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Liebe Leute,

wenn Sukadev zur Diskussion einlädt, kann man / frau schlechter "nein" sagen als sonst. Und doch "Yoga und Tanz"- wie passt das zusammen? Gut, beides trägt zur Harmonisierung bei, baut Blockaden ab und lässt die Lebensenergie besser fließen. Ich bin der Musik sehr zugetan und tanze natürlich auch gerne. Tanzen, das macht man. Aber darüber reden???

Tanz ist pure Lebensfreude, Selbstausdruck, Leben im Moment, Rhythmus, Fließen, Bewegung und Erotik. Und manchmal "tanzt es einen", d.h. man plant die Bewegungen nicht.
Yoga ist kontrollierter; wir halten die Asanas und häufig spüre ich das Fließen der Energien besonders dann, wenn ich eine Stellung für mich lange gehalten habe und dann herausgehe.

Jetzt fällt mir plötzlich ganz viel ein. Trotzdem erstmal eine These:
Da wir Westler so verkopft und bewegungsarm geworden sind, ist es sinnvoll ab und zu an eine Yogastunde meditatives Tanzen anzuschließen, bevor zur möglichst bewegungslosen Meditation "im kreuzbeinigen Sitz" übergegangen wird.

Es würde uns zufriedener machen (, so wie das erstaunlicherweise minutenlange "Abtanzen" in manch kürzlich vergangenem Satsang). (Allerdings ist indisches Tanzen noch viel anmutiger als das, was wir üblicherweise machen.)

Namasté und herzliche Grüße!
Devani

Tags: //, Energien, Tanzen, Yoga

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Namaste`

... "Aber darüber reden???" ... und schwups ... schon hast du es selbst getan! Und sogar ganz schön lang! ;-) Und irgendwie find ich, hast du dir schon selbst Antworten auf deine Fragen gegeben?!?

Ich zumindest hab mit dieser Kombi in Theorie und Praxis gar kein Problem, ich finde sie faszinierend und wunderschön!! Inspirierend und und und ... Da kann man so toll und viel experimentieren ...

Ich hab das auch nicht so verstanden, dass es in dieser Gruppe "nur" um klassischen, indischen Tanz geht. Ich hab es auch nicht so verstanden, dass es zwangsläufig darum geht, beides in einem Atemzug zu nennen/zu tun?!?

Vielleicht magst du ja mal bei www.danceyoga.ch schauen?!? Oder was hälst du z.B. davon? (Ich glaube den zweiten Hyperlink einzufügen hat nicht geklappt?) Wenn du bei yogapad.de auf die Videos gehst und als Suchbegriff yoga und tanzen eingibst, spuckt er 7 Videos aus. Eins davon heißt: "Indrayani und Kamalesh bei ihrer Yoga Tanz Choreographie"Zumindest ich könnte stundenlang zuschauen (und zuhören).
Ich merke gerade, je öfter ich deinen Beitrag lese, umso weniger ist mir klar, was deine Frage, dein Problem, dein Anliegen ist??? Gruß Durga
P.S.Übrigens bin ich der Einladung nicht gefolgt, weil sie von Sukadev kam!
Liebe Durga, liebe Leute,

danke für Deine Antwort. Yoga und Tanz schienen mir zuerst zwei verschiedene Schuhe zu sein.
Ich bin der Einladung gefolgt, habe aber erst gedacht, dass ich dazu nichts zu sagen hätte. Finde es aber schön, wenn so ein Forum "ans Laufen kommt" und wollte einfach versuchen, den Anfang zu machen.

Von Dir und anderen wollte ich gerne hören, ob für Euch Yoga und Tanz zusammen passen oder lieber zwei eigene Veranstaltungen seien sollten.
Namasté und herzliche Grüße von Devani (z.Zt. dem Woodroot-Webradio total verfallen)
* Om Nama Shivaya *

Hierin liegt die Antwort. Shiva ist Nataraj, der König der Tänzer, und gleichzeitig der Meditierende Gott. Tanz und Samadhi können scheinbar zwei Extreme sein. In Wirklichkeit durchdringen sie sich gegenseitig.

Hier ist ein berühmter Sloka, der auch getanzt wird:

"Angikam bhuvanam yasya
Vachikam sarva vangmayam
Aharyam chandra taradi
Tam vande satvikam sivam.”

Seine Körperteile sind das ganz Universum
Seine Sprache ist die Essenz aller Sprachen
Seine Juwelen sind der Mond und die Sterne
Ihn, der segensreiche Shiva, verehren wir.

Wenn Shiva tanzt, drehen sich Sonnen, Sterne, Monden, Planeten und ganze Universen um einander. Atomen, Protonen und Ionen umkreisen sich. Wenn wir meditieren, tanzt Shiva in unserem Herzen. In Mitte der schnellsten Drehung liegt das ruhige Zentrum.

Tanz und Hatha Yoga können anfangs sehr auf die materielle Ebenen des Körpers bezogen, verstanden und praktiziert werden, bis ein gewisser Grad des Körperbeherrschung erreicht ist. Auf Dauer geht es um die Energien, die durch den Körper fließen. Welche Energien gehen rein und zirkulieren, welche wieder raus und was passiert dann damit. Diese Energien umfassen irgendwann alles, was es gibt.

Herzliche Grüße,
Shahrazad
Namasté!

Meine Erfahrung ist, dass Yoga und Tanzen sehr gut zusammen passen, auch in einer "Stunde", die dann ruhig etwas länger sein kann. Dabei meine ich mit Tanzen nicht unbedingt indischen Tanz, sondern auch andere Tanzformen wie freien Ausdruckstanz, meditativen Tanz, Kreistanz, orientalischen Tanz oder das Tanzen von Asanas und Karanas.

Dem Körper tut es gut, sich mit Yoga aufzuwärmen, vorzuberereiten auf das Tanzen und nach dem Tanzen sind Körper und Geist ganz anders in der Lage, sich in entspannende Asanas zu geben, zu meditieren oder zu entspannen..
Was für mich Tanz und Yoga verbindet ist die Hingabe an das was da ist, die Musik, ein Mantra, den Tanz, die Impulse, die aus einem selbst kommen und in die Bewegung gehen, die Haltung oder den Bewegungsablauf.

Herzliche Grüße

Anata
Namastè!

Marcus Stück hat die Wirkungen von Yoga und Biodanza in einer Habilitationsschrift untersucht, ganz speziell bei stressgeplagten Berufsgruppen wie Lehrer und Erzieher.
Literatur: Neue Wege: Yoga und Biodanza in der Stressreduktion für Lehrer, Schibri-Verlag, ISBN 978-3-937895-91-8, sehr interessant und innovativ.
Seither integriere ich Yoga und Tanz in meinen Kursen als besonderen Höhepunkt.

Shanti OM

Klaus-Jürgen
Das hast Du sehr schön ausgedrückt, Shahrazad, danke!

Beim tanzenden Shiva, der das Leben in Bewegung hält, fällt mir auch ein Bild ein. War es Shakti, die auf Shiva tanzt? Ich meine es gibt auch die Darstellung, wo Kali auf Shiva tanzt. Die potentielle Energie im Menschen und die kosmische Energie streben der Vereinigung zu und gehören letztendlich zusammen. Vielleicht lässt uns der Tanz dies manchmal ahnen, spüren, erfahren.
Besonders hat mir die Stelle in Deiner Mail gefallen, wo Du schreibst "In Mitte der schnellsten Drehung liegt das ruhige Zentrum." Ja, genau, sehr schön! Zwei scheinbare Extreme und doch kommt jedes zu seinem Recht. In der Mitte unseres Körpers sollen auch die ursprünglichen Zellen liegen, mit denen unser materielles Leben seinen Anfang nahm. Beim "wilden Kreiseln", das wir als Kinder zu zweit machten, bis wir auseinander flogen und irgendwo im Gras landeten und beim Tanz der Derwische tritt genau ein, was Du sagtest: "In der Mitte der schnellsten Drehung liegt das ruhige Zentrum." Und ich denke, wir zentrieren uns dabei selber, kommen in unsere Mitte.
"Tanz und Hatha Yoga". . ."auf Dauer geht es um die Energien. . ." Ja, genau! LG Devani
Liebe Anata,

vielen Dank für Deine Erfahrung. Ich habe Yoga und Tanz noch nicht direkt hintereinander praktiziert.
Sollte Deiner Meinung nach erst Yoga kommen und dann Tanz? Ich meine, wir können uns auch mit dem Tanzen aufwärmen und Stress abbauen, um dann zentriert in die Yogapraxis zu gehen. Was meinst Du?

Namasté und herzliche Grüße zurück von Devani.
Lieber Klaus - Jürgen,

danke für den Lit.-Hinweis. Von Biodanza habe ich schon gehört. Es soll ja eine sehr intensive Art sein, miteinander zu tanzen.

Eine kleine Frauengruppe will jetzt Yogaunterricht bei mir haben. Das ist vielleicht genau die richtige Gruppe, wo ich Yoga und Tanz mal ab und zu integrieren kann.

Namasté sagt Devani
Liebe Devani,

Biodanza bedeutet Lebenstanz – Erlebe, was sich ereignet

Nach dem System Rolando Toro, Chile, 1970 er Jahre

Biodanza heißt

vereinige Kopf – Herz – Hüften – Becken – Arme - Beine
denke – fühle – folge deinen Instinkten
verbinde Musik – Bewegung - Emotionen mit Gruppendynamik

Es ist nicht nötig bestimmte Tanzschritte einzuüben
Lass die Musik dich bewegen
Dein Körper weiß, was zu tun ist
Du wirst dich gut fühlen
Du hast Spaß und fühlst dich entspannt.

Der Ermöglicher (Facilitador) eröffnet den Raum und gibt Ermunterungen für Erlebnisse (Vivenciar).

Um Biodanza lehren zu können, benötigt es ein Studium und Ausbildung, mit entsprechenden Kosten und das kann ich nicht mehr leisten. Deshalb habe ich mir ein kleines Programm nach o.g. Prinzipien entwickelt und in meinen Gruppen getanzt und es ist prima angekommen, auch wenn es den meisten ungewöhnlich vorkam. Wenn du magst, könnten wir uns ja über e-mail austauschen.

Om namah shivaya

Klaus-Jürgen
Lieber Klaus-Jürgen, liebe Leute,

hatte Deine Mail gelesen, aber das Leben war so interessant, dass ich kaum Mails geschrieben habe. Erstmal vielen Dank für Deine Erläuterungen und den angebotenen E-Mail Austausch.
Ich muss gestehen, ein Stück weit bin ich "Puristin", will sagen, Yoga soll bei mir für sich stehen; unvermischt, pur. Und ich stehe auch noch am Anfang des Unterrichtens von Yoga.

Ich liebe es, zu tanzen und Tanz hat auch seinen Stellenwert und seine Berechtigung. Ab und zu werde ich das Tanzen "einbauen", bzw. an eine Yogastunde anhängen. Angedacht ist eine "Vollmond-Yoga-Stunde" der Frauengruppe; Yoga, abends, bei Vollmond, anschließend eine Pause bei Ingwerwasser, dann meditatives Tanzen mit Übergang zu einer Meditation.

Habe mich neulich mit einer Freundin "kurzgeschlossen", die Biodanza gemacht hat. Bei allem, was ich gehört habe, würde ich es nicht mit Yoga zusammen bringen. Zuerst halte ich es für wichtig, dass Yoga Praktizierende etwas für sich tun und versuchen, (möglichst dauerhaft) ins Gleichgewicht zu kommen. Dann erst halte ich die Öffnung zu anderen Zielen und Menschen für sinnvoll und effektiv. In der Gymnastik würde man / frau sagen: erst die Pflicht, dann die Kür. So ein Fundament halte ich für wichtig, um wirklich zentriert, in sich ruhend und intensiv zu werden.

Vorerst werde ich mich also nicht mit Biodanza befassen und ich habe auch schon eine Idee, wie ein Tanz, den ich mit einer Yogastunde kombinieren könnte, aussehen könnte.
Demnächst mehr.
Bis bald. Danke. Namasté. Devani Christel

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