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Mit dieser Diskussion möchte ich eine kleine Sammlung rund um die Themen „Schlaf“ und „Tiefenentspannung“ eröffnen:
Wenn du magst, kannst du hier eigene Erfahrungen teilen, praktische Tipps geben, oder gute Links für Entspannungsmethoden oder Einschlafhilfen hier posten.

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Inzwischen habe ich mir das EFT-Einführungsvideo komplett angesehen. Es ist so, wie ich schon vermutet hatte: Sehr sachlich und emotionslos..... :- ( So funktioniert es bestimmt nicht besonders gut.

Bei Gabriele und Robert Rother, bei denen ich das Wochenendseminar über EFT gemacht habe, war EFT mit seinen Klopfdurchgängen viel lebendiger, spielerischer und vor allem emotionsbetonter.

Und auch die Sequenz am Ende mit dem Gammut-Punkt und dem Augenverdrehen muss man nicht, so wie ich es verstanden habe, jedes Mal machen, sondern nur dann, wenn man an einem größeren evtl. vielschichtigeren Problem gearbeitet hat und merkt, dass man jetzt eine deutlich spürbare Hürde genommen hat bzw. einen großen Knoten gelöst hat. Diese Sequenz dient dann dazu, diesen Zustand auch tatsächlich so im Gehirn zu verankern, damit man nicht wieder in alte Muster zurückfällt.

Also alles viel einfacher anzuwenden, finde ich.

Ich finde dieses Sachliche und Emotionslose eigentlich gar nicht so schlecht, glaube dir aber, dass es auch lebendiger geht. Es einfacher anzuwenden heißt ja auch, es einfach auszuprobieren und zu experimentieren, und das klingt gut. Ich mag Methoden, die nicht so ganz streng vorgegeben sind.

Das Sachliche und Emotionslose ist, als Erklärung um etwas Neues zu lernen, grundsätzlich vielleicht ganz gut, nur bei EFT geht es genaugenommen ausschließlich um Emotionen und zwar um negative, belastende Emotionen, die man wegbekommen möchte, weil sie einen an irgendetwas hindern oder belasten oder einfach nur unangenehm sind. Deshalb finde ich das Video nur bedingt geeignet. Ich denke, man muss sich vielleicht doch etwas mehr damit beschäftigen, wenn man es wirklich nutzbringend einsetzen will.

Zurück zu Entspannung und gutem Schlaf: Leider leben wir heute in einer "Leistungsgesellschaft" und man wird nachdem bewertet, was man leistet und selten danach, ob es einem gut tut und wie man sich damit fühlt. Viele suchen sich zum Ausgleich noch einen (stressigen) Sport, was einerseits ja okay ist, weil man durch Bewegung die Muskelverspannungen abbauen kann. Aber die Entspannung des Geites und der Seele kommen oft zu kurz.

Meistens benutzen wir heute fast ausschließlich die linke Gehirnhälfte, die für Logik und Verstand zuständig ist, die rechte Gehirnhälfte, die für Emotionen und Intuition zuständig ist, liegt oft brach. So sind wir nicht in Balance und leben sehr körperbetont, Geist und Seele kommen nicht zu ihrem Recht. So entsehen Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit, die in Unwohlsein und Krankheit münden können. Durch richtige Entspannung, wird auch die rechte Gehirnhälfte wieder aktiviert.

Richtig entspannen bedeuted, die Gehirnfrequenz vom Wachbewusstein, Beta ca. 38 - 15 Hz, runter zu kommen auf Alpha ca. 14 - 8 Hz, tiefe Meditation bewirkt ein Absenken der Gehirnfrequenz auf 7 - 4 Hz. Nicht dass eine Frequenz besser wäre als die andere, nur wer nur noch im Stress- bzw. Leistungsmodus läuft, wird unzufrieden oder krank. Wer regelmäßig entspannt, kann auch Alltagssituationen viel gelassener bewältigen, weil alle Frequenzmodi abrufbar sind. Auf eine Mischung der verschiednen Frequenzen zugreifen zu können, je nach dem was gerade gefordert ist, bedeuted in Balance zu sein.

Neben autogenem Training, Bodyscan, Tiefenentspannung und Meditation hat mir ganz besonders die "Achtsamkeit" geholfen. Durch mehr Achtsamkeit mit mir selbst erkenne ich die Zeichen, die Hinweise, die mein Körper mir gibt viel besser. Denn der Köper gibt uns Signale, wenn etwas nicht stimmt bzw. wenn etwas aus der Balance gerät.

Viele nehmen diese Zeichen gar nicht wahr oder messen ihnen keine Bedeutung bei, bis sie eines Tages ernsthaft krank werden. Dabei sendet der Körper viele kleine und größere Signale aus, die genau zurückmelden, wenn etwas nicht in Ordnung ist.So habe ich gelernt, sehr genau darauf zu hören, was mein Köper mir sagen will.

Hier ein einfaches Beispiel: Einmal tat mir mein linker Ellbogen weh, also habe ich Arnikacreme drauf gemacht. Aber der Schmerz ging davon auch nach mehreren Tagen nicht weg. Da fing ich an zu überlegen, seit wann mir der Ellbogen weh tat und wann besonders ? So habe ich nach ein paar Tagen bemerkt, dass der Ellbogen beim Nordic Walking besonders weh tat. Ich habe beobachtet, was ich beim Nordic Walking mit dem Arm mache und da fiel mir auf, dass ich den Stock mit der linken Hand stets fest umklammert hielt, anstatt die Hand beim nach hinten Stoßen loszulassen. Mit der rechten Hand machte ich das so. Also achtete ich von da an darauf, es mit der linken Hand auch so zu machen und nach ein paar Tagen, war der Schmerz weg.

Vor dem Einschlafen kann man bequem im Bett täglich einen Bodyscan machen und in seinen Körper hineinhorchen, was er mitteilen möchte. Entdeckt man dabei eine Stelle, die weh tut oder sich sonst irgendwie ungut anfühlt, schenkt man ihr für 1 - 2 Minuten Aufmerksamkeit und schickt Liebe dorthin.

Auch ein anderer Aspekt von Achtsamkeit hat mir sehr geholfen. Achtsamkeit bedeuted ja nicht nur mit sich selbst achtsamer umzugehen, sondern auch mit seiner Umwelt. So bewerte ich andere Menschen und Dinge nicht mehr so kritisch, sondern lasse mehr einfach geschehen, lasse andere so sein wie sie sind und lasse los. Lasse anderen und somit auch mir mehr Raum. Auch das hat mir viel mehr Ruhe und Gelassenheit in mein Leben gebracht. OM.

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