen, um erstmal diese unerträglichen Spannungen abzubauen,
um Sitzen zu können.
Keine Erwartungen an die Meditation haben bitte. Das Gras braucht auch seine Zeit um zu wachsen ;)
Vielleicht ist für Dich Geh-Meditation im Grünen mit einem schönen Mantra sinnvoller. Jeden Tag mindestens eine
Stunde. Und wenn möglich immer zur selben Zeit.

@ Cornelia

Nur als anderer Denkimpuls zum Thema Kaiserschnitt:
Der Körper Deiner Mutter wurde betäubt, nicht Du. Normalerweise dauert eine Kaiserschnittgeburt auch nicht lange.
Ich empfinde es eher so, dass diese Babys einfach ihres ersten natürlichen "Überlebenskampf" beraubt sind. Bei einer "normalen" Geburt
presst (oder wird gepresst) sich das Baby durch den Geburtskanal nach draussen. Du musstest das nicht. Wurdest einfach rausgehoben.

hallo schnuutzl, :-)
machst du Asanas und Pranayama?
Beginne zuerst mit Asanas (mit Entspannung, wichtig) und Pranayama, hier hat der Geist etwas zu tun und sie bereiten vor und reinigen die Energiekanäle. Ernährung-auch wichtig, so wird das Prana langsam sattviger und es wird allmählich leichter die Gedanken zur Ruhe zu bringen.
Es ist notwendig geduldig zu sein, aber täglich zu praktizieren.
Es kann sein dass hier mal ein,zwei... Jahre verstreichen :-), aber es geht in die Richtung und wird immer besser möglich.

Geduld, Achtsamkeit, Hingabe und Vertrauen!!!

Viel Liebe, Licht und Freude bei deinen Aktivitäten wünscht,
Gopala

Gopala sagt:

Es kann sein dass hier mal ein,zwei... Jahre verstreichen :-), aber es geht in die Richtung und wird immer besser möglich.

:-) Kann ich nur bestätigen!

auf alle Faelle dranbleiben und erst mal die Gedanken zur Ruhe zu bringen und es nicht als Leistungssport betrachten, nach dem motto das muss ich jetzt.
Vielleicht hilft eine Mantrenmeditation, eine MantraCD neben bei hoeren. Oder die Gehmeditation, alle Gedanken in die Fuesse Beine schicken Augen schliessen und spueren wie es sich anfuehlt einen fuss vor den anderen zu setzen. Wo wir es mal unter Anleitung gelernt hatten, spuerten wir Unterschiede zwischen den Beinen, Fuessen. Also das muss man ueben.
Oder mal Ampelmeditation. Einfach mal an der roten Ampel, als Fuessgaenger, die Augen schliessen und paar Sekunden Bewusstsein auf die Atmung lenken und runter kommen. Sich sagen alles ist gut, ich fuehl mich gut.
Das alles muss man ueben und vor allem sich zeit geben.

Vielen Dank für Eure vielen Tipps!

Der Frust kommt sicherlich daher, dass ich mir zum Teil selber Leid tu, weil es mir immer noch nicht so gut geht, wie ich das eigentlich möchte (warum ich? warum zieh ich alle Schwierigkeiten an? Allen anderen geht es besser etc., die klassischen Sachen halt), zum Teil steh ich halt sehr oft unter enormem Druck (vor allem finanziell, das ist schon ein ständiger Kampf), und da ist es mittlerweile so, dass ich mir vielleicht sogar unbewusst jegliche Ruhe und Loslassen verbiete, so in der Art "Wie kannst Du jetzt ruhig und entspannt sein, wenn doch gerade das und das los ist!" Ich weiß, das ist kontraproduktiv, auch für meine Probleme, aber obwohl ich mir das intellektuell gut klar machen kann, emotionell geht es kaum.

Freundlich zu mir selbst sein, tja, daran hakt es auch sehr. Ich mag mich seit geraumer Zeit nicht mehr besonders.

Die Frustration anschauen....die mag ich genausowenig ansehen wie meine Angst, mein Unwohlsein....ich kann das zwar, weiß, wie das geht, aber es widerstrebt mir total.

Ich mache bisher keine Asanas (ich mache etwas Sport und bin täglich mit dem Hund unterwegs, das macht schon sehr viel aus), aber irgendwann möchte ich damit anfangen. Pranayama schon hin und wieder und ich spüre auch, dass es mir gut tut. Oft scheitere ich aber, s.o.
Ich kann ganz gut meine Aufmerksamkeit in verschiedene Körperteile lenken, das ist noch aus meiner Tätigkeit als Aerobictrainerin während des Studiums übrig geblieben, Das schult natürlich das Körperempfinden.
Was ich damit meine, in der Theorie weiß ich das alles, kann es auch manchmal praktisch umsetzen, aber zu oft stehe ich einfach an, und dann kommt wieder der Unmut. Wobei wir wieder bei der Zeit wären, die man sich geben muss.

Und wie macht Ihr das? Sich sagen: Alles ist gut!, wenn man doch weiß, dass es das ganz und gar nicht ist?
Naja, immerhin schaffe ich es immer schneller, wieder runter zu kommen und wieder normal zu denken, ohne Panikmodus. Aber ich mag das einfach nciht mehr und möchte das endlich los sein. ich weiß, Geduld...!

LG,
schnuutzl

Ich weiß, ich muss dran bleiben, und das tu ich auch, und ich hoffe, es dauert keine zwei Jahre, denn bis dahin bin ich komplett alle *lol*!

kommt mir bekannt vor.
kurz mal zusammengefasst wie es bei mir war. 2012 burnout, depression, schichkoller oder wie man das nennt war mit dem leben in allen situationen unzufrieden. stand kurz davor auf die bruecke zu gehen und zu springen.
gute freunde brachten mich dazu eine kurs zu besuchen achtsamkeit im hier und jetzt. dort hab ich die gehmeditation gelernt und dinge wie man geschwindigkeit aus dem leben nimmt. das man sich z.b. frueh an voegeln, der umgebung erfreut wo man sonst losgerannt ist genauso sollten wir mal spueren wie man einschlaeft und aufwacht.
kann ich nur empfehlen einen kurs zu besuchen auch ein meditationsworkshop wuerde helfen. hab keine angst es sind alles menschen die mit beiden beinen im leben stehen. ich hab noch nie soviel hilfe bekommen wie in der yogagemeinschaft. du musst es bloss zulassen das man dir hilft.
fuer mich kann ich sagen. ich steh jetzt im jahr 2014 mach eine yogalehrerausbildung, mach nur noch die haelfte an sachen wie vor jahren und die dinge die ich mache mache ich bewusster. nehme mir hin und wieder auszeiten. was arbeit betrifft hab ich innerlich gekuendigt, der absprung ist mir noch nicht gelungen steht aber in der langfristigen planung.
wenn du noch fragen hast, immer raus damit.

Na, von der Brücke spring ich sicher nicht, das wollte ich nicht mal in den schlimmsten Zeiten (ich hab zwei Kinder). Bei mir ist es halt nicht irgendeine diffuse Unzufriedenheit oder gar Depression (das habe ich hinter mir), aber halt die schwierigen Umstände, in denen ich mich ständig befinde. Aber hilft eh nicht, ich versuche weiter, zumindest mein Inneres ruhiger zu bekommen. Ist halt nochmal was anderes, wenn man nciht nur für sich allein verantwortlich ist.

LG

Hallo mare,

versuch's mal mit Transzendentaler Meditation. In der TM braucht man sich nicht zu konzentrieren. Genau deshalb ist sie so wirksam, u.a. gegen Angst und Depressionen..
http://www.lebensqualitaet-technologien.de/soziales_verhalten_e.htm...
http://www.lebensqualitaet-technologien.de/tm-forschung_neu/tm-fors....
Man sollte in der Meditation nicht versuchen, sich wachzuhalten. Schlaf hat immer Vorrang.

LG Klaus

das schreit regelrecht danach mal ein workshop in einem yogastadtzentrum oder mal ein wochenendkurs in einem ashram zu empfehlen. es liest sich das die probleme einer erfolgreichen meditation im wege stehen.
das du mal ein auszeit fuer dich nimmst und um neuen input zu bekommen. ich stand am anfang auch da mit den ansichten, was kann ich aendern und wo kann ich was aendern, muss ich jedem euro hinterherjagen und wie kann ich zufriedener leben. ich hab durch die kurse viel erfahren und konnte sehen, wo ich noch was drehen kann um gluecklicher zu werden, stressfreier zu leben. heut lauf ich meist mit einem gedankenbuch rum, wo ich mir gleich was niederschreibe wenn mir was einfaellt zu aendern. so eine aenderungsphase braucht zeit und geht nicht von heut auf morgen, obwohl man es sich wuenscht. das selberrumexperimentieren hat mir wenig gebracht, man liest zwar viel aber so richtig runter kommt man nur mit erfahrenen leuten. das man den finalen anstoss bekommt. ich wuensch dir viel kraft.

ja, das mag sein, aber eine Weile muss ich es noch für mich selber versuchen, ist finanziell definitiv nicht drin.

Die Original Transzendentale Meditation bekommt man ab 22,-/pro Monat in Ratenzahlung.
http://www.meditation.de/transzendentale-meditation/angebot/

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