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Wie meditiert man richtig, wenn man tausend Gedanken im Kopf hat?

Wenn ich meditieren möchte, kommen ganz besonders viele Gedanken hoch. Was mache ich da am besten? Ich würde gerne richtig meditieren können.
(eingegangen als Frage auf einer anderen Community - hier reingestellt von der Yoga Vidya Redaktion)

Tags: meditation

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Probiere verschiedene Formen der Meditation aus. Für jeden Menschen ist eine andere Technik geeigneter. Einige der Techniken könnten z.B. sein:

- Atembeobachtung: Du beobachtest, wie der Atem ein- und ausströmt. Du kannst den Atem beobachten in den Nasendurchgängen (beim Einatmen wird er kühler, beim Ausatmen wärmer), in den Lungen (du spürst die Veränderung des Gefühls in der Mitte der Brust beim Ein- und Ausatmen), oder im Bauch: Du spürst, wie die Bauchdecke sich bewegt beim Ein- und Ausatmen
- Beobachtung der Gedanken und Gefühle: Du wirst dir bewusst, wie die Gedanken und Gefühle kommen und gehen, während der Atem ein- und ausströmt. Insbesondere beim Ausatmen lässt du die Gedanken wieder gehen. Beim Einatmen bist du dir bewusst, welche neuen Gedanken kommen. Vielleicht spürst du eine Pause zwischen zwei Atemzügen und zwischen zwei Gedanken. Genieße diese Atemstille
- Mantra-Meditation: Du wiederholst ein Mantra wie "OM" beim Ein- und Ausatmen. Wer zügig zur Stille kommen will, kann das über ein Mantra am schnellsten
- Licht-Meditation (Tratak): Du schaust 1 Minute lang auf eine Kerzenflamme, die in etwa 1-5 Meter Entfernung steht. Dann schließt du die Augen und visualisierst diese Kerzenflamme innerlich eine Minute lang. Dann öffnest du die Augen und schaust wieder auf die Kerzenflamme. Das kannst du 3-5 Mal wiederholen. Diese Meditationstechnik hilft dir am schnellsten, deinen Geist positiv zu stimmen
- Chakra-Meditation: Du konzentrierst dich auf ein Chakra, z.B. das Herz oder die Mitte der Stirn. Alle Gedanken und Gefühle schickst du in dieses Chakra. Die Gedanken und Gefühle transformieren sich dabei in positive Energie. Diese Chakra-Meditation kannst du auch kombinieren mit einem Mantra, wie z.B. OM


Das sind nur einige der möglichen Meditationstechniken. Zwar wird oft bei unruhigen Gedanken am meisten empfohlen, die Gedanken zu beobachten. Aber meine Erfahrung als langjähriger Meditationslehrer ist, dass es hilfreich ist, Verschiedenes auszuprobieren. Manche, die mit einer Technik ihren Geist nicht zur Ruhe bringen konnten, konnten das sehr gut mit einer anderen.

Die oben beschriebenen Meditationstechniken kannst du auch finden unter http://www.yoga-vidya.de/meditation.html . Da werden verschiedene Meditationen beschrieben, du bekommst Kurzanleitungen in Worten, Meditationsanleitungen als Video und Audio.

Unten auch ein Video der sogenannten kombinierten Mantra-Meditation. Diese ist, nach meiner Erfahrung, eine besonders effektive Meditationstechnik, gerade für Menschen, die einen sehr bewegten Geist haben...

 

Um Meditation zu erlernen, hier noch ein paar weitere Links:

Noch etwas: Manche stellen die Frage: Wie meditiert man richtig? Bei der Meditation gibt es nicht wirklich richtig oder falsch. Es gibt viele Formen der Meditation. Probiere es aus, welche Meditation dir ein Gefühl von innerer Ruhe, von Gelassenheit, von Energie gibt. So findest du heraus, welche Meditation für dich richtig ist.

Die Frage: Wie meditiert man richtig? kann dich auch unter "Leistungsdruck" bringen. Habe ich die bestmögliche Meditation? Dabei ist Meditation genau das Gegenteil von Druck. Meditation ist loslassen. Probiere also spielerisch verschiedene Meditationen aus. Du wirst herausfinden, welche Technik für dich hilfreich ist. Und diese ist dann richtig. 

Ach ja, eine letzte Anmerkung: Wie meditiert man richtig - ist letztlich immer individuell zu beantworten. Es gibt keine richtige bzw. beste Meditation für alle. Und sogar für den einzelnen Übenden wandelt sich die Meditation im Lauf der Zeit.

Meditation hat viele positive Wirkungen: Entspannung, Mehr zum Thema Gelassenheit , Energie. In der Meditation kommst du mehr zu dir selbst, zu deiner Mitte, zu deiner Kraft. Meditation kann dir verhelfen zu mehr Selbstbewusstsein und Kreativität. In den höheren Stufen, und manchmal schon am Anfang, bekommst du Zugang zu einer höheren Wirklichkeit - zu den Tiefen deiner Seele, bzw. zur Weltenseele.

 

Das man am Anfang tausend Gedanken im Kopf hat, ist normal. Gerade in dieser Phase sollte man die Gedanken ruhig zulassen. Denn wenn man versucht die Gedanken zu blockieren, erreicht man nur das Gegenteil.
Je länger man meditiert, umso mehr nehmen die Gedanken von Zeit zu Zeit immer mehr automatisch ab.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
Unten eine schöne Video Anleitung, die dir einige Tipps darüber gibt, wie man richtig meditiert. Natürlich ist Meditation ein sehr weites Gebiet. Wirklich "richtige" oder "falsche" Meditation gibt es nicht. Es gilt eher: Finde eine Meditationsart, mit der du gut meditieren kannst, eine gewisse innere Ruhe erfährst, Freude erfährst, und nach der du mehr Energie hast. Der Tag sollte besser verlaufen, wenn du richtig meditiert hast.


Übrigens: Im Meditations-Portal bekommst du viele weitere Tipps zur Meditation. Und in dieser Yoga und Meditation Community findest du viele Meditationsanleitungen als Video und Audio
Der groesste Witz ist das meditieren von meditation, von dem Verb meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“ abgeleitet ist!

Und mit "Innenschau", "Versenkung" wohl am treffendsten uebersetzt ist, mehr ist es erstmal in der Tat nicht!

Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln.

Das Ziel ist "Stille"... und die Aufhebung der Subjekt-Objekt-Spaltung ueberwunden werden und "Einsssein", Leere, Panorama-Bewusstsein, im Hier und Jetzt sein oder einfach nur frei von Gedanken zu sein.

Kontemplantion von Gegenstaenden wie einer Blume, eines Buddhas, von Christus, Maria.. der Welt, einem Kornblumenfeld... alles moeglich um die "Horde Affen" zu baendigen!
Zu Beginn meiner Meditationspraxis ging es mir genauso. Ich habe mich hingesetzt und sofort waren unendlich viele und scheinbar auch wichtige Gedanken da. Alle Anleitungen halfen mir nicht wirklich, weil ich mich immer wieder in den Gedanken verfing, wie in einem Spinnennetz. Als mir dieser Umstand bewusst wurde, habe ich mich daran erinnert, dass ich als Kind sehr gerne die Wolken am Himmel beobachtet, Figuren entdeckt und aus diesen Geschichten formuliert habe. Mit den Gedanken versuchte ich das gleiche. Ich habe mir vorgestellt, sie sind Wolken am Himmel, die auftauchen, eine Weile da sind und dem Blick dann wieder entschwinden. Irgendwann wusste ich, die Gedanken sind da, aber ich muss ihnen keine Aufmerksamkeit schenken. Schritt für Schritt kam ich immer tiefer zu mir selbst, konnte mit den Anleitungen etwas anfangen. Das ging dann auch relativ schnell.
Nach den ersten Erfolgen veränderte sich Vieles. Ich habe die Dinge um mich herum anders wahrgenommen und teilweise machte mir das auch erstmal Angst. Im Nachhinein gesehen, bin ich sehr dankbar für diese Erlebnisse und alles, was sich daraus ergeben hat.
Damit, was Meditation ist und bewirken soll, habe ich mich erst später beschäftigt. Zu Beginn war einfach die Neugierde auf das, was passieren wird. Und das ist glaube ich der Schlüssel. Nicht zu sehr mit dem Kopf ran gehen, sondern einfach geschehen lassen.
Kontemplantion von Gegenstaenden wie einer Blume, eines Buddhas, von Christus, Maria.. der Welt, einem Kornblumenfeld... alles moeglich um die "Horde Affen" zu baendigen!

:)))) Jaaa, das ist sowas Schönes! Ich tu es sehr gerne mit einer Kerzenflamme oder schönen Steinen, Kristallen...
so schön, wenn man die Welt um sich rum und auch sich selbst vergisst und aufgeht in der natürlichen elementaren Einfachheit und Schönheit mancher Dinge :)

Auch sehr hilfreich für den ganzen Tag ist dem Sonnenaufgang beizuwohnen.
Überhaupt ist es wichtig, erst mal rauszufinden, wann man am Besten sitzen kann.
Und das dann wirklich konstant einhält.
Morgen- oder Abenddämmerung finde ich am Einfachsten und am Schönsten.

Die Umgebung ist wichtig, wenn man noch sehr ablenkbar ist am Anfang. Such Dir einen ruhigen Platz, vielleicht draussen in der Natur. Naturgeräusche sind was Wunderbares zum Achtsam werden :)
Yo sabine, stimmt, es iwrd sogar empfohlen zu den "Kardinalszeiten" (06:00, 12:00. 18:00, 00:00) zu meditieren! Am besten ist "Bramhamuhurtha" die ganz fruehen Morgenstunden um etwa 04:00 just vor dem Erwachen der Natur!

Drishti (Konzentration auf ein Objekt/Innenschau) kann mit jedem Objekt durchgefuehrt werden, es geht dabei nur darum die "wilden" Gedanken "an die Leine" zu nehmen.

Das mit dem Meditationsort wird in der Gita (Kap.6 Vers.10.-13) beschrieben:

10. yogî yuñjita satatam âtmânam rahasi sthitah
ekâkî yatacittâtmâ nirâshir aparigrahah

Der Yogin soll beständig sich abmühen in der Einsamkeit,
Allein, bezähmend Sinn und Selbst, nichts hoffend, des Besitzes bar.


11.
shucau deshe pratisthâpya stbiram âsanam âtmanah
nâtyucchritam nâtinîcam cailâjinakushottaram


An reinem Ort sich hinstellend einen sicher stehenden Sitz,
Nicht allzu hoch, zu niedrig nicht, darauf ein Kleid, Fell, Kusha-Gras;


12.
tatraikâgram manah krtvâ yatacittendriyakriyah
upavishyâsane yuñjyâd yogam âtmavishuddha
ye

Den Geist auf einen Punkt richtend, zügelnd Denken, Sinne und Tun,
Sich setzend auf den Sitz üb' er Andacht, zur Rein'gung seiner selbst.


13.
samam kâyashirogrîvam dhârayann acalam sthirah
samprekshya nâsikâgram svam dishash cânavalokayan

Gleichmäßig Körper, Nacken, Haupt unbewegt haltend, bleib' er fest,
Schauend auf seine Nasenspitz' – nicht blick' er hier- und dorthin aus.

Quelle:

"Nasenspitz'" ist durchaus austauschbar, hat allerdings, wer seinen Blick dort konzentrieren, halten kann, einen ganz besonderen Effekt!

Im Wald, einer Hoehle, in der Natur ist's am Besten!

Servus,

mir wurde es von einem Inder, seine Frau ist übrigens Ärztin der westlichen Medizin, folgendermaßen gelehrt:

Als frühe Vorbereitung machte ich von Kindesbeinen an Hatha-Yoga, dazu anfangs auch Yoga Nidra, darauf folgend übte ich mich in Savasana.
Gegen das 13. Lebensjahr hin kam die eigentliche Vorbereitung:
Mindestens 1/2 Jahr kein Verzehr tierischer Produkte (auch keine Eier und Milchprodukte), das hat in diesem Fall keine Gründe der Ethik, sondern es hat mit dem Gehirnstoffwechsel zu tun. Natürlich auch Verzicht auf Vergorenes, wie z.B. Sauerkraut, Bier, Wein, etc. und Drogen überhaupt. (Aber: Auch nicht nur Früchte essen, außer, wenn der Organismus durch geeignetes Diätregime darauf ausreichend vorbereitet wurde, dem Obstessen frische Keimlinge zugefügt werden und man in frischer Landluft lebt.
Mindestens 1/2 Jahr Wiederholen eines Simrans (bloß 5 Worte, die keinerlei Assoziationen mit bekannten Wörtern haben, Simran wird einem meist vom Lehrer vorgegeben) in Gedanken, nur wenn man z.B. schwierige Rechenaufgaben löst, wird Simran unterbrochen, ansonsten, selbst wenn man redet und sogar im Schlaf quasi läuft Simran unaufhörlich. Das ist der erste Schritt in Richtung Konzentration für die Meditation, eine "Entkrampfung" für den unsteten Geist.
Nun kommt der 2. Schritt, in eben gerade dem Umfeld, das den alltäglichen Lebensraum darstellt (egal, ob laut od. leise, in StädtenIndiens z.B. ist es nachts zumeist noch recht laut, da könnte man lange auf eine Extrastille für die Meditationspraktik warten), setzt man sich mit aufrechter Wirbelsäule hin und beginnt das Training zum Meditationseinstieg:
Unaufhörlich läuft Simran weiter, wie auch schon in den vergangenen Stunden, Tagen, Wochen, "bündelt" Aufmerksamkeit im Stirnzentrum, den "unteren" Chackren wird keinerlei Beachtung geschenkt.
Nach 2 Stunden Sitzen wird die Sitzhaltung aufgegeben und für 1/2 Stunde eine andere Körperhaltung eingenommen, die hier näher zu erörtern nicht der Rahmen ist. Ab hier kann schließlich der tatsächliche Meditationseinstieg erfolgen und damit hat Simran seine Schuldigkeit getan, es ist das Ende des Simrans .Ab hier beginnt ein Weg, der ohne kundigen Lehrer zwangsläufig in die Irre führt, geprägt von Licht- und Tonwahrnehmungen und unglaublichen Gefühlen.
In den Gehirnen täglich Meditierender finden bekanntlich Veränderungen statt, die per MR deutlich sichtbar sind.
Die täglich mindestens 2,5-stündlichen Meditationseinstiegsübungen im Sitzen bzw. in der Variablen stellen für Vielbeschäftigte übrigens keinen Zeitverlust dar, man benötigt mit Sicherheit umso weniger Schlaf. (Ich kenne eine indische Ärztin, sie operier tz.B. oft Tag und Nacht hindurch ohne Schlaf und Müdigkkeit, vorher meditiert sie.

Servus, vielleicht ist mein Beitrag hilfreich,

liebe Grüße, Liane

geht diese "spezielle" yoga-methode auf sikkh-religion - richtung yogi bhajan, simran kaur, snatam kaur zurueck?

Uebrigens "naam simran" mit "surati-sabda" oder "japa" (wiederholen eines beliebigen mantra) absolut gleich, die worte, die wege, methoden sind u.U. nur scheinbar verschieden, bleiben jedoch immer "Pfeil und Bogen", Schuetze und Ziel bleiben das selbe - EINE - das es wieder zu finden gilt!

Lieber mk und liebe Yogi(ni)s,

wieso sind die Morgenstunden am besten?

Ich glaube, dass dies nur für Kapha, Pitta-Kapha und Pitta Menschen gilt, da zwischen 2-6 Vata Zeit ist.
Für Vata Yogi(ni)s ist das meiner Meinung nach die schlechteste Zeit.

Hier die Hypothese und der Versuch:
http://mein.yoga-vidya.de/group/yoga-labs/forum/topics/beste-zeit-z...

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108

Weil in den Morgenstunden das Gemüt, Geist, Mental, Gehirn noch von den Elektromagnetischen Strömungen der Umwelt Weitgehend un- überfluttet ist.

Lieber Dieter und liebe Yogi(ni)s,

welche "Elektromagnetischen Strömungen der Umwelt" meinst Du?

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108

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