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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute spreche ich über Samadhi.

Yoga hat Wirkungen auf so vielen verschiedenen Ebenen. Yoga hilft, sich zu entspannen. Yoga hilft, gesund zu sein. Yoga hilft, sich etwas mehr in Harmonie mit sich selbst zu fühlen. Yoga hilft, mehr Energie zu bekommen, körperliche, emotionale, geistige Energie. Yoga hilft, dass man mehr Kontakt zu seinen inneren Fähigkeiten bekommt. Die meisten Menschen, die eine Weile Yoga üben, merken, dass irgendwie noch mehr in ihnen drinsteckt, das sich manifestieren will. Das sind alles auch wichtige Wirkungen vom Yoga. Aber Yoga hat auch ein höchstes Ziel, das ist schon durch den Namen „Yoga“ ausgedrückt. Yoga heißt nämlich unter anderem Einheit, Vereinigung. Im Yoga wollen wir die höchste Wirklichkeit erfahren.

Yoga ist etwas sehr Optimistisches, es sagt nämlich, dass wir nicht sterben müssen, um die Selbstverwirklichung oder Gottverwirklichung, Erlösung, Befreiung zu erreichen, sondern dass wir in diesem Leben die höchste Einheit erfahren können. Es gibt natürlich zum einen das Samadhi, in dem wir dies dauerhaft verwirklichen, aber die meisten Menschen hatten schon solche Erfahrungen, kleine Andeutungen von Einheit. Zum Beispiel in einer Tiefenentspannung, in einer Asana, in einer menschlichen Begegnung, in einer Naturerfahrung, vielleicht auch in einer schweren Krankheit, in einer Verzweiflung - plötzlich haben sie dieses Gefühl der Verbundenheit. Und durch die regelmäßigen spirituellen Praktiken kann man immer mehr diese Erfahrungen machen. „Ich bin nicht beschränkt auf den Körper. Ich bin nicht beschränkt auf die Psyche. Ich bin nicht beschränkt auf diese ganzen kleinen und größeren Schwierigkeiten, die vielleicht auch da sind, sondern ich bin das Unendliche, ich bin das Ewige. Mein Bewusstsein ist eins mit dem kosmischen Bewusstsein.“

Das ist keine Glaubensfrage, sondern es ist eine Erfahrungssache. Es ist eine Sache, die wir tatsächlich erfahren können, immer wieder. Wir können es nicht immer erfahren. Es heißt auch, solange wir noch bestimmte Lektionen zu lernen haben oder bestimmte Missionen im Leben zu erfüllen haben, die bedingen, dass wir nur beschränktes Wissen haben, solange haben wir auch nur dieses beschränkte Wissen. Deshalb gilt es auch bei all der Praxis, demütig zu sein. Wir können nicht sagen: „Ich will mich unbedingt sofort verwirklichen und da gehe ich mit dem Kopf durch die Wand und durch alle Verhaftungen hindurch“. Es wäre schön, wenn es so klappen würde. Aber was ist schon wirklich schön? Jedenfalls, es klappt so nicht. Es gilt, sich intensiv zu bemühen und immer zu schauen, was gerade möglich ist. Es gilt, immer wieder die eigene Praxis zu intensivieren.

Dann gilt es, die Lektionen des Alltags zu lernen. „Was ist meine Aufgabe? Welche Dinge habe ich zu tun?“ Wenn wir diese getan haben oder nachdem wir sie am Tag getan haben, können wir schauen, was möglich ist, um wieder tiefer zu gehen. Wir schauen, ist es möglich? Und wie weit ist es möglich? Und dann lassen wir wieder los. Noch ein paar Sätze aus der Feder von Swami Sivananda: „Der Samadhi-Zustand ist reinste Wonne, reinste Freude und tiefster Frieden. Nur so viel kann gesagt werden. Spüre es selbst!“


Transkription eines Kurzvortragesvon Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: bhava, erleuchtung, geist, glück, inspirationen, jnana, samadhi, sivananda, sukadev, tägliche, Mehr...vedanta, wahrheit, weisheit, wissen, wonne

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