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Om shanti,
ich unterrichte seit ca. 10 Jahren Yoga für Erwachsene. Nun hat mich eine Kursteilnehmerin gefragt, ob ich für sie und ihr 9jähriges Adoptivkind ein paar Stunden Einzelunterricht zur Festigung von Selbstvertrauen und innerer Stärke geben könne. Die Tochter leidet unermeßlich darunter, dass sie von ihrer Mutter weggegeben wurde und dagegen ein im letzten Jahr geborenes Mädchen (anderer Vater+bessere Randbedingungen) behalten wird. Sie wurde gleich nach der Geburt von verschiedenen Verwandten versorgt und nach drei Monaten von ihrer jetzigen Mutter versorgt und nach Deutschland gebracht. Der Kontakt zur Herkunftsfamilie wurde beibehalten und die Adoptiveltern sind ausgesprochen liebevoll. Die Psychotherapeutin stellte fest, dass das Kind überhaupt kein Selbstvertrauen hat...
Bei Erwachsenen würde ich viel fürs Muladhara Chakra machen, z. B. Baum + Wurzeln wachsen lassen usw.
Da ich mich mit Kinderyoga bisher nicht befasst habe (nur mit meinen Enkeln spielerisch einzelne Übungen mache) bitte ich nun um euren Rat. Könnt Ihr mir Empfehlungen für Meditation, Entspannung und Übungen geben?!
Licht und Liebe Ursula

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Ursula,
Du bist schon auf dem richtigen Weg. Ich denke, auf jeden Fall Übungen zur Erdung wie den Berg, den Baum, die Kuh (als nährendes Muttersymbol), sowie auch Übungen fürs Sakralchakra, da sie ja schon 9 Jahre alt ist, wie die Kobra. Was die Beziehung zwischen den beiden angeht würde ich auf jeden Fall Übungen fürs Herzchakra machen. Ein Herzensritual aus dem Buch von Petra Poßowsky "Hokus Pokus Asana" mache ich ganz oft sowohl in Kinderyogastunden als auch in Einzelsitzungen mit Kindern und zwar geht es folgendermaßen: Schneide aus dickem roten Karton ein Herz aus und Klebe in der Mitte ein Teelicht drauf. Dann brauchst du noch für jeden Teilnehmer zwei Wäscheklammern. Jeder nimmt eine Wäscheklammer in jede Hand und das Herz wird dann reihum gegeben, d.h. Mit der Wäscheklammer in der einen Hand genommen, dann an die andere Hand übergeben und dann mit der Wäscheklammer in der anderen Hand weitergeben (fördert die Vernetzung der beiden Gehirnhälften). Meistens mache ich erst ein oder zwei Runden mit nicht angezündeter Kerze und dann zünden wird die Kerze an. Ihr könnt dann immer beim weitergeben zum Nachbarn sagen: "Ich gebe dir Licht und Liebe". Und der andere antwortet dann mit: "Das nehme ich dankbar an." Auch ausgesprochene Gedanken wie "Ich wünsche dir von ganzem Herzen, ..." mögen die Kinder sehr gerne und es ist wunderschön zu sehen, wieviele immaterielle Wünsche die Kinder haben. Ansonsten, die Übungen natürlich spielerisch, auch Geschichten sind gut machbar mit nur einem Kind. Lass das Mädchen doch eine Geschichten-Buch mitbringen, dass es gerne mag. Es werden sich sicherlich einige Yogatiere drin versteckt haben.
Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen weiterhelfen konnte
Herzliche Grüsse und Om Shanti
Katrin
Liebe Ursula,
für mich stellt sich in dieser Situation immer die Frage, inwieweit es richtig ist, aktiv den Kontakt zur Herkunftsfamilie zu halten. Vielleicht möchte das Kind das überhaupt nicht. Ja vielleicht hat das Kind sogar Angst, die Adoptivmutter hält den Kontakt deswegen, weil sie eines Tages das Kind wieder zurück schicken will. Wäre ich ein unsicheres Kind (welches schon einmal weggegeben wurde), so hätte ich diese Angst.
Leider kann ich zur Frage nach den Yogaübungen nicht viel beitragen, jedoch hat meine Tochter durch das Erlernen eines Musikinstrumentes (qualifizierter Unterricht mit regelmäßigen Vorspielen) sehr viel an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen gewonnen.
Sorry Ursula, wenn ich Dir nicht wirklich helfen kann, aber vielleicht hilft mein Beitrag dem Kind.
Om Shanti
Peter

Liebe Katrin,
ganz herzlichen Dank für Deine hilfreichen Vorschläge. Ich werde sie gerne in die Stunden integrieren. Kannst Du mir auch einen Rat für die Abschlussentspannung geben - ich könnte mir vorstellen, dass eine Geschichte wirksamer ist als die "normalen" Entspannungen?!
Lieber Dieter,
hab' Dank für Deinen Beitrag. Ja, wegen dem Instrument werde ich bei der Mutter nachfragen - je nach Talent kann ich mir auch Kunst oder Musik gut vorstellen. Ich bin früher oft in schwierigen Zeiten ins Malen abgetaucht und kam frei und zeitlos wieder zurück. Zum Kontakt zur leiblichen Mutter kann ich nicht viel sagen; ich denke, das kann sich so oder so auswirken. Ich weiss nur, dass in den Familienaufstellungen dieser Kontakt (zur ganzen Familie) einen sehr hohen Stellenwert hat und Grundlage für die Heilung der Beziehungen ist. Die Kleine hat vor ein paar Jahren eine Adoptivschwester bekommen; so denke ich dass die Angst zurückgebracht zu werden vielleicht doch nicht aufkommt.
So viel ich weiss, werden beide Familien jährlich besucht und die Kinder wissen dann vielleicht auch die Bedingungen in Europa zu schatzen und die Mütter sehen, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind.
Nun wünsche ich allen einen guten Start in ein gesundes neues Jahr voller Licht und Freude
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

alles Liebe Ursula

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