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Hallo zusammen! Ich bin ein Yoga-Neuling und möchte nur zusammengefasst erzählen, wie ich dazu gekommen bin und welches Problem sich mir auftut. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Ich leide durch mehrere traumatische Erlebnisse quer gestreut durchs Leben an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Durch eine Retraumatisierung bin ich vor vier Jahren endlich in einer vernünftigen Traumatherapie gelandet, die mir sehr geholfen hat, so dass vieles wieder richtig gut geht. Es ist jedoch so, dass diese Therapie mehr als eine Höllentour war und ich bis dahin alles verdrängt habe und trotzdem funktioniert. Von dem Ganzen geblieben ist eine Angststörung, die je nach Situation erscheint, mittlerweile von mir aber handhabbar gewesen ist. Noch als Zusatz, ich habe nie Medikamente genommen, weil ich immer der Meinung war und bin, dass der Mensch sich alleine heilen muss. Die Zustände, die ich dabei durchlebe, sind vor allem begleitet durch ganz extreme körperliche Schmerzen. Vorwiegend in Magen, Darm, Schulter, Gesicht. Nachdem ich wirklich alles ärztlich abgeklärt habe und weiss, dass alles psychosomatische bedingt ist, habe ich zum Yoga gefunden, um endlich wieder Ruhe, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit in meinen Körper zu bekommen, da wirklich alles blockiert ist. Nachdem ich nun mit Begeisterung und vollkommener Freude die ersten zwei Wochen des Video- Kurses jeden Tag praktiziert habe und sofort gemerkt habe, wie gut mir das tut und wieviel besser die Beschwerden werden, kommt nun das Problem. Seit ich vor ein paar Tagen mit dem Video der dritten Woche übe, hab ich das Gefühl, dass in mir alles in Unruhe ist. Nicht nur, dass ich teilweise wieder knapp vor einer Panikattacke bin, ich habe seit zwei Tagen eine fast nicht zu bändigende Wut in mir. Ich hab das Gefühl, es bricht etwas auf. Ich bin mir sicher, dass es durch die Übungen ausgelöst wird, ich merke insbesondere beim Fisch und dem Drehstuhl, wie mir die Energie hochschiesst und mir teilweise einfach die Tränen runterlaufen. Für mich fühlt es sich an, als würde sich da gewaltig etwas lösen. Die Frage: Ist es irgendwann gelöst und hört das wieder auf? Muss ich da nur einmal durch? Mir macht das soviel Spaß und ist wie für mich gemacht, aber diese Zustände wollte ich nicht unbedingt wiederholen müssen. Lieben Dank!

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Hallo, hast du schon einmal daran gedacht, dir ein schönes Seminar bei Yoga Vidya auszusuchen, um gemeinsam zu praktizieren und sich über Eindrücke auszutauschen? Die geschilderten Symptome klingen so heftig, dass diesbezügliche Tips übers Forum sicherlich nicht ausreichen.
Hallo und danke für die Antwort. Ich bin zeitlich so sehr eingebunden, dass es für mich schon sehr ideal ist, dass ich mir Zeit und Ort flexibel aussuchen kann. Feste Termine sind schlecht planbar, so dass es für mich zusätzlich eher Stress wäre. Das kann ich momentan nicht leisten. Ich würde gerne zunächst überhaupt gerne wissen, ob so etwas vorkommen kann. Ich habe auch noch eine Frage vergessen. Nach den Übungen kann ich teilweise für eine halbe Stunde ganz schlecht gucken, als würde zunächst etwas aufgehen und dann wieder zugehen. Ich habe keine Sehstörungen, Brille oder ähnliches. Ich hab nach all diesen Sachen gesucht im Internet, jedoch erzählen natürlich alle etwas anderes. Deshalb dachte ich, es wäre am Sinnvollsten bei Euch zu fragen. Während der Übungen fühle ich mich absolut hervorragend, danach geht es irgendwie abwärts. Das ist aber erst jetzt in der "dritten Woche" so. Lieben Dank nochmal für die Anregung.

Liebe Maja,

es freut mich sehr, dass du mit deiner Geschichte mit Yoga begonnen hast. Gerade in dem Fall, den du von dir schilderst, kann Yoga einige positive Effekte haben. Und das mit den 3 essentiellen Yogatechniken Meditation, Pranayama (Atemübungen) und Asanas (Körperstellungen).

Das was du schilderst passiert bei ganz vielen Menschen. Mit Yoga stellt sich schnell ein gewisser Fortschritt ein. Wenn man dann weitermacht, kommt man an die eigentlichen Themen. Diese können sich so bemerkbar machen wie bei dir. Unruhe, Wut, Trauer.
Dies ist ein gutes Zeichen, wenn das auftaucht. Du bist auf dem richtigen Weg. Yoga wirkt bei dir.

Grundsätzlich wäre es an dem Punkt empfehlenswert, wenn du einen erfahrenen/e Yogalehrer/in aus dem Yoga Vidya Stil zu Rate ziehst. Idealerweise in einem der Yoga Vidya Ashrams. Denn nun müsste entschieden werden, ob du deine Praxis änderst oder ob du sie so beibehältst und durch die Widerstände durchgehst.

Ich tendiere aus der Ferne betrachtet tatsächlich dazu dir zu empfehlen, durch diese Widerstände hindurch zu gehen. Wichtig: Wenn du durch sie hindurch gehst, solltest du dringend bei der Praxis bleiben, die in dem Video-Kurs empfohlen wird. Denn da deine Reaktionen nicht unüblich sind, nicht von der Art und Weise und auch nicht vom Zeitpunkt aus gesehen, wird dies in den nächsten Videos berücksichtigt. Denn diese Kurse sind keine zufällige Abfolge von Übungen, sondern bauen sinnvoll aufeinander auf. Und wenn du bei den Kursen bleibst, wirst du nach deinen Erfahrungen wieder abgeholt.

Wie gesagt, für mich lesen sich deine Schilderungen so, dass du auf dem richtigen Weg bist und diesen Weg - mit all seinen Widerständen - weitergehen solltest. Denn Widerstände sollten überwunden werden, sollten transformiert werden. Und dafür ist die Praxis von zuerst Asanas, dann Pranayama und schließlich Meditation ausgesprochen hilfreich. Höre jetzt nicht auf mit deiner Praxis. Denn das ist der häufigste Grund, wenn Menschen mit Yoga, besser gesagt, nach Yoga, Probleme bekommen.

Mach weiter. Du bist auf dem richtigen Weg. Yoga wirkt bei dir.

Hier noch ein paar Tipps, wio du noch weiteren Input bekommen kannst:
Was ist Yoga
Psychologische Yogatherapie

Spirituelle Lebensberatung
Diese beiden Möglichkeiten am besten in Verbindung mit eine paar Tage vor Ort mit der Yoga Ferienwoche oder dem Wochenende Yoga und Meditation Einführung.

Sicherlich gibt es auch Yogalehrer bei dir vor Ort, die bei Yoga Vidya ihre Ausbildung gemacht haben und dir weiterhelfen können. Die findest du in unserem Yogalehrerverzeichnis.

Om Shanti
Chandrashekara (Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Das die Sehkraft nach den Übungen eine Weile verändert ist, kenne ich selbst auch. Wenn das ja wieder weg geht, würde ich mir keine weiteren Gedanken drüber machen. Bei mir wird das jedenfalls immer nach kurzer Zeit wieder normal.


Maja sagt:
Hallo und danke für die Antwort. Ich bin zeitlich so sehr eingebunden, dass es für mich schon sehr ideal ist, dass ich mir Zeit und Ort flexibel aussuchen kann. Feste Termine sind schlecht planbar, so dass es für mich zusätzlich eher Stress wäre. Das kann ich momentan nicht leisten. Ich würde gerne zunächst überhaupt gerne wissen, ob so etwas vorkommen kann. Ich habe auch noch eine Frage vergessen. Nach den Übungen kann ich teilweise für eine halbe Stunde ganz schlecht gucken, als würde zunächst etwas aufgehen und dann wieder zugehen. Ich habe keine Sehstörungen, Brille oder ähnliches. Ich hab nach all diesen Sachen gesucht im Internet, jedoch erzählen natürlich alle etwas anderes. Deshalb dachte ich, es wäre am Sinnvollsten bei Euch zu fragen. Während der Übungen fühle ich mich absolut hervorragend, danach geht es irgendwie abwärts. Das ist aber erst jetzt in der "dritten Woche" so. Lieben Dank nochmal für die Anregung.
Ganz herzlichen Dank für diese Informationen, die mich einerseits beruhigen und andererseits sehr motivieren, weiterzumachen. Ich bleibe dann optimistisch, dass die Widerstände fallen werden. Lieben Gruß Maja

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