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Hallo!
Gestern erzählte mir eine Schülerin, dass sie mit Panikattacken zu kämpfen hat. Iin der Yogastunde, sobald sie sich anstrengt und der Puls ein wenig ansteigt, bekommt sie eine P.-Attacke; sie wird den Gedanken nicht los, dass ihr Herz nicht o.k. ist (der Arzt hat nichts gefunden) und sie jeden Augenblick umfallen kann. Das geht soweit, dass sie anfängt zu zittern und sich hinsetzen muss. Wie kann ich ihr helfen?

Grüße

Anja

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Anja

ich habe auch eine Frau mit der selben Symptomatik. Sie ist traumatisiert und besucht bei mir einen traumasensiblen Kurs.
Daher wäre für mich die erste Frage, was dahinter steckt. Ob Trauma, ob generalisierte Angsstärung oder eine spezifische nur auf dieses Problem bezogen etc. Bei Trauma kann ich Dir gerne weiterhelfen, da gibt es einiges zu beachten. Bei anderen würde ich bei ihr einen Schwerpunkt auf innerer Beobachter in sicherer Umgebung setzen. Allerdings ist das in einem normalen Yogakurs nicht so einfach umzusetzen. Bei Ängsten allgemein muss man den Kurs auch spezifischer ausrichten.

Wichtig finde ich, was Du tun kannst, dass Du ihr klar zeigst, dass Du keine Angst vor ihren Panikattacken hast und jederzeit Herrin der Lage bist. Das ist bei Angstpatienten sehr wichtig. Und vielleicht hilft es schon, wenn ihre Matte so nah wie möglich bei Deiner liegt, dass sie sich ggf. zu Dir setzen oder legen kann wenn das für Dich stimmt.

Viele Grüße
Nitya
Panikattacken gehören eindeutig in eine Ärztliche / Psychotherapeutische Abklärung. Das kannst du in der Yogastunde nicht abfangen. Es gibt einige sehr nützliche Meditationen bei Angststörungen aus der Tradition des Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan, die unterstützend geübt werden könnten, zusätzlich zur ärztlichen Behandlung, ganz regelmäßig, jeden Tag, über 40 Tage lang oder länger. Du kannst unter www.3ho.de schauen, ob du dort etwas findest.

Bhakti Rüttgers
Die ganz einfache Antwort darauf lautet: man darf sich selbst nicht so wichtig nehmen!!!!! Ich spreche aus Eigenerfahrung, weil ich das alles, was Du von Deiner Schülerin beschreibst, selbst hinter mir habe. Man konzentriert sich wahnsinnig auf seinen Körper, nimmt diesen furchtbar wichtig, hat ein ausgeprägtes EGO (:-)) etc. ....dahinter steht auch oft Unzufriedenheit mit dem Leben etc. ..denn hätte man ein erfülltes Leben, hätte man gar nicht die Zeit, sich permanent mit seinem Körper und jedem Herzschlag zu beschäftigen!
Es gibt dazu eine tolle Seite im Netz, die mir damals geholfen hat, meine Panikattacken komplett loszuwerden: www.panicend.com KOMPLETT! Ich habe nie wieder eine Attacke gehabt, da folgendes verinnerlicht:
,,Panic Attacks: without fear of them they can not exist! Your panic attacks are you being afraid of the way you feel. They represent the conflict of you being afraid of you! If you did not fear the way you feel, then you would have no more panic attacks. This is the answer in a nutshell!"
Im Gegensatz zu Bhakti Rüttgers rate ich davon ab Psychologen und Co aufzusuchen ....ein oft geldgieriges Volk, die nur darauf aus sind, monatelange Therapien gepaart mit Medikamenten anzubieten ....dann lieber mal bei Yoga Vidya absteigen, meditieren, Selbstbesinnung!!!!! Gruss Ariane
P:S: Habe hier noch nie gepostet, war mir ein Herzenswunsch, weil ich weiss, wie man bei Panikattacken leidet und wie lange es dauert zu begreifen, dass Angst von innen kommt, nicht von aussen!
Hallo,

es ist ein Thema der mich zur Zeit auch sehr beschäftigt. Ich hatte bis vor 4 Jahren keine Angststörungen, aber dann bin ich von Mexiko nach Deutschland umgezogen. Unglaublicherweise, obwohl ich glücklich war und alles um mich rum super lief, habe ich sehr große tiefen gehabt, dass ich noch nicht mal zur Bushaltestelle wollte, weil ich mit ein Gefühl der Erstickung und ohmacht zu kämpfen hatte. Nun gehe ich zur psichologischer Therapie, aber die Therapeutin möchtet mich zu einem 3 Wochen Aufenthalt in der Klinik für Psychosomatik schicken. Innerlich weigere ich mich, denn ich denke mit Yoga könnte ich viel besser aus dem ganzen raus, leider weiss ich noch nicht was mein Problem ist, meine Angstörung ist nicht mehr so akut, aber sehr generalisiert . Obwohl ich schon seit mehreren Jahren Yoga mache hab ich trotzdem die Panikatacken gekriegt. Frage : was ist ratsamer , die traditionelle Klinik oder kann man so was in einen von den Seminarhäuser behandeln ?

Freue mich auf eine Antwort,
Mariana
Liebe Mariana,

hmhmhmhm das ähnelt sich sehr ...ich war lange in Spanien und bin dann zurück nach Deutschland-was eigentlich nicht so gewünscht war ....dann kamen die Panikattacken ....die Frage mit der Klinik hast Du Dir doch schon selbst beantwortet: wenn man sich innerlich weigert, sollte man Dinge nicht tun. Die innere Stimme gibt alles vor, leider trauen wir dieser nicht immer, das haben wir verlernt. Geh mal auf die Seite, die ich da gespostet habe, die ist auch auf Deutsch, ich hatte seitdem (Mai09) keine Attacke mehr ....kannst mich auch gerne anmailen: marnie2001@yahoo.de
Liebe Grüsse Ariane
Om Namah Shivaya
liebe Anja,

1. die Frau mit den Panikattacken soll, solange das noch so extrem ist, sehr entspannt üben.
2. Sobald der Puls etwas ansteigt, sich auf die tiefe, gleichmäßige Bauchatmung konzentrieren. Das klingt für Yogis so banal, aber das ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die tiefe Bauchatmungen Panikatacken abwenden kann und langfristig auflöst. Hierbei sollte man auch immer wieder den betroffenen bewusst machen, dass Herzklopfen und schwitzen bei körperlicher Anstrengung völlig normal sind. Beobachten lassen, wie bei tiefer Atmung sich Herz- und Kreislauf wieder beruhigen.
3. Das Wichtigste ist wirklich bei Ängsten, entspannen und tiefe, gleichmäßige Bauchatmung. Sitali, Sitkari und Brahmari können auch helfen, weil sie kühlend, beruhigend und harmonisierend wirken. Am Anfang keinen Atem anhalten lassen.

4. Zu Psychologische Yogatherapie oder/und Psychotherapie solltest du ihr auch raten

Om Shanti
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen
Shivakami
Danke schön für die schnelle Antwort, ich habe es mir sehr gewünscht. Ein Problem was ich auch habe ist, daß ich noch nicht so viele Menschen kennengelernt habe mit dem ich wirklich über mich sprechen kann. Ich fühle mich sehr einsam und fremd. Aber eins von den schönsten und vertrauten Erlebnisse seit 3 Jahren war letzte Woche in Bad Meinberg, dort habe ich eine ganze Woche verbracht und fühlte mich wie angekommen, auf einmal konnte ich mich wieder entspannen und loslassen. Auf einer der Vorträge wurde auf diesen Forum aufmerksam gemacht, so wie eine kleine Tür wo ein paar Strahlen durchkommen. Wirklich vielen Dank für die Antwort , die Seite werde ich mir auch durchlesen.
Liebe Grüße,
Mariana
Danke für deine Anregungen. Sie gibt sich wirklich Mühe, kann auch bereits besser entspannnen. Mittlerweile "erwischt" es sie "nur" noch, wenn sie sich mehr anstrengen muss und der Puls für längere Zeit (ein paar Minuten) ansteigt. Ich hoffe, Sie wird hier auch noch Zutrauen in sich gewinnen und es schaffen, nicht jede Regung ihres Körpers zu analysieren und zu hinterfragen.

Om Shanti

Anja
Genau das ist es , diese konstante Analyse !! Es ist so gut zu wissen,dass andere Menschen das selbe fühlen, aber ,dass es nur eine Phase ist, danke !!!
Vielleicht hilft DIR speziell ja auch folgendes: Sobald Du merkst, dass Du wieder anfängst, zu genau auf Dich zu achten und sich somit auch wieder Herzrasen, Schwindel o. ä. anmelden, dann richte Deine Gedanken ganz gezielt auf andere Dinge. Es hilft Dir auch, wenn Du eine Melodie summst o. ein Lied singst, da Du hier mehr aus- als einatmen musst. So wird sich langsam aber sicher, wenn DU konsequent bist und an Dich glaubst, die Panik zurückziehen...
Ich glaube , dass ist eine gute Idee. Ich mag den " Asato " Mantra . Werde es ausprobieren.

LG

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