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Blog von Sukadev Bretz – Oktober 2009 archivieren (34)

Dwesha nach dem Raja Yoga Sutra

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 8. Vers

„Dwesha, Abneigung, ist das, was aus Schmerz resultiert. Ist das, was am Schmerz haftet.“

Schmerz ist eine Information der Natur, dass etwas nicht gut für uns ist. Auf eine heiße Herdplatte zu fassen, bereitet Schmerz. Sich zu verletzen, bereitet Schmerz. Dies gibt die Information, nicht Herdplatten anzufassen und darauf zu achten, sich nicht zu verletzen und sich um eine Wunde zu kümmern. Aus dieser natürlichen Intelligenz des Schmerzes kommt Dwesha,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 31. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Das Vergnügen

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 7. Vers

„Raga ist das, was am Vergnügen haftet.“

Raga heißt Verhaftung, heißt Anziehung, heißt Zuneigung, heißt Mögen. Auf einer Ebene ist Raga eine Intelligenz, eine instinktive Intelligenz. Wir mögen das, was von der Erfahrung her Vergnügen bereitet hat. Und Vergnügen ist die natürliche Weise, wie Instinkte lernen, was gut für sie ist. Aber als spiritueller Aspirant wollen wir nicht verhaftet sein an Raga. Es ist gut, Vergnügen auch genießen zu können. Es ist… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 30. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Die Kraft des Sehens

Yoga Sutra von Patanjali, 2. Kapitel, 6. Vers.

„Asmita, Egoismus, ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens.“

Der Sehende, das reine Bewusstsein, identifiziert sich mit dem Instrument des Sehens. Instrument des Sehens ist dieser Körper, sind die Sinnesorgane und das Denken. Wenn du dich identifizierst mit deinem Körper, deinen Sinnesorganen, mit dem Denken, bist du beschränkt. Daraus entsteht Ego. Daraus entsteht alles Leid. Asmita ist ja eine der fünf Kleshas,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 29. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.5 - Unwissenheit

Yoga Sutra 2.5

Durch Avidya, Unwissenheit, hält man das Vergängliche, das Unreine, das Leidvolle, das Nicht-Selbst fälschlicherweise für das Ewige, Reine, Freudevolle, das Selbst. Du bist das unsterbliche Selbst. Du bist ewig, rein, voller Freude, das unendliche Selbst. Aber du hast es vergessen. Du identifizierst dich mit dem Vergänglichen, dem Unreinen, dem Leidvollen, dem Nicht-Selbst.

Was ist das Vergängliche? Zum Beispiel der Körper. Der Körper wurde geboren, er wächst,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 28. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Disziplin und Selbststudium

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 1. Vers.

„Disziplin, Selbststudium und Hingabe an Gott bilden den Kriya Yoga.“

Kriya heißt Handlung, Tat. Kriya Yoga in der ursprünglichen Wortbedeutung ist Yoga der Tat. Patanjali sagt, der Yoga der Tat besteht aus Disziplin, Selbststudium und Hingabe an Gott. Diese drei Dinge kannst du als Anfänger schon tun.

Du kannst Disziplin üben. Yoga praktizieren, Meditation üben, verschiedene Praktiken machen. Diese Praktiken helfen dir, dich zu reinigen.

Du… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 27. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Ewiges Leben

Letzter Abschnitt vom Kapitel Jivanmukta in dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda.



„Der Weise lebt ewig. Er hat immerwährendes Leben erlangt.“



Auf der einen Seite natürlich leben wir alle ewig im Sinne von: Wir sind das unsterbliche Selbst. Auf einer anderen Seite überdauern unsere Gedanken auch den physischen Körper und große weise Jivanmuktas, die die höchste Verwirklichung erreicht haben, können zwar auf der einen Ebene nicht mehr als Individuum da sein,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 26. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Geschichte von Jadabharata Teil 2

Jadabharatas Leben hat aber noch eine zweite Hälfte. Da gab es einen König, und dieser König wollte zu seinem Meister gehen. Er wollte über die Weisheit des Selbst erfahren. Aber ein König geht nicht einfach so, sondern er wurde in einer Sänfte zu seinem Meister transportiert. Da gab es vier Träger. Der eine Träger stolperte und verrenkte sich den Fuß. Nur drei Träger konnten aber die Sänfte nicht tragen. Es gab zwar noch einen vierten, den Hauptmann, der vorneweg lief, aber der war nicht dazu… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 25. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Geschichte von Jadabharata Teil 1

Ich will euch kurz die Geschichte von Jadabharata erzählen. Einer dieser Samadhi Jnanis.



Er war in einem früheren Leben ein König gewesen, namens Bharata. Ein sehr gerechter, rechtschaffener König. Er hat sich dann am Ende seines Lebens in eine Einsiedelei zurückgezogen, um viel zu meditieren und hat sein Königreich seinem Nachfolger hinterlassen. Eines Tages kam im Fluss, als er gerade meditierte, ein Rehkitz vorbeigeschwommen, dass um sein Leben kämpfte. Bharata hat dann das… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 24. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Die Lebensweise von Jivanmuktas

Swami Sivananda schreibt in seinem Buch „Göttliche Erkenntnis“:



„Samadhi Jnani und Vyavahara Jnani

Die Lebensweise von Jivanmuktas oder Weisen ist nicht gleich. Der eine Weise lebt fürstlich. Bhagiratha lebte so. Ein anderer lebt wie ein Bettler. Der eine Weise ist immer in Meditationsstimmung. Er arbeitet nie. Er spricht nie. Er lebt immer zurückgezogen. Jada Bharata lebte so. Ein anderer Weiser lebt in einer hektischen überbevölkerten Stadt. Er stürzt sich in den Dienst. Er… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 23. Oktober 2009 um 3:30am — 1 Kommentar

Das Doppelbewusstsein eines Jivanmukta

Swami Sivananda schreibt:

„Ein Mensch, der bis zum Hals im Wasser steht, hat eine doppelte Erfahrung. Sein Kopf ist der Sonne ausgesetzt, und der Körper ist im kalten Wasser. Er empfindet sowohl Hitze als auch Kälte.“ – Doppelbewusstsein.



In Indien, insbesondere in Rishikesh, kann es im Sommer extrem heiß werden. Temperaturen von 45 Grad sind keine Seltenheit, aber der Ganges, der gerade aus dem Himalaya kommt, hat auch im Sommer nicht mehr als ein paar Grad Celsius. Also…

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Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 22. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Kennzeichen eines Vollkommenen 2

„Die wahre Größe eines verwirklichten Yogis kann nicht beschrieben werden“, schreibt Swami Sivananda. „Seine Augen sind heiter und fest, seine Handlungen vollkommen heilig, seine Sprache ist süß und knapp, inspirierend und beeindruckend. Seine Haltung ist hochherzig, seine Berührung ist reinigend, sein Blick ist barmherzig, seine Gesten sind erleuchtend. Er hat Wissen um das alles, er hat intuitives, transzendentales Wissen und klare Einsicht in das Herz aller Dinge und aller Wesen. Man erfährt… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 21. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Kennzeichen eines Vollkommenen 1

Swami Sivananda schreibt in seinem Buch „Göttliche Erkenntnis“:



„Ein Jivanmukta, ein lebendig Befreiter, hat zu Lebzeiten die Verwirklichung erreicht. Er lebt in der Welt, er ist nicht von der Welt. Er weilt immer in der ewigen Wonne des höchsten Selbst. Er ist eins mit Gott.

Der Jivanmukta, der vollerblühte Jnani, der die höchste Erkenntnis hat, ist voll reiner Liebe, Mitgefühl, Barmherzigkeit, außerordentlicher Liebenswürdigkeit und verborgener Kraft und Stärke. Liebe und…
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Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 20. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Jivanmukta – ein lebendig Befreiter

Ich will etwas lesen aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Jivanmukta“.



Jivanmukta ist ein lebendiger Befreiter, der das verwirklicht hat, was wir irgendwann verwirklichen wollen.



Es ist eine gute Sache sich öfters Gedanken zu machen, wie ein Jivanmukta ist. Das ist auch häufig eine Frage. Mit anderen Worten: Wie werde ich sein, wenn ich Moksha erreicht habe?



Ich weiß nicht, ob ihr darüber schon einmal nachgedacht habt: Wie… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 19. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 6

Nirvanashatakam heißt ja sechs Strophen. Shataka – die Sechsheit zu Nirvana.



„Aham Nirvikalpa“

Ich bin jenseits aller Gedanken.



„Nirakara Rupo“

Ich habe auch keine physische Form. Das soll auch ein Trost sein. Ihr habt an diesem Wochenende viel meditiert. Ich habe euch immer wieder gesagt: Denkt nicht. Ich habe es in kunstvolleren Worten gesagt. Manchen mag das gelungen sein, manchen mag das nicht gelungen sein. Ich hatte mal eine Gruppe, die sich immer wieder… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 18. Oktober 2009 um 3:30am — 3 Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 6

Der letzte Teilvers des Nirvanashatakam:



„Na Muktir Na Bandhah“

Ich bin weder Befreiung, noch gebunden.

Natürlich bemühen wir uns um Befreiung. Shankara sagt im Viveka Chudamani, einem seiner Hauptwerke, was auch gerade für Anfänger eine gute Einführung ins Jnana Yoga ist, dass ein Schüler vier Eigenschaften haben sollte, um auf dem Jnana-Weg gut voranzukommen: 1. Viveka – Unterscheidungskraft, 2. Vairagya… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 17. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 5 Guru Schüler Beziehung

Na Gurur Naiva Shishyah



Ich bin weder Guru noch Schüler. Die Guru-Schüler-Beziehung gilt als etwas Heiliges und wenn Shankaracarya hier sagt: Es gibt weder Guru noch Schüler, oder ich bin nicht beschränkt auf Guru-Dasein oder Schüler-Dasein, mein Glück hängt auch nicht davon ab, dass ich einen Guru habe oder dass der Guru sich richtig verhält, will er damit nicht die Lehrer-Schüler-Beziehung in Frage stellen. In vielerlei Hinsicht ist spirituelles Wissen auch eine Übertragung von… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 16. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 5

Na Mitra

Gurur Naiva Shishyah



Mitra heißt Freund. In gewisser Weise ist es gut, Mitra von allen Wesen zu sein. Patanjali erwähnt Maitri in mehreren Kapiteln. Bekannter ist Ahimsa. Ahimsa heißt ja Nichtverletzen und irgendwie wird davon sehr viel häufiger gesprochen als von Maitri. Die meisten von euch haben vermutlich noch nie von Maitri gehört. Aber Patanjali gebraucht Maitri häufiger. Nichtverletzen, Ahimsa, ist ein negierender Ausdruck. Maitri heißt Freundlichkeit, Liebe,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 15. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 5

Na Me Mrutyukshanka



Ich bin jenseits der Sterblichkeit. – Das ist natürlich eine große Behauptung, die ich euch jetzt so nicht beweisen kann. Man kann es aber in der Meditation erahnen, wenn man plötzlich merkt: Ich bin nicht der Körper. Wenn man merkt: Zeitlosigkeit ist erfahrbar. Letztlich wissen wir es auch, wenn wir überlegen: Wie bin ich heute, wie war ich vor 20 Jahren? Das Ich ist gleich, das Selbst ist gleich. Der Charakter hat sich entwickelt – hoffentlich. Weisheit hat sich… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 14. Oktober 2009 um 3:30am — 1 Kommentar

Nirvanashatakam Strophe 4.3

Na Bhojana Na Bhojyam Na Bhokta



Ich bin nicht das Genießen, ich bin nicht das Genossene, ich bin nicht der Genießende und ich bin vor allen Dingen auch nicht derjenige, der die Erfahrungen macht.

Bhokta Bhojana hat mehrere Bedeutungen. Zum einen ist es Genießen im Sinne von Sinnesgenuss, zum anderen heißt es aber auch Erfahrung. Wir sind Sein, Wissen und Glückseligkeit. Unsere wahre Natur hängt nicht ab von dem, was wir erfahren. Erfahrungen bringen uns Höhen und Tiefen, aber… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 13. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Nirvanashatakam Strophe 4.2

Der nächste Teilvers von Nirvanashatakam will uns etwas Verhaftungslosigkeit sogar gegenüber spirituellen Praktiken lehren.



Na Mantra Na Tirtham

Na Veda Na Yajna



Ich hänge auch nicht ab von Mantras. Mantras sind etwas Gutes. Wir singen Mantras, es gibt Mantra-Einweihungen und Mantras für die Meditation, wir beginnen und schließen jede Yogastunde mit einem Mantra. Es erhebt den Geist, es macht es leichter, Brahman zu erfahren. Aber wir sollten auch nicht daran hängen.… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 12. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

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