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Hari Om,

bei Gelenkproblemen durch das übliche Wachstum in der Pubertätsphase sollte folgendes beachtet werden.

Wachstum ist zwar ein gesteuerter Prozess, aber dieser kann für den entsprechenden Körper sehr unerwartet kommen, wenn das Wachstum phasenweise sehr schnell abläuft. Sehnen, Bänder, Muskeln kommen nicht so schnell hinterher. Der gesamte Körper muss sich immer wieder auf eine neue Größe und auf ein neues Gewicht einstellen. Außerdem wachsen die Extremitäten nicht gleichmäßig schnell, so dass es immer wieder zu Schiefständen kommen kann (z.B. Becken, Schultern). Meistens zeigen in solchen Wachstumsschüben auch Gelenkschmerzen, ohne dass etwas Pathologisches zu diagnostizieren ist.

Es ist dann wichtig, die Gelenke geschmeidig zu halten. Die Pavanamuktasana-Reihe (siehe unter
http://www.yoga-vidya.de/fileadmin/yv/Yogatherapie/Reihen_PDFs/Pava... )
bietet dazu gute Übungen. Als Beispiel sind hier die Knie für Gelenkprobleme während der Pubertätsphase ausgesucht und dazu entsprechend folgende Übungen aus der Reihe angegeben:

(2) Füße im Sprunggelenk vor und zurück bewegen
(3) Füße im Sprunggelenk kreisen lassen
(4) Füße mit Hilfe der Hände passiv kreisen lassen
(5) Oberschenkel festhalten und Knie strecken und beugen
(6) Oberschenkel festhalten und Unterschenkel im Knie kreisen lassen
(7) Knie und Fuß in die Hand nehmen und "mit dem Oberschenkel die Hüfte
umrühren"
(8) Unterschenkel liebevoll in den Arm nehmen und hin und her schaukeln
(9) Mit dem gestreckten Bein möglichst große Kreise malen.
(10) Oberkörper hin und her bewegen

Es ist dabei wichtig, auf folgende Dinge zu achten:
- Zu allen Bewegungen im Körper werden immer mehrere Gelenke eingesetzt, d.h. dass es wichtig ist sowohl die Fuß- als auch die die Hüftgelenke einzubeziehen, denn bei beiden wird auch das jeweilige Knie mitbenutzt, und zwar ohne dass es bemerkt wird.
- Alle Bewegungen nur sanft ausführen, d.h. NICHT in den Schmerz hineinkommen! Denn es sollen im Körper Impulse gesetzt werden, die die Selbstheilungskräfte aktivieren, und diese werden durch Schmerzen ausgeschaltet. Auch wenn diese Übungen ohne Schmerzen nur unauffällig klein ausfallen.
- Es soll täglich 1-2x sanft praktiziert werden, und zwar mit Ruhe und Konzentration 1-2 min pro Übung und pro Seite. Die Bewegungen dabei in den eigenen Körperrhythmus integrieren; dieser wird durch den individuellen Atemrhythmus vorgegeben.
- Den Erfolg sich nicht täglich anschauen, sondern in größeren Abständen (jeweils 1/4- oder 1/2-jahrweise), um den Erfolg auch wirklich körperlich zu erfahren. Schmerzentwicklung und Geschmeidigkeit dabei beobachten.

Om Shanti
Kalidas
(Yogatherapeut / Bad Meinberg)

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Antworten auf diese Diskussion

Folgendes habe ich gerade dazu als Kommentar auf eine Anfrage einer Nutzerin geantwortet, das auch zum Teil hierher passt: Gelenkprobleme (nicht nur in der Pubertät)
[...]
Auch ich habe einschlägige Erfahrungen mit Knieproblemen, deren Ursachen nie ganz geklärt wurden. Mit 17 hatte ich einen Gelenkinnenhauttumor in einem Knie, der in zwei Jahren zweimal operiert werden musste. Dann wurde das Gelenk radioaktiv ausgestrahlt, ich wechselte zur Naturheilkunde, stellte die Ernährung um und siehe da, endlich Erfolg.
Danach wurde ich Kampfsportler, und später Yogalehrer obwohl mir prognostiziert wurde, nie wieder richtig gehen zu können... Nie aufgeben, sondern immer die Hoffnung bewahren. Ich hoffe, das gibt Euch etwas Hoffnung.

Bei den Knieproblemen Deiner Tochter könnte es sich auch um Wachstumsschübe in der Pubertät handeln. Siehe dazu den Diskussionsbeitrag von Kalidas http://mein.yoga-vidya.de/group/yogatherapie/forum/topic/show?id=20....
Im Allgemeinen ist es eine natürliche Verhaltensweise, die letztlich den Erfolg bringt. Bei Problemen mit den Gelenken allgemein, insbesondere mit dem Knie, zahlt es sich aus, beispw. um Entzündungen zu vermeiden, auf Fleischkonsum, ganz besonders dunkles Fleisch, weitgehend zu verzichten und den Eiweissbedarf anderweitig, möglichst pflanzlich, zu decken. Problem: Der Genuss eiweisshaltiger Hülsenfrüchte kann sich bei Gelenkproblemen als kontraproduktiv erweisen. Bitte auf die körperliche Reaktion bei derartigem Genuss achten und eventuell dann Hülsenfrüchte, wie Erbsen, vermeiden.
Darüber hinaus sollten Nahrungsmittel, die für einen hohen Harnsäuregehalt bekannt sind (http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/ernaehrung/ernaehrung_krankheit...), möglichst gemieden werden, solange die Entzündung nicht beseitigt ist.

Zwar haben die Ärzte bislang Deiner Schilderung zufolge für die Knieprobleme Deiner Tochter keine Ursache gefunden, es muss jedoch eine da sein. Auch wenn es für Dich etwas abstrus oder weit hergeholt erscheinen mag: Ist schon einmal daran gedacht worden, dass auch psychische Ursachen wie extreme Überlastung über einen längeren Zeitraum durch Mobbing, Leistungsdruck, private Probleme, ggf. auch etwas von jedem, etc.)zumindest daran beteiligt sein könnten? Auch dem sollte man einmal nachgehen, wenn auch Wachstumsschübe ausgeschlossen werden können...
Zunächst sollte eine Entzündung beseitigt werden, so vorhanden. Solange sollte auf anstrengende Hatha Yoga-Übungen verzichtet werden. Die von Kalidas, s .o. empfohlene Pavana Muktasana-Reihe (http://www.yoga-vidya.de/fileadmin/yv/Yogatherapie/Reihen_PDFs/Pava...) kann ich in sanfter Ausführung ebenfalls empfehlen. Schmerzen als Warnsignal sind immer zu beachten und notfalls ist auf Übungen für entsprechende Zeit ganz zu verzichten. Über diese Grenze sollte man nicht gehen.

Alles Gute
OM shantih
Detlef
.

Hari OM und
auf die Wachstumsphase in der Pubertät hätte ich auch hingewiesen. Zudem sind Skifahren und Turnen zwei Sportarten, die die Kniegelenke stark belasten können.
Die "Gelenkschmiere, die im Gelenk kreist", muss in Bewegung kommen, deshalb kann es wichtig sein, durch langsame Bewegungen diesen Prozess in Gang kommen zu lassen, bevor man springt, läuft, abfedert oder die Knie sonstwie belastet. (5-10 Min. Gehen, "strammes Gehen", leichtes Laufen, ein paar Kniebeugen (und dabei die Knie gerade (und nicht zu einer Seit) beugen.) Eine gute Skihose, damit die Knie nicht zu sehr auskühlen.
Manchmal ist die Aufhängung der Kniegelenke auch etwas "schlabberrig". Dann kann es nützen, die darum herum sich befindenden Muskeln zu trainieren, damit so mehr Stabilität entsteht und Sprünge und Erschütterungen besser abgefedert werden.
Vergessen sollte man auch nicht, dass starres Schuhwerk ein Abfedern, schonendes Aufsetzen und Abrollen des Fußes und die Zusammenwirkung all der kleinen Muskeln von den Füßen bis zum Rücken verhindern kann. Das bedeutet, nicht zu lange an einem Stück gelenkbelastende Sportarten zu machen und den gesamten "Gehapparat" von den Füßen über die Knie bis zur Wirbelsäule dadurch zu entlasten, dass man so oft wie möglich barfuß geht oder in Hüttenschuhen, Gymnastikschuhen etc., zwischen verschiedenen Schuhen abwechselt, das sanfte Aufkommen der Füße trainiert, bewusst abfedert, statt "auf den Boden zu donnern" u.s.w..
Soweit aus meinen Erfahrungen. Alles Gute! OM shanti. Devani

Hari Om,

im nächsten Yoga Vidya-Newsletter werden expilzit Knieübungen beschrieben.
Diese werden auch die oben beschriebenen Knieprobleme betreffen.

Om Shanti,

Kalidas
(Yogatherapeut / Bad Meinberg)

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