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Ich grüße Euch, ich möchte kurz erklären wie zum Yoga gekommen bin. Anfang 2011 war ich für längere Zeit im Krankenhaus. Genauer gesagt in der Psychatrie und habe eine Verhaltenstherapie gemacht. Ich plage mich seit ca. 20 Jahren mit einer Zwangsstörung herum. Während dieser Therapie wurden als Entspannungsübungen PMR gelehrt sowie "Die 5 Tibeter" und Yoga angeboten. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich mich mal etwas intensiver mit den 5 Tibetern beschäftigt. Darüber ist mein Interesse am Yoga entstanden.Ich habe mich belesen und im Internet die Anfängerreihe von Yoga Vidia entdeckt. Ab August 2011 bis Anfang diesen Jahres mache jeden Werktag außer Sonntag die 5 Tibeter als Morgengymnastik. Im September 2011 habe ich nach der Yoga-Vidia Anfängerreihe angefangen zu lernen. Seit Januar 2012 gehe ich zusätzlich 1x in der Woche im Ort zum Yoga. Ich merke das es gut tut, ich habe fast 12 Kilo abgenommen, bin ruhiger geworden. Ich versuche mich in Meditation.
Im Moment bin ich wieder mal etwas tiefer in meine Zwänge hineingerutscht. Das geht dann meist mit einer depressiven Phase einher. Nun habe ich mich entschlossen (was mich einige Überwindung gekostet hat auf Grund meiner Zwänge) im Forum anzumelden. Da die Zwangsstörung eine Angsterkrankung ist und ich schon einige Beiträge darüber hier gelesen habe, habe ich Hoffnung hier Menschen zu treffen die eine ähnliche Erkrankung haben/hatten. Gibt es spezielle Asanas, Techniken oder Atemübungen die auf diese Angst/Zwangserkrankungen positiv wirken?
Yoga ist das zur Ruhe bringen der Gedanken im Geist. Das ist bei einer Zwangsstörung besonders schwer.
Ich wünsche allen einen schönen Abend und freue mich auf Eure Anregungen und Tipps.

Namaste

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Namaste Mauersegler
Ich habe mal eine Frage an Dich
Was sind: Die 5 Tibeter?
Ich wünsche Dir viel Kraft für jeden neuen Tag! :-)
Lichtvolle Grüße Wuschel

Namaste Wuschel,
genau das habe ich mich nach dem Klinikaufenthalt auch gefragt. Dort wurde eine CD eingelegt und man musste ohne große Erklärung
mitmachen. Nachdem ich letztes Jahr unter extremen Rückenschmerzen und Verspannungen litt habe ich mich schlau gemacht und damit angefangen.
"Die 5 Tibeter" sind eine Abfolge von 5 dynamischen Bewegungsübungen die Energiewirbel in Schwung bringen sollen. Teilweise sind es bekannte Sachen wie Hund, Kamel und Tisch.
Dazu kommt eine Drehbewegung und Bauchübung. Man fängt mit 3 oder 5 Wiederholungen an und steigert bis max. 5 Wiederholungen. Zwischen den Übungen entspannt man seinen Körper.
Im Prinzip also auch ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Für mich war es ein guter Einstieg nach einiger Zeit ohne Sport. Ich mache das immer am Morgen und habe noch einige
Asanas eingefügt. Das macht mich munter. Es gibt darüber Literatur und Videos.
Für mich war es eine gute Vorbereitung auf die Yoga-Praxis.

Einen schönen Tag wünscht allen
Mauersegler

Hallo du Mauersegler, ich bin 68 und aus einer Generation die aufgrund der Kriegszustände in der frühesten Kindheit und der darauffolgenden Notjahre sehr Angstgeprägt ist. So mit 40 Jahren begann ich mich bewusst mit dieser Prägung auseinander zu setzen und seither bin ich auf dem Weg zu mir. Yoga, als ganzheitliche Lebenssicht hilft mir dabei sehr. Dabei ist die Körperliche Übung nur eine Seite der Medaille, viel wichtiger erscheint mir der Umgang mit der Innenwelt, was ja in unserer Gesellschaft kaum üblich ist. Am hilfreichsten ist mir derzeit das Buch: "JA" von Rüdiger Schache. Das möchte ich dir hiermit empfehlen.
Daneben habe ich in mir eine Zitat aus einem bayrischen Volksstück, das mir sehr hilft Vertrauen zu schöpfen, als die beste Medizin bei Angst:
"Du gehörst zu dem allem
das alles gehört zu dir
es kann dir nichts geschehn!"
(dabei geht es um die Verbindung mit der Natur und der Schöpfung)
Liebevolle Grüße, Hans

Hari Om lieber Mauersegler,

laut Yogatherapie sind Ängste häufig durch zu wenig Stabilität im Leben (Erdung; Sicherheit) mitverursacht. Du solltest versuchen, mehr Erdelement in Dein "Wesen" zu bekommen. Gut geeignet sind dafür alle stehenden Asanas, wie Hocke, Tänzer, Held, Baum etc. Desweiteren solltest Du häufig Mula Bandha üben. Da das Muladhara Chakra mit dem Erdelement zusammenhängt, kannst Du dadurch die Erdung in Dir verbessern.
Innere Zwänge haben häufig mit dem Problem zu tun, nicht "loslassen" zu können. Wenn man loslassen möchte, muss man als erstes einmal die Daueranspannung im Körper und Geist loswerden. Dazu eignen sich hervorragend beruhigende Atemübungen, wie Omkar, Brahmari, Sitali/Sitkari (nicht bei Kälteneigung), Ujjayi, Chandra Bheda und Surya Bheda (stark vata-senkend; nicht bei Hitzeproblematik).
Zum Loslassen empfiehlt sich immer Paschimottanasana (sitzende Vorwärtsbeuge).
Ausgleichende Übungen aus dem Yoga würden Dir sicher auch gut tun. Allen voran natürlich die Wechselatmung, geistig oder "normal".
Wenn Du noch fragen hast, frag' ruhig...;-)

Liebe Grüße
Om Shanti
Parameshwara

Hallo,
ich möchte mich bei allen die mir geantwortet haben herzlich bedanken. Ich bin gerade eben von der Yogastunde zu Hause eingetroffen. Ich werde mir Eure Antworten in Ruhe durchlesen und fragen wenn ich Fragen habe.
Übrigens muß es bei den 5 Tibetern heißen: bis max. 21 Wiederholungen. Kleiner Verschreiber.
Vielen Dank und einen schönen Abend wünscht Euch
Mauersegler

Namaste Mauersegler
Ich habe die 5 Tibeter als Video eben gefunden und machte sie auch gleich nach.
Ich fühle mich fit und gestärkt, sodass ich sie jeden Morgen machen werde vor dem Sonnengruß und den Kopfstand :-)))
Vielen Dank

Om Shanti
Dir einen lichtvollen Tag mit viel Freude
Wuschel

Hallo Hans, danke für deinen guten Buchtipp.
Gute Bücher helfen immer weiter und dieses gehört dazu.
Es liegt bei mir mit den anderen Büchern zusammen die ich immer wieder in die Hand nehme und darin lese.
Nochmals vielen Dank für deine Empfehlung.
Alles Gute für Dich
Mauersegler

Hans Siegmann sagt:

Hallo du Mauersegler, ich bin 68 und aus einer Generation die aufgrund der Kriegszustände in der frühesten Kindheit und der darauffolgenden Notjahre sehr Angstgeprägt ist. So mit 40 Jahren begann ich mich bewusst mit dieser Prägung auseinander zu setzen und seither bin ich auf dem Weg zu mir. Yoga, als ganzheitliche Lebenssicht hilft mir dabei sehr. Dabei ist die Körperliche Übung nur eine Seite der Medaille, viel wichtiger erscheint mir der Umgang mit der Innenwelt, was ja in unserer Gesellschaft kaum üblich ist. Am hilfreichsten ist mir derzeit das Buch: "JA" von Rüdiger Schache. Das möchte ich dir hiermit empfehlen.
Daneben habe ich in mir eine Zitat aus einem bayrischen Volksstück, das mir sehr hilft Vertrauen zu schöpfen, als die beste Medizin bei Angst:
"Du gehörst zu dem allem
das alles gehört zu dir
es kann dir nichts geschehn!"
(dabei geht es um die Verbindung mit der Natur und der Schöpfung)
Liebevolle Grüße, Hans

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