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Ich habe kürzlich einen Verlust erlitten und bin erfüllt von lähmender Trauer, Verzweiflung und auch Wut.
Gibt es Asanas, die mir helfen könnten?
Hier schonmal danke für Antworten!

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Ich danke euch! Nur ist mein Problem eher, dass die Trauer mich total lähmt, ich nichts mehr auf die Reihe kriege, also auch nicht regelmäßig praktiziere, und es scheint, als könne ich mich nie mehr freuen....

Svasti why not ! >>V e r s u c h e immer wieder Dich auf etwas anderes einzulassen, weg vom Körpergespür beachte nicht mehr dieses Gefühl der Trauer - Lähmung, ich weiß das ist schwer, aber anders geht es nicht ! Schwimmen***** entspannt sehr und Bio - Sauna mit Licht wäre ein Vorschlag. Versuche dieses Gespür der Wut und den Verlust zu akzeptieren, das ist wichtig ! es ist ein Teil von Dir und gehe weiter.........Herzlichen Gruß & Kraft Dir !

Ich habe vor kurzem eine große Enttäuschung erlebt, mir haben Atemübungen sehr geholfen, darüber hinweg zu kommen:

beruhigender Atem

Bienensummen bei Stress und negativen Emotionen

Atemübung bei depressiven Verstimmungen

Atemübung gegen Panikattacken

Liebe why not - akzeptiere die Krise, nehme sie an. Trauer ist etwas, was hin und wieder jedem von uns passiert. Und dann irgendwann vergeht - wie alles im Leben. Du brauchst einfach Zeit - wehre dich nicht dagegen. Es ist vollkommen in Ordnung, dass Du trauerst.

Verbinde dich in deinem Herzen mit allen Wesen, die jetzt, irgendwo trauern und „sende“ ihnen dein Mitgefühl und Trost. Und dann lausche - vielleicht kommt da was zu Dir zurück?

Sicher ist, dass deine Trauer, so schwer sie auch jetzt auf deinen Schultern lastet - wird jeden Tag ein bisschen leichter, und am nächsten Tag wieder ein bisschen leichter... bis die dunkle Last irgendwann verschwindet und es bleibt eine Erinnerung. Vielleicht sogar eine gute Erinnerung - wer weiß?

Was aber schlecht ist - ist deine Lähmung. Dagegen sollst du unbedingt etwas unternehmen! Geh raus in die Natur, Luft, Sonne, Wind - vielleicht ein bisschen Schwimmen.
Probiere aus, was gut für Dich ist - z.B. die Tipps, die Du schon von uns bekommen hast, aber übernehme Dich nicht. Du hast schon zu viel Kraft verloren. Du könntest natürlich auch einen Yoga-Therapeuten in deiner Nähe konsultieren und mit ihm zusammen gezielt arbeiten.
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!

Liebe/r why not -

vorab möchte ich erwähnen, dass du dich stets vom Leben (vom Kosmischen, von GOTT) getragen fühlen kannst.

Trauer ist ein Phänomen der konkreten, praktischen, dualen Welt.
Sei dir gewiss: wo Trauer erfahren wird, dort wird es auch (wieder) Freude geben.

Meditation hilft u.a., den Geist zu klären und innere Prozesse bewusst wahrzunehmen. Für diesen Zweck sind insbesondere auch Beobachtungsmeditationen hilfreich, du nimmst also die Beobachterposition ein und schaust einfach auf deine Gedanken und Gefühle. Was kannst du wahrnehmen? Was lässt sich beobachten? Du lässt alles einfach kommen, ohne es zu bewerten. Was kommt, muss gehen. Relatives verändert sich im Zuge der Zeit.

Bestimmte Asanas können in meditativer Geisteshaltung geübt werden. Währenddessen kannst du auch beobachten, wie Gedanken und Gefühle hochkommen – und dir dann vorstellen, wie sie weiterziehen – wie Wolken am Himmel. Konzentriere dich auf den Atem oder auf die Bereiche, die durch die jeweiligen Asanas angesprochen werden. Du kannst die Stellungen anfangs auch gerne sanft und unterstützt praktizieren. Achte aber auch darauf, dass du dich nicht unterforderst, nicht in die Schlaffheit/Trägheit abdriftest.

Du kannst z.B. gut den Schulterstand praktizieren und dir dabei vor Augen halten, dass du fähig bist, dein Leben zu meistern und auch Schweres und Schwierigeres in deinem leben auf deinen Schultern tragen kannst. Du kannst auch für einige Zeit in den unterstützten Schulterstand gehen, indem du dir ein Kissen unter das Gesäß/Becken legst, die Stellung mehrere Minuten hältst und dich dabei auf den Atem im Kehlbereich konzentrierst. Das Kissen zur Unterstützung symbolisiert auch, dass dir Hilfe & Hilfsmittel im Leben gegeben sind, die du annehmen darfst. Diese unterstützen dich dabei, Dinge zu verarbeiten, sie gehen zu lassen, nicht daran festzuhalten, Lösungen zu finden. Du kannst auch in den Pflug gehen – oder etwas sanfter praktiziert, die Knie einfach zur Stirn geben (gerne immer noch unterstützt mit Kissen). Dabei ruhig und gleichmäßig atmen. So bist du zentriert, ruhst in dir, schöpfst neue Kraft und Mut, um das Feld deines Lebens „zu pflügen“ – sozusagen vorzubereiten für fruchtbare Prozesse, die bevor stehen. (denke vielleicht auch daran, dass ein Samen in der dunklen Erde schlummert, um zu gegebener Zeit zu keimen, um dann ans Licht zu kommen und zu wachsen. Das Licht deiner Achtsamkeit und Bewusstheit leuchtet auf die Samen, die Potenziale in deinem Leben, die darauf warten, zu sprießen und sich zu entfalten) Das Leben hält immer auch den lichtvollen Weg für sich selbst bereit. Fühle dich dort vom Prozess des Lebens geführt, getragen, unterstützt. Einen Großteil unseres Glücks haben wir gar nicht selbst direkt in der Hand. Es ist Gnade. Ein Geschenk. Manchmal müssen wir eben auf Geschenke warten - oder sie kommen ganz unverhofft und doch genau zum richtigen Zeitpunkt. Nicht zu früh, und nicht zu spät. ;-)

Im Fisch (möglicherweise auch unterstützte mit einem Kissen unter dem mittleren/oberen Rücken) kannst du in die Herzöffnung gehen – du kannst hier einige tiefe Atemzüge nehmen, und dir vorstellen, wie sich alle emotionalen Spannungen und Krusten lösen. Dein Herz leuchtet warm und hell, angenehm und aus der Kraft deiner inneren Vollkommenheit heraus bist du im Grunde genommen unverletzlich. Nutze diese Vorstellung, um dich freier/befreiter zu fühlen. Spüre genau hin. Atme dann ruhig und gleichmäßig.

In der Vorwärtsbeuge kannst du dich hingeben und Vertrauen schöpfen. Auch hier ganz ruhig, gleichmäßig, tief atmen. Deine Konzentration kannst du nach 1-2 Minuten dann auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen legen. Auch hier wartet ein angenehmes, weites Licht darauf, entdeckt zu werden. Oder du entspannst dich einfach nur in die Stellung hinein – versuchst bei jedem einatmen, nicht zusammenzusacken, lässt aber auch alles los, was du zum Halten der Stellung nicht brauchst. Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Zunge entspannt, Augen entspannt, Stirn entspannt. …

Es mögen beim Praktizieren (und Meditieren) generell auch Spannungen auftreten und hochkommen, so ist es wichtig, nicht zu stark in Angst oder Sorge abzugleiten, sondern sich stets sicher, gesichert und unterstützt zu fühlen. Daran darfst du dich immer wieder gerne im Hier & Jetzt erinnert fühlen.

Du kannst dich nach der Vorwärtsbeuge nach hinten auf die Hände stützen, gerne auch in den Tisch gehen.

In der Stellung des Kindes ruhig und gleichmäßig atmend, loslassend, entspannend, stelle dir vor, wie du einatmend Licht und Kraft aufnimmst, und ausatmend alles abgibst, was du nicht brauchst. Alles Schwere, belastende fällt teilweise wie von selbst ab. Mutter Erde trägt dich, sorgt für dich. Sie nimmt auch alles scheinbar Negative auf, und ist fähig, dies in Positives zu verwandeln. In der Stellung des Kindes fühle dich verbunden mit der Erde - geborgen und getragen.

Natürlich kannst du zuvor auch eine Rückbeuge und nach der Kind-Stellung eine seitliche Drehung einnehmen, wie z.B. den Drehsitz im Fersensitz - abwechselnd zu beiden Seiten und  wenn du magst am Ende noch kurz in der Rückenlage entspannen.

Tiefe Bauchatmung und/oder einige Runden Wechselatmung sorgen für Regeneration und Harmonisierung.

Du kannst dir erst nur einzelne der genannten Stellungen für kürzere Zeit einnehmen, oder auch als Sequenz praktizieren (vielleicht einige Sonnengrüße vorab, oder kurzes Traben auf der Stelle) zur Vorbereitung.

Wenn du kannst, fühle dich aber weder gezwungen noch machtlos. Ziehe in Erwägung, dass das, was du erlebst, in irgendeiner Weise hilfreich für dich ist. Als Erfahrung, als Prozess, als Transformation, als Klärung, etc. Wozu etwas dient, können wir oft nicht genau sagen. Tag und Nacht wechseln sich ab. Die Gegensätzlichkeiten haben in dieser Welt durch ihre Koexistenz einen einheitlichen, verbindlichen Nutzen. So dürfen wir uns die speziellen Erfahrungen in unserem Leben als einen Teil-Aspekt innerhalb eines Ganzen vorstellen. Ich finde, das entspannt und macht hoffentlich Mut. :-)

Alles Gute.
Om Shanti
~dg

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