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Om Om Om,

wer von euch hat Erfahrungen mit yogischen Entspannungsverfahren wie Yoga Nidra oder der Tiefenentspannung von Swami Vishnu-Devananda gemacht. Habt ihr Lust, hier im Forum darüber zu sprechen?

Om Shanti und viele Grüße

Yogi Heinz

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Antworten auf diese Diskussion

Om Om Om,
ich nutze Yoga Nidra gerne als Einschlafhilfe und besonders dann,wenn ich nachts aufwache und nicht schlafen kann.Lege mir dann ne CD ein.In vielen Fällen konnte ich wieder einschlafen.

Lieber Gruß
Michael
Hari Om

Ich nutze auch regelmäßig Yoga Nidra zum Entspannen. Auch wenn ich weiß, dass ich sehr müde bin und wahscheinlich einschlafen werde. Trotzdem bin ich danach entspannter, als wenn ich einfach 30-45 min zum Schlafen hinlege.
Eine andere schöne Methode (mache ich oft vor dem Einschlafen) ist, sich einfach auf den Rücken legen, den ganzen Körper wahrnehmen und sich vornehmen, den Körper nicht zu bewegen und nicht einzuschlafen. Ich komme dabei regelmäßig und schnell in den Zustand von Yoga Nidra, in dem Spannungen gut gelöst werden.

Liebe Grüße
Maheshwara
Om Namah Shivaya Heinz,

während einer Entzündung in der Halswirbelsäule hatte ich Schmerzen beim Beugen des Kopfes nach vorne. Schulterstand und Pflug konnte ich vermeiden, aber das Kopf beugen im Alltag nicht, weil ich es immer wieder vergaß.

Zwischen den kurzen starken, messerscharfen bis stromschlagartigen Ereignissen etablierte sich ein leichterer Dauerschmerz, der mich Kraft kostete, mich immer öfter auch im Schlaf störte und auf Dauer müde und mürbe machte.

Eines Tages ging ich in die Yoga-Nidra Stunde bei Maheshwara in Frankfurt. Nicht speziell wegen meiner Beschwerden, ich kannte schon die klassische Tiefenentspannung, sie verschaffte mir immer wieder vorübergehende Erleichterung - viel mehr erwartete ich eigentlich nicht mehr. Es war eher Neugier, und weil ich von einem Bekannten von der enormen Erholungswirkung gehört hatte.

Aber nach der ersten Stunde war der Dauerschmerz weg! Bis die Entzündung ausgeheilt war und die heftigeren Beschwerden weg blieben, dauerte es noch Monate, aber mit Yoga Nidra ist bis heute noch kein akutes Ereignis wirklich chronisch geworden.

Ich bin sehr glücklich damit, denn kurze starke Schmerzen kosten nicht so viel Kraft, und ich kann ziemlich gelassen damit umgehen, seit ich diese Erfahrung gemacht habe.

Om shanti und einen lieben Gruß

Heike
Hari Om, Chris,

dein Beitrag enthält einen Hinweis auf einen ganz wichtigen Aspekt von Yoga Nidra - die Lösung unbewußter Eindrücke. Aber ich muß etwas ausholen.
Yoga Nidra ist so konstruiert, dass Entspannung nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch im emotionalen und mentalen Bereich ausgelöst wird. Um dies zu erreichen, wird die Übergangsphase vom Wach- zum Schlafbewußtsein (der sog. Alpha-Zustand des Gehirns) zeitlich ausgedehnt, denn in diesem Zustand, wenn die Grenze zum Unterbewußten sich öffnet, findet Entspannung statt.
Wir alle (es dürfte nur ganz wenige Ausnahmen geben) halten vergessene, verdrängte, meist negative Eindrücke im unserem Unterbewußtsein verborgen (Samskaras). Dieses Festhalten bedeutet Spannungen, die sich in der Tiefenentspannung lösen können und evtl. steigen dabei unangenehme oder schmerzliche Eindrücke auf.
Es ist also nicht so, dass durch Yoga Nidra etwas ins Unterbewußtsein "sich einschleicht", sondern im Gegenteil, was dort liegt und uns behindert, uns einschränkt, kann frei werden, der Übende wird entlastet.
Demzufolge ist auch überhaupt nicht sicher, dass die Worte, welche im Unterbewußtsein eine lösende Wirkung zeigen, beim bewußten Hören (Beta-Zustand des Gehirns) der Yoga Nidra-Anleitung als solche erkennbar sind.
Bleibt die Frage, ob es überhaupt wünschenswert ist, unangenehme Erfahrungen zu vermeiden. Erster und wichtigster Zweck von Yoga ist ja nicht Wellness, sondern Befreiung von den Begrenzungen, die uns daran hindern, unser Potential ganz auszuschöpfen und uns als das zu erkennen was wir wirklich sind. Dazu ist (leider ???) unvermeidlich, was z.B. Swami Sivananda in 'Konzentration und Meditation' wie folgt ausgedrückt hat: "So muß auch der Schüler ... die unbewußten Eindrücke (Samkaras) zerstören, den Samen für Tod und Wiedergeburt, der unaufhörlich neue Gedanken und Wellen (vrittis) entstehen läßt, wenn er den Zustand des samadhi, das heißt Befreiung und vollkommene Freiheit erlangen will."
Es braucht schon etwas Mut, wenn aber auch das Vertrauen da ist, hilft uns Yoga, diesen Mut zu entwickeln.

Viel Erfolg beim Üben von Yoga Nidra.

Jörg
Lieber Jörg,
ich danke Dir, das war sehr erhellend! Ich werde darüber nachdenken.
Trotzdem werde ich mir eine Yoga Nidra CD mal in aller Ruhe und mit Bewusstsein anhören. Es kann natürlich schon etwas in mir (und in jedem) liegen, was im Weg ist und mich am Freiwerden hindert. Andererseits können aber auch Bilder benutzt werden, die in mein Unterbewusstsein gelangen (eindringen) und so von mir nie erzeugt worden wären. Ich denke das oft bei den Nachrichten (TV und Zeitung). Dadurch entstehen dann erst Gedanken, die ich vorher nie gehabt hätte. Die Amischen, eine religiöse Gruppe in den USA, die ursprünglich aus religiösen Gründen aus Deutschland und der Schweiz ausgewandert sind, sagen: "Achte gut auf das, was Du siehst und hörst. Es hinterlässt Spuren in Dir." Das soll ein Rat sein, den sie ihren Kindern mitgeben. Und ich finde es sehr gut und wichtig, damit zu beginnen, sich Gedanken zu machen, welchen Einflüssen ich mich aussetze. Und wenn ich beginne, mich mit "der Kraft der Gedanken" zu beschäftigen, dann führt das auch zu den Äußerungen, die ich über Yoga Nidra gemacht habe. Vielleicht verstehe ich aber auch noch nicht alles - wie gesagt, ich werde über Deine Worte in Ruhe nachdenken.
Dieter lässt Dich zurückgrüßen und hat sich über die Grüße von Dir gefreut.
Om shanti - Chris
Hari Om,
liebe Chris,

bzgl Achte gut auf das, was Du siehst und hörst kann ich dir nur zustimmen. Vielleicht passt hier der Vergleich mit unserer Ernährung: wir achten darauf, was wir zu uns nehmen, sind aber auch zu einem gewissen Maße darauf angewiesen, den Anbietern zu (ver)trauen, und wenn Obst, Gemüse etc aus dem Bioladen stammen, ist das Vertrauen natürlich größer, als wenn diese Dinge konventionell angebaut wurden. Ich möchte dir auch nicht abraten, so vorzugehen, wie du es für dich als richtig erachtest, aber einen Hinweis zum Yoga Nidra möchte ich noch geben:

Wenn du dich mit Yoga Nidra beschäftigst, begegnest du auch dem Konzept von Sankalpa, dem Entschluß, den der Übende fasst. Hier wird tatsächlich etwas in das Unterbewußtsein gelegt - aber es ist ausschließlich derjenige, der Yoga Nidra übt, der diesen Entschluss formuliert, demjenigen, der dich im Yoga Nidra führt, ist es strikt untersagt, irgendwelche Affirmationen oder was auch immer anzusagen, so gut das auch gemeint wäre. Nein, ausschließlich derjenige, der geführt wird, formuliert sein Sankalpa. Wer durch Yoga Nidra führt, muß sich also seiner Verantwortung bewußt sein, denn wer geführt wird, öffnet sich und muß sich darauf verlassen können, das er/sie sicher geleitet wird.

Nun möchte ich um himmels willen keine Ängste schüren, im Gegenteil, auch wenn du vorsichtig vorgehst wird diese wunderbare Übung ihre Wirkung nicht verfehlen. Und: CD's, die das OK des Satyanada Yoga Zentrum haben sind wie Äpfel vom Biobauern - absolut genießbar ;-)

Viel Erfolg beim Üben
und
herzliche Grüße
Jörg

P.S. interesssant auch der Bericht über Schlafyoga im aktuellen 'Schrot & Korn'
Hari Om, lieber Jörg,
herzlichen Dank. Das hast Du nett formuliert.
Wenn ich neue Gedanken oder Erfahrungen habe, melde ich mich wieder.
Viele Grüße und bis vermutlich Oktober zum Satsang in Hannover -
Namasté Chris

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