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Ich hatte in meinem Yogakurs eine Frau, die in der Rückenlage Schwindelgefühle wahrgenommen und sich aus diesem Grund nicht mehr auf  eine Yogapraxis einlassen möchte. Vielleicht kann mir der eine oder andere hierzu einen Tipp geben, wie man dem begegnen kann. Angeblich kommen die Symptome aus der Halswirbelsäule. Vielen Dank für die Bemühungen. Beate  

Tags: Halswirbelsäule, Schwindelgefühl

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Wahrscheinlich kann ich Dir nicht weiterhelfen. Es wäre aber interessant zu wissen:

War es das erste Mal, das die Frau in Rückenlage Schwindelgefühle wahrgenommen oder war es etwas, das die Frau schon kannte?
War es in Savasana gewesen oder nach einer bestimmten Übung?
Hallo Beate,
ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung.
Vor einem halben Jahr hatte ich einen Lagerungsschwindel, zu der Zeit kam der Schwindel jedesmal am Beginn der Rückenlage. Es gibt spezielle Übungen vom Ohrenarzt um die kleinen Kristalle wieder aus den Gehörgängen zu bringen, damit der Schwindel aufhört. Bei mir hat es geholfen.
Die meisten Arten von Schwindel verschwinden nach einiger Zeit weil das Gehirn sich neu resetet.So unangenehm die Schwindelattake ist, man soll sie nicht total verhindern, damit das Gehirn die Neueinstellung machen kann.
Falls es von der Halswirbelsäule kommt habe ich keine Ahnung.

Ich hoffe die Teilnehmerin läßt sich wieder auf Yoga ein.
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Beate,
genauso gings mir auch zu Beginn!
Meine ersten Yogastunden waren einfach schrecklich, weil mir im Liegen auch schlecht und schwindelig wurde...
Ich habe es trotzdem immer weiter versucht und erlebe es seitdem nur noch ganz, ganz selten. Meistens wenn ich sehr gestreßt bin und Probleme habe runter zu kommen...

Ich kann dazu nur sagen: ich bin so froh, daß ich nicht aus diesem Grunde aufgehört habe- denn es wird besser!
Anfangs war mir manchmal noch 3-4 Std nach der Yogastunde schlecht- und mein Freund versuchte mich immer wieder vom Yoga abzubringen. Aber glücklicherweise habe ich es mittlerweile fast ganz überwunden.

Liebe Grüße,
Waldfee
Liebe Waldfee,

danke für deine Antwort. Hm...ich werde die Erfahrungen vermitteln, jedoch gibt es bei ihr wahrscheinlich noch eine andere Ursache. Sie hat grundsätzlich im Liegen Probleme und kann daher die Yogapraxis nicht genießen...bin mir aber auch unsicher eine Empfehlung zu geben, Yoga trotzdem zu praktizieren. Woher kommst du eigentlich, bist du gleichzeitig auch Yogalehrerin? ... vielen Dank für deine Antwort.

Freundliche Grüße

Beate
Hallo Ratna,
vielen dank für deinen Beitrag....ich glaube es gibt hier andere Ursachen, die nicht unbedingt mit Yoga zusammenhängen. Aber trotzdem kann ich darauf hinweisen, sofern sie wieder in meine Stunden kommt.

Beate
Hallo Barbara,

deine Beschreibung passt auf jeden Fall auf die geschilderte Symptome....vielen Dank, ich werde diesen Tipp an meine Teilnehmerin weiterleiten.

Freundliche Grüße

Beate
Hallo Klaus,

danke für deine Antwort. Die Frau hat grundsätzlich Schwindelattacken im Liegen, unahängig von Yoga. Ich wollte ihr nur einen Tipp geben, da scheinbar auch Ärzte überfragt sind und die Ursachen nicht finden. Habe aber auch eine Orientierung hier bekommen, vielen Dank. Beate
Liebe Beate,

Dein Post ist zwar schon zweieinhalb Wochen her, aber vielleicht kann ich noch ein paar hilfreiche Ideen beisteuern.

Schwindel (lat. Vertigo) kann vielfältige Ursachen haben.

So wie Du es schilderst, hat der Schwindel nicht primär mit dem Yoga (z.B. einem bestimmten Asana) zu tun, sondern andere (noch nicht genau abgeklärte) Ursachen.
Die häufigsten, differentialdiagnostischen Ursachen sind:
1. Störungen im Bereich des (Innen)Ohres,
2. kardiale (herzbedingte) Störungen,
3. Infektionen,
4. durch Medikamente (oder andere Stoffe) ausgelöste Störungen,
5. endokrin (hormonell) bedingte Störungen,
6. Störungen im Bereich des Gehirns (z.B. Kleinhirn u. Großhirnrinde),
7. Sehstörungen,
8. Orthopädische Störungen im Bereich der Halswirbelsäule,
9. psychogen bedingter Schwindel,
10. weitere...
In jedem dieser Bereiche gibt es vielfältige Ursachen.

Ich habe diese Ursachen nur einmal aufgezählt, um anzudeuten, welche Ärzte eventuell weiterhelfen können, z.B.:
->Allgemeinärztliche Untersuchung (z.B. zur Abklärung von Blutwerten, Blutdruck, EKG, u.ä.),
->Untersuchung beim HNO-Arzt (z.B. zur Abklärung von Infektionen, Entzündungen o. anderen Veränderungen im Bereich von Mittel- u. Innenohr und Nasennebenhöhlen),
->Untersuchung beim Kardiologen (z.B. Ausschluß von Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen),
->Augenarzt,
->Neurologe,
->Orthopäde oder einem guten Osteopathen zur Überprüfung der Wirbelsäule (speziell HWS-Bereich).

Trotzdem muss eine solche Krankheit meiner Meinung nach nicht bedeuten, dass kein Yoga geübt werden kann!

Wenn Deine Kursteilnehmerin die Lagen, in denen der Schwindel auftritt, genau kennt, kann Sie diese meiden (z.B. Übungen in Rückenlage).
Es können 'Ersatzübungen' gesucht werden, die statt im Liegen im Sitzen, Stehen, Vier-Füssler-Stand, u.a. die Prinzipien der jeweiligen Asanas (z.B. Herz/Brustöffnung, o.ä.) verwirklichen.

Wichtig zu beachten wäre dabei, in wie weit speziell die Haltung des Kopfes bzw, die Stellung der Halswirbelsäule zur Auslösung von Beschwerden führt (also z.B. ein Vor- o. Zurückbeugen des Kopfes im Sitzen/Stehen).

Generell gilt (solange genauere Ursachen ungeklärt sind):

-> Alle Schwindel auslösenden Haltungen sollten gemieden werden,
-> Umkehrhaltungen am Besten vorerst meiden,
-> extreme Bewegungen im Kopf-/HWS-Bereich sollten vermieden werden,
-> besondere Vorsicht bei Rotationen und Seitneigungen im HWS-Bereich,
-> bei den durchgeführten Asanas Kopf und Halswirbelsäule möglichst gerade halten,
-> alle Haltungen und Übergänge zwischen einzelnen Asanas besonders langsam und bewusst durchführen,
-> Pranayama sanft und bewußt ausführen (vorerst Vorsicht mit Kapalabhati oder langen Atempausen),
-> vor möglichen Überanstrengungen rechtzeitig pausieren,
-> das eigene Körpergefühl (wie immer beim Yoga ;-) schulen, um im Voraus zu erkennen, was nicht gut tun wird.

Liebe Grüße

Alexander

Hallo,
der Beitrag ist zwar schon älter, aber ich würde gern darauf antworten, weil es mir ähnlich geht. Ich hatte Lagerungsschwindel und seit dem ständig Panik, es könnte wieder kommen. Hatte es auch bisher schon 5x ging allerdings immer wieder mit bestimmten Lagerungspraktiken weg.
Meine Frage ist wie gehe ich um damit, daß ich ständig diese Angst auch im Yoga habe? Ich kann meine Praxis auch nicht mehr geniessen, weil ich ständig Angst habe mir wieder so ein Kristallchen aus dem Ohr zu schubsen.
Der HNO hat dazu wenig gesagt...
Habe auch dauer-schwank-schwindel, was sehr unangenehm ist und zusätzlich niedrigen Blutdruck, Angststörung und dadurch auch Depressionen. Ein ganz hübsches Paket... ist es bei jemandem schon mal vorgekommen, daß dieser Lagerschwindel ausgelöst wurde, oder kann er denn überhaupt ausgelöst werden dadurch, daß man Yoga übt? Ich hatt es bisher glaube ich immer nur nach dem morgens auwachen.
Danke für jede Antwort!
Silberregen

Liebe Beate,
ich hatte das Problem auch zwei Mal - es sich machte sich bemerkbar als ich nachts aufstehen wollte und mich gleich wieder ins Bett sinken lassen musste, weil sich alles fürchterlich drehte. Das erschien beim Aufstehen und beim Ablegen.
Als ich nach Ursachen googelte, wurde es mir fast noch schwindliger... Zum Glück mailte mir eine Freundin und Heilpraktikerin/Heilerin mit Ferndiagnose-Fähigkeiten, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, weil es von der Halswirbelsäule kommt und dass ich im örtlichen Thermalbad Linderung finden könne. Nun, ich mag kein Thermalwasser, habe mir dann aber Wärme über Kirschkernkissen, Wollschal, Muskel-Entspannungsöl usw. verschafft und auch die Übungen zur Entspannung der HWS (Brahma-Mudra usw) häufig und sanft ausgeführt wodurch die Symptome wieder verschwunden sind. Das Gleiche wiederholte sich noch ein Mal.
Inzwischen habe ich die Anregung einer Kursteilnehmerin mit derselben Symptomatik im Yoga (Nur beim Hinlegen und Aufrichten, nicht bei anderen Übungen) weitergegeben; auch bei ihr geht es wesentlich besser, obwohl sie sehr viel Stress hat.
Trotzdem sollten zur Sicherheit andere Ursachen abgeklärt werden, um nichts zu übergehen oder unnötig zu reizen.
Schwindel bei niedrigem Blutdruck kann durch Weglassen von Kaffee (auch wenn's gerade dann schwer fällt) und Bewegung an der frischen Luft, Wandern, Treppen steigen, Sonnengrüße - also Kreislauftraining wie auch immer, verschwinden.
Alles Liebe und viel Erfolg Ursula

Hallo Dieter,
bei mir ist alles abgeklärt. Sogar MRT wurde gemacht. Mein Schwindel kommt vermutlich durch kleine Kristalle, die sich im Ohr lösen und die Sinnesorgane reizen, oder...was ich aber nicht sicher weiß und mir bisher auch keiner sagen konnte, von der HWS. Mein Problem ist auch weniger, daß mir beim Yoga schwindelig ist (manchmal allerdings wegen meinem niedrigen Blutdruck), sondern, daß ich Angst davor haben Drehschwindel zu bekommen während der Asanas. Es ist eher ein psychologisches Problem denke ich.

Ursula wie lang hielt das denn an bei dir und welche Asanas meidest du um die HWS zu schonen?

Danke und alles liebe!
Silberregen

Hallo Silberregen,
in der akuten Situation habe ich es ganz vermieden, mich beim Praktizieren hinzulegen - der Drehschwindel war einfach zu unangenehm. Danach habe ich nur den Kopfstand ein paar Wochen weggelassen, weil ich befürchtete, dass dabei der Nackenbereich gestaucht wird. Seit dem zweiten Auftreten des Symptoms vor ungefähr einem Jahr sind die Beschwerden nicht mehr aufgetaucht...
Kann es sein, dass Depression + Panikattacken etwas mit Deinem Hormonhaushalt zu tun haben? Dinah Rodrigues hat mit Hormonyoga öfters Erfolge gehabt.
Alles Liebe Ursula

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