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Es ist sehr inspirierend, über seine spirituelle Erfahrungen zu schreiben - und sehr inspirierend darüber zu lesen. Viele Menschen kommen über spirituelle Erfahrungen zum Yoga. Manche haben nach Jahren spiritueller Praktiken tiefe Erlebnisse in Meditation und Yoga. Manche machen diese Erfahrungen in einem Ashram, manche in der Natur, manche in scheinbar "weltlichem" Kontext. Manche Menschen haben spirituelle Erlebnisse bei einem spirituellen Meister, einem Guru. Manche in der Einsamkeit, manche in einer scheinbar zunächst "normalen" Begegnung.
Wie war es bei dir? Hattest du schon eine tiefe spirituelle Erfahrung? Schreibe doch darüber. Lass andere daran teilhaben.

Tags: Dhyana, Erfahrung, Guru, Meditation, Natur, Samadhi, Spiritualität, Yoga

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Das Thema klingt einerseits interessant, aber auch bedeutungsvoll und tiefsinnig. Vor mir haben jetzt schon 82 Mitglieder dieses Thema angeschaut und keiner hat etwas dazu geschrieben. Vielleicht traut sich niemand von seinen spirituellen Erfahrungen zu schreiben, weil er sie für zu unbedeutend hält, mir ging es jedenfalls im ersten Moment auch so. Aber sind es nicht die vielen kleinen Dinge, die das große Ganze ausmachen ?

Ich hatte seit längerer Zeit tagtäglich eine innere Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte, die mir aber ziemlich zu schaffen machte. Ich hatte es mit Bruhigungsmitteln versucht, mit Stimmungsaufhellern und verschiedenen Tees, nichts half wirklich. Durch "Zufall" bin ich darauf gekommen, es mit Meditation zu versuchen und siehe da, direkt nach meinem ersten Versuch war ich deutlich ruhiger, wow. Also begann ich regelmäßig zu meditieren und baute nach und nach die Meditation aus und entwickelte dabei meine eigene Medthode: der für mich richtige Ort, die für mich richtige Sitzhaltung, die für mich richtige Atemtechnik, nichts denken, über etwas nachdenken, Visulaisierungen, Mantras u.a.

Bei der Medititation, die zuerst nur Mittel zum Zweck war, habe ich eine tiefere innere Stille, einen tiefen inneren Fireden und ein tieferes inneres Glück entdeckt, das nun alle meine Tage bereichert.

Ich weiß nicht, ob existentielle Erfahrungen auch spirituelle sind, aber ich erzähl einfach mal. Also, damals war ich noch sehr jung (ca. 17) und schwer krank und lag mit einer Grippe im Bett und fiel phasenweise in fiebrige, traumähnliche Zustände. So auch eines abends, ich war gerade allein zuhaus, als ein Ruck durch meinen Körper ging, als sei ich irgendwo losgerissen worden. Vor meinen Augen wurde alles schwarz und ich fiel wie eine Bungeejumperin ohne Seil hinein ins dunkle, endlose Universum. Die Schwerkraft erfasste meinen ganzen Körper und riss mich irgendwohin hinein ins Nichts. Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass ich nicht aufschlagen würde und da entspannte mich ein wenig. Aus dem Fall wurde ein Flug, der nirgendwohin führte, soviel war klar. Es war nur die Erfahrung des Falls im Hier und Jetzt ohne Ziel oder Ende. Ich fiel an einer sich um die eigene Achse drehenden Buddhastatue vorbei, irgendwie enttäuschend, und da wurde mir auf einmal die ganze Bedeutung des Wortes "Nichts" schlagartig bewusst. Es war eine Erfahrung, die mich bis ins Mark und Bein erfüllte und mir damit gleichzeitig und paradoxerweise einen gefühlten Sinn vermittelte. Ich habe die Erinnerung an diese Erfahrung noch Jahre später gefühlt und dann immer mit dem Wort "Nichts" verbunden. Allmählich ist sie dann verblasst, und erst kürzlich stellte ich mir die Frage, wer eigentlich die Instanz war, die den Fall wahrgenommen hat und das Wort "Nichts" zur Hand hatte. Aber da bin ich noch nicht viel weiter vorgedrungen.
Om Shanti.

Nun schreib ich auch meine Erfahrung auf, die mich sehr geprägt hat.
Ich hatte mich vor einigen Jahren (als "Neuling") zu einem Yoga-Kurs in meinem Ort angemeldet. In der 2. Yogastunde in der Tiefenentspannung sagte meine Yogalehrerin, dass wir nun für ein paar Minuten in der Stille ganz bei uns sein sollen.
In dem Moment dachte ich: Ich soll bei mir sein? Wo denn? Wie denn?
Und dann begann ich zu suchen, nach mir.
Ich stellte mir vor mein Körper sei hohl und ich schwebe durch die dunklen Gänge, die Wände waren gemauert, es sah aus wie in einem dunklen Brunnen. Als ich mich irgendwo zwischen Hals und Brust befand, sah ich in Bauchrichtung ein Licht. In dem Moment hab ich ein sehr starkes Glücksgefühl empfunden und je näher ich dem Licht kam, desto stärker wurde es. Dann hab ich mich gefragt, ob ich vielleicht dieses Licht bin und plötzlich verwandelte es sich und ich sah statt des Lichtes mich als Kleinkind. Gleichzeitig kam jetzt noch ein Gefühl von sehr starker Liebe und Unschuld dazu.
Leider endete die Tiefenentspannung dann und ich fand mich mit völlig tränenüberströmten Gesicht auf meiner Matte wieder. Ich war völlig überrascht von dieser Erfahrung, kannte mich mit Spiritualität überhaupt nicht aus und konnte den ganzen Abend kaum sprechen, weil dieses Glücksgefühl immernoch stark spürbar war und mir ständig Freudentränen kamen. Im Laufe der Woche ist das Gefühl dann immer schwächer geworden.
Nun wollte ich unbedingt wissen was das war und landete im Internet über Google zum ersten mal auf der Yoga-Vidya-Seite :-) Ein paar Wochen später war ich auch schon zum ersten mal in Bad Meinberg und inzwischen schon viele male... Ich praktiziere seitdem täglich zu Hause und weiterhin in meinem Kurs, jedoch kamen keine weiteren Erfahrungen dieser Art.
Om Shanti
.

@ Honix

Sehr schön :)
So soll es sein!

Alles Liebe
Sabine

Ich grüße das Licht in Euch!

Aus Neugier und meinem Wunsch nach "mehr" in meinem Leben begann ich, den Yoga Weg zu gehen. Allein für mich, mit den wunderbaren, aber einsamen Hilfen, die es in der heutigen Zeit so gibt (danke YV, für den unschätzbar großen Fundus an Wissen und Führung).
Erst, als meine Schwiegermutter uns, mir und meinem Mann, einen Einzelyogakurs bei einer Lehrerin schenkte, brachen in mir alle Dämme... Jenes Wochenende öffnete so viel in mir, dass ich mir selbst und damit meinen spirituellen Erfahrungen (ich erinnerte mich plötzlich wieder daran, wie ich als Kind sah, hörte, fühlte und mich selbst wahrnahm) nicht mehr im Weg stand.

Seitdem fließen beim Praktizieren von Yoga auch Energien, die ich zwar nicht immer ganz verstehe, aber doch voller Glück und Lebensfreude genieße. Beides, Glück und Lebensfreude, fand ich erst durch Yoga.

Die stärksten spirituellen Erfahrungen sind nun eben die, die ich seit der Kindheit erstmals wieder zulasse, z.B. diese eine unglaublich schöne Begabung, Anahata-Klänge wahrzunehmen.
Diese Klänge, die ich in meinen verkopften früheren Jahren (zwischen Ende der Kindheit bis vor einigen Monaten, ich bin jetzt 27) für Tinnitus gehalten hatte, ohne dabei zu bedenken, dass echter Tinnitus sicherlich sehr störend ist - mich störten diese Klänge nie. Inzwischen, seit ich sie als Teil von mir wahrnehme, leiten und begleiten sie mich sowohl in der Yoga-Praktik, als auch, wenn ich Dinge lerne (z.B. lese), die mit meiner persönlichen spirituellen Weiterentwicklung zu tun haben.

Ich kann das Glück meines neuen Lebensweges noch immer kaum fassen, denn seit ich auf dem Weg bin, der mein richtiger ist, öffnet sich eine Tür und eine Erkenntnis nach der anderen.
Inzwischen bin ich in Reiki eingeweiht, was die Energieerfahrungen während des Yoga-Übens und in meinem Alltag noch verstärkt hat, und ich mache eine Ausbildung zur Spirituellen Heilerin.

Vor wenigen Tagen hatte ich eine spirituelle Erfahrung, über die ich als weiteres Beispiel für mein Leben noch schreiben möchte.

Mein Mann hatte tagelang durch Überbelastung Schmerzen im Handgelenk, es war wohl eine Zerrung. Nach drei Tagen entschied ich mich, ihm Reiki darauf zu geben, abends vor dem Einschlafen, als wir zusammen im Bett lagen.
Ich legte seine Hand auf mein Herzchakra und meine Hände darüber, und ließ Reiki fließen.
Nach ein paar Minuten fühlte ich mich plötzlich, als würde ich von Liebe überschwemmt werden. In rhythmischen Wellen floss Liebe durch mich durch, die Minuten dehnten sich so dabei so aus, dass das Gefühl "ewig" anhielt.
Ich war so überrascht und von dieser tiefen Liebe überwältigt, wirklich wörtlich überschwemmt, dass ich meinem Mann sagte, was ich gerade fühlte. Er war sehr berührt.

Was mich zur letzten spirituellen Erfahrung führt, von der ich berichten möchte: Von der Liebe an sich.
Durch das gemeinsame Yogawochenende und das inzwischen gemeinsame Yoga-Üben (mein Mann schließt sich i.d.R. alle zwei Tage an; unsere zweijährige Tochter übt jeden Tag fleißig mit), ist das Band der Liebe und des gegenseitigen Verständnis, der Achtung voreinander, sehr stark geworden.
Vorher waren wir durch eine schwere Zeit gegangen, es war auch von Trennung die Rede. Doch als wir uns irgendwann mit unseren Gedanken (Spiritualität, Weltsicht, Yoga) fanden, von denen wir einander vorher nie erzählt hatten, weil wir beide jeder für sich dachten, der andere würde einen für "abgedreht" halten - als wir den Mut hatten, dem anderen die ureigensten spirituellen Erfahrungen und Wünsche zu berichten, da begriffen wir, dass wir zusammen gehören.

Die Liebe, aus der alles kommt und die alles durchdringt, ist die wunderbarste, unglaublichste spirituelle Erfahrung :-)

Om Shanti
Sananda

Ich grüße euch!

Bevor ich hier etwas versehentlich schreibe, das vielleicht gar nichts mit Spiritualität zu tun hat:

Wie würdest Du, Sukadev, "spirituelle Erfahrung" definieren?
Kann unter diesen Begriff auch einfach ein Moment fallen, in dem man so etwas wie Euphorie empfindet?

Liebe Minerva,
ich persönlich würde JA sagen, weil ich gerade gestern einen solchen euphorischen Glücksmoment auf dem Spielplatz hatte, zusammen mit meinem Sohn.
Ich bin geschaukelt, so hoch es ging, bei schönstem Sonnenschein - mal habe ich meinen Sohn beobachtet, der sich auf einem anderen Spielgerät drehte wie wild, den Kopf in den Nacken gelegt. Da habe ich beim Schaukeln einfach mal die Augen zu gemacht, und ich kann gar nicht beschreiben, wie toll es war, bei geschlossenen Augen hoch zu schaukeln, während mich die Sonne gestreichelt hat. Ich fühlte mich, als sei ich mein Inneres Kind :)
Als Kind habe ich mich nie auf den Spielplatz getraut :)

Hallo Sukadev,


das ist eine hervorragende "Idee".


Herzliche Grüße

Liebe Sananda,

Danke für Deine Antwort!

Dann traue ich mich mal:

Für mich haben die ersten Frühlingstage bzw. -wochen eine besondere Bedeutung. Ich leide unter dem Winter und freue mich jedes Jahr, wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, wenn zwischen toten Blättern die Blumenzwiebeln austreiben, die unzähligen Knospen an Bäumen und Sträuchern dicker werden und aufbrechen, die ersten zarten Grashalme erscheinen und die Vögel zu singen beginnen.
Manchmal kommt es dann vor, daß ich im Zug sitze oder an einem Garten vorbei oder im Wald spazieren gehe, den blauen Himmel und die strahlende Sonne sehe und angesichts der "Rückkehr des Lebens" so überrascht (obwohl sie doch abzusehen war) und gerührt bin, daß sich meine Augen mit Tränen füllen. Ich kann das nicht gut beschreiben; vielleicht am ehesten als eine überwältigende Mischung aus reiner, unverdorbener Freude (oder Euphorie) und einem damit verknüpften, als notwendig empfundenen Schmerz (weil die Natur zuerst zu einem großen Teil sterben muß, um wieder so schön frisch werden zu können, nehme ich an). In diesen Momenten bin ich sehr achtsam und friedlich.
Ich betrachte das auch als eine Art Entschädigung für den langen Winter.
Früher dachte ich oft, am Äquator müsse es besser sein als hier, weil es dort keinen Winter gibt. Aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher, denn es gibt dort eben auch keinen Frühling.

Als besonders empfinde ich es auch, unter dem klaren oder nur ganz locker bewölkten blauen Himmel durch blühende Wiesen (vor allem, wenn gerade die Löwenzähne darin leuchten oder viele Insekten unterwegs sind) zu gehen.

Wenn es mir schlecht geht, versuche ich mich an solche Momente zu erinnern.
Selber herbeiführen kann ich diese Gefühle nicht.

Liebe Grüße,
Minerva

Du Liebe,

das sind oft die verdienste früherer Leben.

Unser Meister Swami Sivananda schreibt sehr oft in seinen Büchern, " das wichtigste auf dem spirituellen Weg ist, üben üben üben!"

Es werden mit Yoga viele neue Bewusstseinserfahrungen kommen.

Om Shanti
Rafaela

Mir ist sowas passiert, aber es bleibt schwierig sowas direkt auszudrücken, im Krankenhaus hatte ich so eine Art von Erfahrung. Ich hab eine schwierige Blinddarm Entfernung gehabt mit einer großen Narbe. In einer Form die mich lange von Alltagsproblemen aber auch innerlichen Problemen komplett befreit hat. Also so eine Leere die mich frei und auch willensstärker gemachte. Es hat also eine Tiefe gehabt, die noch anhält. Die OP ist jetzt 8 Wochen her.
Mir ist zudem vor ein paar Tagen aufgefallen das ich seit Langerzeit an Zinkmangel leide, vielleicht schon seit der Kindheit. Durch trinken von Leitungswasser. Was Probleme bei der Wundheilung verursacht. Jetzt ist der Zinkmangel beseitigt und die Narbe scheint jetzt erst nachzuheilen. Vielleicht auch Kniebeschwerden , die mich schon lange gestört haben. Zinkmangel bringt einige Probleme mit sich, zurückblickend ist für die Schulzeit besonders ärgerlich das Zinkmangel auch Konzentrationsschwierigkeiten verursacht.
Naja richtig Yoga kann ich nicht mehr machen so eine Narbe soll man lange spüren, Rückbeugen funktionieren zur Zeit überhobt nicht, genauso wenig wie Bauchmuskel Training. Schade weil ich gerade vor 8 Monate angefangen habe am Stück jeden Tag Yoga zu üben.

Lieber micha,

Zinkmangel kommt häufig bei Vegetariern (wesentlich seltener auch bei Fleischessern) vor, die sich unausgewogen ernähren und/ oder deren Körper Zink nicht so gut aufnehmen kann. Mit dem Trinken von Leitungswasser hat das nichts zu tun.
Zu den Zinkgehalten einiger Lebensmittel siehe dort: http://de.wikipedia.org/wiki/Zink#Zinkgehalt_in_Lebensmitteln

Wegen der Asanas: Schau mal dort rein: http://www.yoga-vidya.de/de/asana/uebungbeschwerde.html
Irgendwas davon geht immer. ;-)

Es gibt auch ein Buch namens "Yoga auf dem Stuhl", das ich sehr empfehlen kann (und auch selber besitze). Es enthält hauptsächlich Beschreibungen von Übungen, die zum überwiegenden Teil auch von Menschen mit größeren körperlichen Einschränkungen ausgeführt werden können.

Liebe Grüße,
von Minerva

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