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1. Wie lange muß eine Asana gehalten werden, damit es eine Asana ist? Ich kenne die Aussage 10 Atemzüge, stimmt das? Steht das irgendwo?
2. Ich kannte mal eine Aussage, dass ab 1 Min die körperlichen Wirkungen berginnen, ab 3 Min die energetischen Wirkungen und ab 5 Min. die astralen Wirkungen – stimmt das? Kann man das in den Schriften nachlesen oder woher kommen diese Infos bzw. wie sind sie korrekt?

(2 Fragen, die per Email eingegangen sind)

Tags: Asana, Asanas, Hatha, Yoga

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Man muss eine Asana mindestens 10 Atemzüge lang halten, damit man eine Übung als Asana bezeichnen kann. Asana bedeutet ja "ruhige Stellung".

Nach einer Minute erreichen die gedehnten Muskeln ihre ideale Dehnung - und die geforderten Muskeln (z.B. Rückenmuskeln in der Heuschrecke, Quadrizeps in der Heldenstellung) bekommen einen optimalen Trainingsreiz für Kraft.

Nach drei Minuten werden die Wirkungen auf die Organe stark.

Nach 5 Minuten werden die Wirkungen auf Prana, Nadis, Chakras besonders stark.

Nach 10 Minuten werden die geistigen Wirkungen intensiv, kann der Geist in einen anderen Gemütszustand rutschen.

Nach 2 Stunden voll konzentrierten Geistes in entspannter Asana kann Samadhi erreicht werden.

Es ist natürlich nicht so, dass das auf die Sekunde genau so ist. Jede Asana wirkt ja von der ersten Sekunde lang auf Körper, Prana und Psyche. Es ist mehr so, dass ab dieser Zeit die Wirkung für diese Ebene besonders tief wird.

So hatte es mal Swami Vishnudevananda gesagt. In den Schriften habe ich das nicht gefunden. Es entspricht aber auch meiner Erfahrung.

Tja, wenn das so ist, dann kann man bei mir wohl keine der Übungen als "Asana" bezeichnen. Aber damit kann ich leben.
Yoga ist für mich zwar durchaus Sport, aber kein Leistungssport.
Ich bin während eines Klinik-Aufenthalts zum Yoga gekommen (ob Herr Bretz das, was dort praktiziert wurde, als "richtiges Yoga" und die Übungen als "richtige Asanas" durchgehen lassen würde, scheint nach obigem Kommentar allerdings zweifelhaft). Dort wurde uns immer gesagt: "Wenn Sie können, halten Sie die Position drei bis fünf Atemzüge lang. Sobald eine Position Schmerzen verursacht oder vorhandene Schmerzen verstärkt, gehen Sie langsam und behutsam aus der Haltung heraus und gehen in die Kindhaltung."
Das ist inzwischen schon drei Jahre her, aber so halte ich es noch immer und es geht mir gut damit.
Auf dem von Yoga Vidya herausgegebenen Faltblatt "Yoga für den Rücken" (dafür übrigens herzlichen Dank) wird die 10-Atemzüge-Regel auch nicht so streng vermittelt.
Letzten Endes kann es ja auch nicht darum gehen, den eigenen Körper auf Biegen und Brechen an die Erfordernisse bestimmter Yoga-Lehren anzupassen, sondern die Yoga-Übungen an die Möglichkeiten des eigenen Körpers.

Das ist die richtige Einstellung.

Es geht um den Körper und die Psyche des Übenden.

Es kann jedoch geschehen das man irgendwie mehr möchte als das Erreichte.

Dann kann das längere Halten oder andere Veränderungen einen Sinn machen.

Ich wünsche ein glückliches Üben.

Diamir

Maeggie sagt:

Tja, wenn das so ist, dann kann man bei mir wohl keine der Übungen als "Asana" bezeichnen. Aber damit kann ich leben.
Yoga ist für mich zwar durchaus Sport, aber kein Leistungssport.
Ich bin während eines Klinik-Aufenthalts zum Yoga gekommen (ob Herr Bretz das, was dort praktiziert wurde, als "richtiges Yoga" und die Übungen als "richtige Asanas" durchgehen lassen würde, scheint nach obigem Kommentar allerdings zweifelhaft). Dort wurde uns immer gesagt: "Wenn Sie können, halten Sie die Position drei bis fünf Atemzüge lang. Sobald eine Position Schmerzen verursacht oder vorhandene Schmerzen verstärkt, gehen Sie langsam und behutsam aus der Haltung heraus und gehen in die Kindhaltung."
Das ist inzwischen schon drei Jahre her, aber so halte ich es noch immer und es geht mir gut damit.
Auf dem von Yoga Vidya herausgegebenen Faltblatt "Yoga für den Rücken" (dafür übrigens herzlichen Dank) wird die 10-Atemzüge-Regel auch nicht so streng vermittelt.
Letzten Endes kann es ja auch nicht darum gehen, den eigenen Körper auf Biegen und Brechen an die Erfordernisse bestimmter Yoga-Lehren anzupassen, sondern die Yoga-Übungen an die Möglichkeiten des eigenen Körpers.

Sukadev urteilt nicht über Menschen, die ihr persönliches Yoga anders gestalten als bei Yoga Vidya verbreitet wird.

Er freut sich über alle Menschen, die ihr Leben glücklich gestalten und sich bemühen andere Menschen nicht zu verletzen.

Er hat sein Yoga, das er lehrt direkt an der Quelle gelernt von einem bekannten Yoga Lehrer, einem Inder, der Yoga auf einem hohen Level vorgelebt hat.

Doch ihm geht es nicht um eine hohe Anzahl von Schülern oder Bewunderern. Es gibt eine Formulierung in einem Sanskrit Text: "Mögen alle Menschen glücklich sein."

Auf welche Art sie das sind wird in dem Text nicht spezifiziert.

Darum mach dir keine Gedanken wie andere deine Übungen bezeichnen oder nicht bezeichnen.

Übe einfach und sei glücklich. Damit ist schon sehr viel erreicht.

Gruß - Diamir - Nanga Parbat



Maeggie sagt:

Tja, wenn das so ist, dann kann man bei mir wohl keine der Übungen als "Asana" bezeichnen. Aber damit kann ich leben.
Yoga ist für mich zwar durchaus Sport, aber kein Leistungssport.
Ich bin während eines Klinik-Aufenthalts zum Yoga gekommen (ob Herr Bretz das, was dort praktiziert wurde, als "richtiges Yoga" und die Übungen als "richtige Asanas" durchgehen lassen würde, scheint nach obigem Kommentar allerdings zweifelhaft). Dort wurde uns immer gesagt: "Wenn Sie können, halten Sie die Position drei bis fünf Atemzüge lang. Sobald eine Position Schmerzen verursacht oder vorhandene Schmerzen verstärkt, gehen Sie langsam und behutsam aus der Haltung heraus und gehen in die Kindhaltung."
Das ist inzwischen schon drei Jahre her, aber so halte ich es noch immer und es geht mir gut damit.
Auf dem von Yoga Vidya herausgegebenen Faltblatt "Yoga für den Rücken" (dafür übrigens herzlichen Dank) wird die 10-Atemzüge-Regel auch nicht so streng vermittelt.
Letzten Endes kann es ja auch nicht darum gehen, den eigenen Körper auf Biegen und Brechen an die Erfordernisse bestimmter Yoga-Lehren anzupassen, sondern die Yoga-Übungen an die Möglichkeiten des eigenen Körpers.

Hallo Diamir,

danke für deine Antwort.Wenn der Übende selbst den Wunsch hat, mehr zu erreichen als bisher und nicht von einem übereifrigen Übungsleiter dazu gepusht wird oder sich selbst unter Druck setzt, weil es unter 10 Atemzügen ja "keine richtigen Asanas" sind, dann ist dagegen ja auch nichts einzuwenden.
Es macht auch nichts, wenn es anstrengend ist - das gehört bei so ziemlich jedem Sport dazu.
Es darf aber nicht sein, dass man eine Position hält, obwohl man eigentlich nicht mehr kann und Schmerzen hat. Hier sollte man als Kursleiter sehr aufmerksam darauf achten, dass das nicht passiert.

Das Leben beginnt jenseits der Komfortzone.

Und: Es wird immer darauf hingewiesen: hört auf euren Körper. Hört auf euer Herz.

Es gelten andere Vorgaben für ältere Menschen. Bin ich mit 64 ein Senior? Keine Ahnung. Auf jeden Fall gehe ich mit meinem Körper anders um als vor 20 Jahren.

Die Knochen werden spröder. Das Immunsystem wird schwächer.

Das gleiche ich aus durch Erfahrung.

Ich schaffe es eher Sachen zu meiden, die mir weh tun als ich das früher konnte.

Man sollte einfach nicht die Freude am Leben aus den Augen verlieren.

Wer einen "übereifrigen Yogalehrer" hat sollte sich nach einem anderen Yogalehrer/in umsehen.

Wer eine Position hält obwohl er nicht mehr kann wird ein Feedback von seinem Körper bekommen.

Man sollte auf seinen Körper hören. Auf jeden Fall messe ich seiner Stimme weit mehr Bedeutung zu als der Stimme eines Yogalehrers.

Jaya mata Kali - Nanga Parbat



Maeggie sagt:

Hallo Diamir,

danke für deine Antwort.Wenn der Übende selbst den Wunsch hat, mehr zu erreichen als bisher und nicht von einem übereifrigen Übungsleiter dazu gepusht wird oder sich selbst unter Druck setzt, weil es unter 10 Atemzügen ja "keine richtigen Asanas" sind, dann ist dagegen ja auch nichts einzuwenden.
Es macht auch nichts, wenn es anstrengend ist - das gehört bei so ziemlich jedem Sport dazu.
Es darf aber nicht sein, dass man eine Position hält, obwohl man eigentlich nicht mehr kann und Schmerzen hat. Hier sollte man als Kursleiter sehr aufmerksam darauf achten, dass das nicht passiert.

1.) Eine Asana ist eine Asana unabhängig davon wie lange sie gehalten wird.

2.) Die Wirkung von Asans kann man am besten erfahren wenn man sie praktiziert. Wer etwas über Asanas ließt wird dadurch keine Wirkung erfahren.

Ob die Aussagen korrekt sind sollte man selber ausprobieren indem man eine Asana ausübt. Wer viel in Schriften liest bekommt schlechte Augen und dünne Beine.

Es spielt doch auch eine Rolle ob ich alleine Yoga übe oder am Bildschirm einen Vinyasa Flow mitmache, bzw. in einer Gruppe übe. Beim Yinyoga werden die Asanas von vornherein länger gehalten, während ein Flow nun mal meist dynamischer geübt wird.

Stimmt. Das ist genau der Grund, warum ich Yin-Yoga überhaupt nicht mag: lange in ein- und derselben Haltung bleiben zu müssen, ist für mich Folter. Die Schmerzen werden dann unerträglich. Ich weiß aber, dass viele Übende genau das an Yin-Yoga mögen.

Ich gehöre auch zu denen die Yinyoga sehr mögen, vor allem an Tagen an denen ich Ruhe und Erdung suche. Grundsätzlich bin ich aber nicht auf einen Yogastil festgelegt. Ich variiere gerne, je nach Stimmung und körperlicher Verfassung suche ich mir mal dynamische und dann wieder ruhigere Sequenzen heraus. Nur morgens nach dem Aufstehen, da kann ich noch kein geführtes Yoga mitmachen. Am Morgen höre ich ganz alleine auf meinen Körper und mache ausschließlich Übungen die mir gut tun und mir langsam helfen die Muskeln und den ganzen Körper behutsam zu wecken, zu strecken und auf den Tag vorzubereiten.

Maeggie sagt:

 Die Schmerzen werden dann unerträglich. Ich weiß aber, dass viele Übende genau das an Yin-Yoga mögen.

Das ist ja interessant.

Wie wäre es mit einem neuen Stil: Masoch Yoga?



om om

Zum Glück habe ich Maeggie richtig verstanden:)

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